Bild: Pressefoto Ulmer / Markus Ulmer

“Wir freuen uns, überhaupt spielen zu dürfen” – Igor Perovic vor dem Duell gegen seinen ehemaligen Verein im Kurzinterview

04 Mrz 2021

Am heutigen Freitagabend (20 Uhr, Sporthalle Stadtmitte Kirchheim) treten die Tigers Tübingen bei den Kirchheim Knights an. Dabei kommt es auch zu einem Wiedersehen mit Igor Perovic, der von 2005 bis 2015 statte zehn Jahre bei den Raubkatzen als Spieler, Co-Trainer und Trainer gewirkt hat. Im Kurzinterview spricht der seit Mittwoch 47-Jährige über sein Team, die Playoffs und das Duell gegen seinen ehemaligen Verein.

Igor, aktuell steht deine Mannschaft auf der Rang vier und damit auf Playoff-Kurs. Nach neun Spielen standen jedoch erst zu zwei Siege bei sieben Niederlagen zu Buche. Was ist seither passiert?

Unser Start war nicht gut, das ist richtig. Wir hatten zu Saisonbeginn jedoch mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Vor allem Nico Brauner und Karlo Miksic haben als Stützfehler gefehlt, das hat man im Nachhinein gemerkt. Wir haben das Team um diese beiden Akteure aufgebaut. Seit die beiden wieder dabei sind, sind wir viel gefestigter und auch konstanter. Der Sieg gegen Ehingen im zehnten Spiel war enorm bedeutsam, bei einer Niederlage hätte es auch anders laufen können. Auch eine kurze Zwangspause wegen Corona hat sicherlich nicht weitergeholfen. Im Moment haben wir jedoch einen guten Lauf. Die Tendenz ist ganz eindeutig positiv.

Nach der Hauptrunde sollen Playoffs in einer Gruppenphase erfolgen. Wie denkst du über diesen Ansatz?

Grundsätzlich sind wir alle froh, dass wir überhaupt spielen können und dürfen. Playoffs gehören einfach zum Basketball dazu, dafür spielt und kämpft jedes Team eine ganze Saison lang. Mit dem neuen Modus ist vielleicht die Chance größer, dass alle Partien gespielt werden können – auch wenn es beispielsweise eine Mannschaft nochmals mit Corona treffen könnte. In den Playoffs geht wieder alles von vorne los. Der Heimvorteil ist nicht zwar mehr da, dies könnte die Spiele aber auch spannender machen. Auch die Tatsache, dass Teams vielleicht in dieser Saison wegen Pausen Nachteile hatten, könnten so egalisiert werden. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn wir in die Endrunde kommen würden und weitere Spiele machten könnten. Positiv ist auch, dass jede Mannschaft noch sechs Spiele hat und nicht Minimum zwei.

Heute geht es für dein Team gegen Tübingen, wo du lange Zeit sehr positiv gewirkt hast. Wie ist die Ausgangslage aus deiner Sicht?

Die Tigers können frei aufspielen. Sie können nicht absteigen, auch die Playoffs sind nicht mehr zu erreichen. Wir hingegen haben schon einen gewissen Druck, wenn wir in die Playoffs kommen wollen. Dafür müssen wir gewinnen, das ist ganz klar. Die Tigers sind offensiv sehr stark, dies müssen wir unterbinden und der Partie unseren Stempel aufdrücken. Ich freue mich sehr auf dieses Spiel, es ist ein Derby. Dazu werde ich viele bekannte Gesichter sehen.