93:95-Niederlage gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim genau 0,8 Sekunden vor dem Ende
Die Tigers Tübingen haben das Heimspiel gegen die Bozic Estrich Knights Kirchheim vor der tollen […]
Die Tigers Tübingen haben das Heimspiel gegen die Bozic Estrich Knights Kirchheim vor der tollen […]
Die Tigers Tübingen haben das Heimspiel gegen die Bozic Estrich Knights Kirchheim vor der tollen Kulisse von 2.497 Zuschauern in der Paul Horn-Arena, darunter etwa 200 Fans aus Kirchheim, mit 93:95 (34:48) verloren. Die ohne schon angespannte Personallage der Tübinger Basketballer verschärfte sich am Spieltag noch durch den kurzfristigen Ausfall von Patrick Emilen wegen Krankheit. Trotzdem zeigte die Mannschaft von Trainer Eric Detlev eine über weite Strecken gute Leistung. Die erste Hälfte (48.34) gehörte klar den Raubkatzen. Auch zu Beginn des dritten Viertels lagen die Hausherren in Front. Nach 32 Minuten hatte man beim Stand von 55:34 die höchste Führung inne. Doch dieser Vorsprung sollte nicht für einen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt reichen. Die Gäste um Trainer Igor Perović kämpften sich durch eine bessere Defense und des bärenstarken Philipp Russell, der mit 31 Zählern Topscorer der Begegnung wurde, in der zweiten Hälfte erfolgreich zurück. In der 37. Minute gelang den Teckstädtern per Zweier durch Charles Harris Jr. der 84:84-Ausgleich. In einem Herzschlagsfinale hatten die Bozic Estriche Knights Kirchheim dann das bessere Ende für sich. Zwar konnte Jordan Johnson 9,7 Sekunden vor dem Ende nochmals mit zwei Freiwürfen zum 93:93 ausgleichen. Harris Jr. war mit einem Sprungwurf exakt 0,8 Sekunden vor dem Ende zum 95:93-Auswärtssieg der Matchwinner für die Teckstädter. Im letzten Angriff brachten die Raubkatzen nichts mehr zusammen. Bei den Tigers Tübingen schrammte Jordan Johnson mit 21 Punkten, neun Rebounds und neun Assists nur knapp einem Triple Double vorbei. Ebenfalls eine starke Leistung zeigten Bernard Pelote und Felix Edwardsson mit jeweils 19 Punkten. Die Rebounds gingen mit 39:34 an den Sieger, die Assists gestalteten sich mit 21:21 ausgeglichen. Die gute Quote aus der Distanz (13 Treffer bei 30 Versuchen, 43 Prozent) sollte der Detlev-Truppe aber nicht zum Sieg reichen. Bei den Gästen gelang Dylan Pope mit zehn Punkten und zehn Rebounds ein Double Double. In der Tabelle stehen die Tigers Tübingen vor den weiteren Spielen am Wochenende mit zehn Siegen und 19 Niederlagen auf Rang 14. Die Bozic Estriche Knights Kirchheim haben mit 18:11-Erfolgen als Tabellenfünfter praktisch das Ticket für die Playoffs gebucht. Negativ aus Tübinger Sicht war der 92:74-Auswärtssieg der SBB Baskets aus Wolmirstedt bei den VfL SparkassenStars Bochum, die sich mit neun Siegen und 20 Niederlagen an die Nicht-Abstiegsplätze herantasten. Aktuell steht das Team aus Sachsen-Anhalt jedoch weiter auf dem 17. und vorletzten Tabellenplatz.
Kommissar: Frank Bleicher; Schiedsrichter: Jens Rupprecht, Michael Oesterle, Vytautas Steckas
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Am kommenden Wochenende spielen die Tigers Tübingen bei den Uni Baskets Münster. Hochball ist am Ostersamstag, den 4. April 2026, um 18:30 Uhr. Die Mannschaft von Trainer Götz Rohdewald trifft am morgigen Samstag auf die PS Karlsruhe LIONS. In der Tabelle nehmen die Münsterländer mit sieben Siegen und 21 Niederlagen aktuell den 18. und letzten Tabellenplatz ein. Im Hinspiel musste sich die Schwaben am 12. Dezember 2025 mit 71:83 geschlagen geben.
