Bild: Sebastian Hopp

“Das ist ein Highlight der Saison!” Tigers erwarten den Tabellenführer aus Chemnitz

21 Feb 2019

Vor wenigen Wochen noch hätte niemand mit der Wimper gezuckt, wenn man die NINERS Chemnitz als klaren Favoriten gegen die Tigers Tübingen benannt hätte. Nach dem erneut überzeugenden 94:81-Auswärtssieg der Raubkatzen bei den Kirchheim Knights scheinen die Rollen nicht mehr so klar verteilt. Denn seit nunmehr vier Partien sind die Tübinger ungeschlagen und präsentierten sich in bestechender Form. Die NINERS konnten hingegen nur zwei ihrer letzten vier Spiele für sich entscheiden und zeigen nach ihrem tadellosen Saisonstart mit 13 Erfolgen in Serie, dass auch sie schlagbar sind. In die Favoritenrolle schlüpfen die Tübinger Tiger trotz Heimvorteil am Samstagabend (20 Uhr – Paul Horn-Arena) aber deshalb nicht. Die Partie wird wie immer bei airtango.live übertragen. Jonathan Dreier wird wie immer gekonnt durch die Sendung führen.

Die Ausgangslage:

Trotz einiger Wackler in den vergangenen Wochen dürften die NINERS Chemnitz nur so vor Selbstvertrauen strotzen. Die Sachsen sind mit einer starken Bilanz von 18 Siegen bei nur fünf Niederlagen weiterhin souverän an der Tabellenspitze der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Die Playoffs sind für die Mannen von Rodrigo Pastore bereits fest gebucht. Im Kampf um den ersten Tabellenplatz hat Chemnitz derzeit drei Siege Vorsprung auf die Hamburg Towers und auch der direkte Vergleich zwischen dem Spitzenduo der Liga liegt noch bei den Mannen aus dem Freistaat Sachsen. Im Hinspiel bekamen die Tübinger die komplette Stärke der Chemnitzer zu spüren. Mit einer 68:104-Packung ging es zurück ins Schwabenland. Mit dieser Demütigung geben sich die Raubkatzen selbstredend nicht zufrieden. Das Ziel gegen den Ligaprimus ist der fünfte Sieg in Serie. Selbstvertrauen haben die Tigers zuletzt genug dafür gesammelt. Die Mannschaft von Georg Kämpf agierte in den letzten Wochen sehr konzentriert und zeigte sich deutlich verbessert. Vor allem die Umstellung auf der Center-Position war für das Tübinger Spiel belebend. Mit Robertas Grabauskas und Enosch Wolf gemeinsam auf dem Feld waren die Körbe meist unter schwäbischer Kontrolle. In den letzten drei Partien schickte Kämpf seine Hünen gemeinsam als Starter aufs Parkett. Die Folge: Grabauskas mit durchschnittlich zwölf Punkten und zehn Rebounds und Wolf mit 14,6 Zählern und 9,6 gesammelte Abpraller stellen das aktuell wohl beste Big Man-Duo der Liga dar. „Wir profitieren von dieser Aufstellung. Ich denke, dass wir beide gut harmonieren und die Gegner vor Probleme stellen“, erklärt Wolf.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt für die Tigers derweil nur im Team. Vor allem defensiv müssen die Raubkatzen ihre Krallen ausfahren. Denn Chemnitz ist genau das: eine eingeschworene Mannschaft. Mit 21,3 Assists verteilen die Sachsen die zweit-meisten Vorlagen der gesamten Liga. In der Offensive zeigt sich der Tabellenführer zudem sehr ausgeglichen: Malte Ziegenhagen (14,3 ppg), Kavin Gilder-Tilbury (13,5 ppg), Jonas Richter (10,6) sowie Robin Lodders (10,0 ppg) punkten im Schnitt zweistellig, dazu erzielen fünf weitere Akteure zwischen 9,2 und 5,9 Zählern. Eine der wichtigsten Figuren im Spiel der Chemnitzer ist darüber hinaus Point Guard Virgil Matthews, der über jahrelange ProA-Erfahrung verfügt. Der 35-Jährige ist ein vielseitiger Aufbauspieler, dem in der BARMER 2. Basketball Bundesliga schon einige Triple-Doubles gelangen.

Stimme zum Spiel:

„Wir müssen abrufen, was wir haben. Wenn man gegen den Tabellenführer spielt, benötigt man keine zusätzliche Motivation. Das ist ein Highlight der Saison. Wir haben nach den jüngsten Siegen eine realistische Chance, dem Gegner ein Bein zu stellen. Die Stimmung ist gut, jeder zieht im Training gut mit. Ich hoffe und erwarte mir eine volle Halle. Jeder Fan soll noch jemand mitbringen. Wenn die Fans und die Mannschaft alles geben, ist etwas möglich.“ (Georg Kämpf, Trainer Tigers Tübingen)

Gut zu wissen:

  • Trainer Georg Kämpf kennt die beiden Trainer der Gäste, NINERS-Kommandogeber Rodrigo Pastore und Assistent Steven Hutchinson aus früheren Tagen. Kämpf holte Pastore einst im Jahr 1996 zur TG Landshut, nach dem Einstellen des Spielbetriebs vermittelte Kämpf Pastore weiter nach Bayreuth. Auch Hutchinson lotste der 62-Jährige im Jahr 1993 nach Franken, vor allem Letztgenannter hat es dem Tübinger Trainer angetan. “Hutchinson war immer ein Spieler, den ich von seinen Eigenschaften her liebte: “Er war ein Kämpfer und Teamspieler bis ins letzte Haar”, lobt Kämpf den heutigen Assistenz-Trainer der Sachsen.
  • Die Tigers Tübingen erwarten für das Spiel gegen Chemnitz den bisher besten Zuschauerbesuch in der Saison 2018/2019. Sichern Sie sich jetzt die Tickets für das Spiel gegen die NINERS Chemnitz unter https://tigers-tuebingen.de/tickets/, an den bekannten Vorverkaufsstellen oder am Spieltag ab 19 Uhr an der Abendkasse.
  • Am Samstag veranstaltet das Orthopädisch Chirurgische Centrum (OCC) das 6. OCC-Basketball-Symposium in Tübingen. Haben Sie Interesse an Basketball? Im Rahmen des Symposiums informieren die Tigers-Mannschaftsärzte komprimiert über wichtige orthopädische und chirurgische Verletzungen und die Behandlung von „Lipödemen“. Hausärzte, Physiotherapeuten und Orthopäden sind herzlich zum diesjährigen Basketball-Symposium eingeladen! Alle wichtigen Informationen finden Sie hier!
von Johannes Beyer