Die Tigers starteten ganz gut in die Partie. Nach zwei Minuten führten die Detlev-Schützlinge durch zwei Zähler von Lukas Milner und Edwardsson mit 4:0. In der dritten Minute konterten die Gäste durch fünf Punkte in Folge und sicherten sich ihrerseits die erste Führung der Partie. Es folgten sieben Zähler in Folge durch Johnson für die Raubkatzen. Perović nahm beim Stand von 5:11 bei 5:51 Minuten auf der Uhr die erste Auszeit in Anspruch. Auch nach der Unterbrechung waren die Unistädter weiter am Zug. Die Gäste waren in der Anfangsphase noch nicht in der Partie angekommen. Johnson erhöhte mit zwei weiteren Punkten auf 15:5, erstmals führten die Detlev-Schützlinge nach einem 11:0-Lauf zweistellig. Harris Jr. beendete den Tübinger Run in Minute acht per Dreier zum 8:15. Gegen die Zone der Raubkatzen taten sich die Kirchheimer Basketballer unerwartet schwer. Isaiah Sanders netzte 69 Sekunden vor dem Ende des ersten Viertel per Dreier zum 21:10-Zwischenstand ein. Der Tübinger Auftritt war bis dahin zufriedenstellend. Nach zehn Minuten führte die Hausherren mit 23:12. Johnson war für die Raubkatzen mit neun Zählern Topscorer der Begegnung, bei Kirchheim kamen Harris Jr. und Kapitän Lucas Mayer auf jeweils drei Punkte. Die Rebounds gingen mit 16:11 an die Detlev-Truppe.
Das zweite Viertel startete mit zwei Dreiern von Edwardsson und Bernard Pelote zum 29:12. Perović musste nach 73 Sekunden die nächste Auszeit nehmen, um sein Team neu einzustellen. Die Raubkatzen hatten den Kampf von Beginn an angenommen und setzten defensiv und offensiv gute Akzente. Sanders erhöhte den Vorsprung in der 13. Minute mit zwei Freiwürfen auf 33:15. Nach einem 7:0-Lauf der Perović-Truppe zum 22:33 sah sich auch Coach Detlev bei 6:17 Minuten auf der Uhr zur ersten Auszeit gezwungen. In kürzester Zeit konnten die Gäste den Rückstand verringern, in der Defense stellte Perović auch auf eine Zone um. Auf Tübinger Seite war Johnson der absolute Führungsspieler. Der US-Amerikaner traf per Zweier nach 15 Minuten zum 37:25. Bei Kirchheim bestach Russell, der bereits bei zehn Zählern angekommen war. Beide Konrahenten sowie die Fans auf den Rängen sorgten für eine gute Stimmung im Derby. Detlev bat seine Spieler beim Stand von 39:27 exakt 160 Sekunden vor der Halbzeit zum nächsten Gespräch auf die Bank. Viel zu bemängeln war bis dato aber nicht. Genau 14,4 Sekunden vor der großen Pause foulte Pope Gegenspieler Pelote beim Dreier, der Distanzwurf fand den Korb zum 48:31. Der anschließende Freiwurf ging jedoch daneben. Pope revanchierte sich in der Schlusssekunde per Treffer aus der Distanz zum 34:48. Mit diesem Ergebnis beendeten auch beide Teams die erste Häfte. Johnson führte das Scoring für die Tigers mit 13 Punkten an, Russell war für die Perović-Truppe mit zehn Zählern bester Schütze. Die Rebounds gingen knapp mit 26:25 an den Gastgeber.
Johnson eröffnete den zweiten Durchgang nach 17 Sekunden mit zwei Punkten zum 50:34. Edwardsson legte Sekunden später mit zwei Freiwürfen zum 52:34 nach. Die Raubkatzen kamen gut aus der Pause, Edwardsson erhöhte mit dem nächsten Dreier auf 55:34, Perović musste nach 85 Sekunden eine frühe Auszeit nehmen. Dem 52-Jährigen gefiel beim 0:7-Lauf fast alles nicht, dementsprechend laut wurde der Serbe in der Besprechung mit seinen Schützlingen. In der Folge wollten sich seine Mannen zurückkämpfen, doch die Tigers konnten mit hoher Intensität zunächst dagegenhalten. Bis zur 25. Minute verkürzten die Bozic Estriche Knights Kirchheim mit einem 6:0-Lauf auf 45:60. Die Gegenwehr der Gäste wurde nun immer größer, die Führung konnte jedoch gehalten werden. So Sanders mit zwei Punkten in der 26. Minute zum 64:47. Bei der Perović-Truppe spielte fast nur Russell, der in Minute 27 aus der Distanz zum 50:64 verkürzen konnte. Bei den Raubkatzen schlich nun der Schlendrian an, Kirchheim pirschte sich immer näher an die Tübinger Basketballer heran. Russell drückte in Minute 28 den Rückstand mit zwei Freiwürfen auf zehn Zähler zum 56:66-Zwischenstand. Der Kirchheimer Anhang machte sich nun laut bemerkbar. Mit einem einem 10:0-Lauf waren die Gäste 83 Sekunden vor den Ende des dritten Abschnitts wieder voll in der Partie, Auszeit Tigers Tübingen. Edwardsson netzte in der Schlussminute per Dreier zum 69:62-Zwischenstand ein. Mit diesem Ergebnis endete auch das dritte Viertel. Russell war nun mit 22 Zählern Topscorer der Partie für die Gäste, auf Tübinger Seite standen Johnson und Edwardsson bei jeweils 17 Punkten. Die Rebounds gingen knapp mit 33:32 an die Bozic Estriche Knights Kirchheim.
Sanders erzielte nach 16 Sekunden einen Dreier zum 72:62. Der Vorsprung war kurzzeitig wieder zweistellig. Mit einem 6:0-Lauf brachten sich die Gäste nach 33 Minuten beim Stand von 68:72 wieder in absolute Schlagdistanz. Es folgte der Auftritt von Russell: Bis zur 35. Minute verkürzte der Kirchheimer Point Guard mit fünf weiteren Zählern auf 75:77. Russell war nun inzwischen bei sagenhaften 31 Punkten angelangt. Es bahnte sich ein spannenden Finale im Derby an. Das Momentum musste man aber den Teckstädtern zuschreiben. Edwardsson konnte in der 36. Minute per Zweier auf 81:77 schrauben, doch die Perović-Truppe brannte nun richtig. Der Vormarsch war nun praktisch nicht mehr zu stoppen. Bei 3:18 Minuten auf der Uhr glich Harris Jr. mit zwei Zählern zum 84:84-Remis aus. Nun ging es nun und her mit mehreren Führungswechseln auf beiden Seiten. Man hatte aber das Gefühl, dass die Gäste diese Begegnung ziehen würden. Exakt 1:42 Minuten führten die Tigers durch einen Freiwurf von Milner noch mit 91:89. Die finalen Sekunden gehörte aber der Perović-Truppe, der seine Mannschaft mit einem guten Coaching zum Sieg führte. Johnson zeigte exakt 9,7 Sekunden keine Nerven von der Freiwurflinie und glich die Partie zum 93:93 aus. Auszeit Bozic Estriche Knights Kirchheim. Harris Jr. war in den finalen Sekunden der Matchwinner für die Teckstädter und legte einen Sprungwurf 0,8 Sekunden vor dem Ende im Tübinger Korb ab, Auszeit Tigers Tübingen. Doch in dieser kurzen Zeit sollten den Raubkatzen nichts mehr gelingen. Die Teckstädter entführten die zwei Punkte mit einem 95:93-Auswärtssieg aus Tübingen.
Eric Detlev (Trainer Tigers Tübingen): Glückwunsch an Igor Perović und die Kirchheimer Mannschaft zu diesem Sieg. In solchen knappen Spielen ist auch auf beiden Seiten immer ein guter Schuss Glück dabei, auch wenn Kirchheim am Ende dann verdient gewonnen hat. Es tut natürlich tierisch weh, da wir heute sehr nah dran waren. Aus unserer Sicht haben wir ein tolles Spiel abgeliefert, haben aber in der Schlussphase zu viele Fehler gemacht. Gegen Ende der Begegnung ist uns auch ein wenig die Puste ausgegangen, da wir heute eine kleine Rotation hatten. Einige Spieler mussten viele Minuten gehen, weswegen sich gegen Ende automatisch viele Fehler eingeschlichen haben.“
Igor Perović (Trainer Bozic Estriche Knights Kirchheim): Erstmal Glückwunsch an meine Spieler zu diesem Comeback und großartigen Sieg. Es tut mir wirklich leid für Eric Detlev und die Tübinger Mannschaft, die ein gutes Spiel abgeliefert haben. Über weite Strecken der Partie waren sie die bessere Mannschaft und haben mit Energie, Fokus und Intensität gespielt. In den letzten 15 Minuten haben wir konzentrierter und physischer agiert und hatten in Person von Phillip Russell jemanden, der heute überragend gespielt hat. Er hat uns die Energie für das Comeback gegeben und auf diesen Zug sind dann auch weitere Spieler gesprungen. Ich wünsche Tübingen alles Gute für die restlichen Spiele im Kampf um den Ligaverbleib.“
ALPI-Fantalk am 9. April: Der nächste und gleichzeitig letzte ALPI-Fantalk der Saison 2025/2026 findet am Donnerstag, den 9. April 2026, um 19:30 Uhr im Helmut-Roth-Stüble im Stadion des SV 03 Tübingen statt. Der Gast oder die Gäste werden noch zeitnah bekanntgegeben. Aufgrund des Gründonnerstags (2. April) als erstem Donnerstag im Monat wird der ALPI-Fantalks um eine Woche verschoben.
swt-Ostercamp 2026 steht an!: Von Montag, den 30. April, bis Mittwoch, den 1. April 2026, findet in der Uhlandhalle das swt-Ostercamp 2026 statt. Die Veranstaltung ist seit Wochen mit fast 100 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen restlos ausgebucht. Anmeldungen können nicht mehr berücksichtigt werden, da es bereits eine lange Warteliste gibt. Die Spieler Bernard Pelote (Montag), Silas Oriane (Dienstag) und Isaiah Sanders (Mittwoch) werden dem swt-Ostercamp in der kommenden Woche einen Besuch abstatten. Unterdessen gab es in der Halbzeitpause ein Einlagenspiel von Kindern, die vom Verein „BewegtEuch“ um Dr. Lisa Federle unterstützt werden. Die Vereinsvorsitzende informierte parallel in einem Interview mit Hallensprecher Claus Sieghörtner über das Projekt sowie die verschiedenen Tätigkeiten des Vereins.
Happy Birthday, Prof. Dr. Philip Kasten: Unser Teamarzt Prof. Dr. Philip Kasten vom Orthopädisch Chirurgischen Centrum in Tübingen und Mössingen feiert am heutigen Freitag seinen Geburtstag. Dementsprechend konnte der Mediziner nicht beim Spiel weilen. Da auch die weiteren Mannschaftsärzte Dr. Philipp Calgéer (OCC Tübingen), Prof. Dr. Markus Küper und Dr. Anna Luisa Schiltenwolf (beide Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen) nicht verfügbar waren, sprang der langjährige Mannschaftsarzt Dr. Bernard Schewe als Ersatz ein. Herzlichen Dank hierfür!