„Das war mental einfach extrem schwer!“ – Nemanja Nadjfei im Interview
Ende August zog sich Nemanja Nadjfeji im Vorbereitungsspiel gegen die Kirchheim Knights eine schwere Knieverletzung […]
Ende August zog sich Nemanja Nadjfeji im Vorbereitungsspiel gegen die Kirchheim Knights eine schwere Knieverletzung […]
Ich fühle mich sehr gut! Aber ich muss noch arbeiten, damit ich wirklich wieder bei 100% bin.
Sehr schön! Ich habe es unglaublich vermisst, auf dem Feld zu stehen und alles zugeben. Die vielen Fans in der Uhlandhalle haben mir mein Comeback noch schöner gemacht. Es war ein tolles Gefühl, wieder zurück auf dem Feld zu sein.
Ich erwarte natürlich immer das Beste von mir. Aber nach einer Verletzung, die mich 6 Monate außer Gefecht gesetzt hat, war das natürlich ein super Auftakt. Man darf ja auch nicht zu vergessen, dass ich mit meiner vorherigen Verletzung direkt zuvor auch 4 Monate pausieren musste und insgesamt fast zehn Monate kein Wettkampfspiel mehr bestritten habe. Das ich dann direkt mit 21 Punkten im ersten Spiel erziele, war deshalb auch sehr gut für mein Selbstvertrauen.
Es war sehr schwer! Ich kam ja gerade erst von einer Verletzung zurück, war extrem heiß auf die neue Saison. Und dann so eine Verletzung im ersten Testspiel der Vorbereitung. Das war mental einfach extrem schwer. Ich wusste von Beginn an, dass ich stark bleiben muss und meine Ziele nicht aus den Augen verlieren darf. Aber gerade am Anfang war ich sehr negativ eingestellt. Ich durfte nichts machen, lag dann oft nur im Zimmer, habe Playstation gespielt oder irgendwie anders die Zeit totgeschlagen. Sobald ich aber wieder mehr machen durfte, war es aber schnell auch mental wieder deutlich einfacher für mich und meine Motivation war wieder voll da.
Er war sehr wichtig und hat mich immer motiviert! Und falls ich mal von meinem Weg abgewichen bin, hat er mich wieder aufgerüttelt. Sasa hat mich mental sehr unterstütz und mir immer den Spruch gesagt, der mich prägt: „Was dich nicht umbringt, macht dich nur stärker.“ Natürlich hat er mit mir zusammen auch sehr genau auf meine Ernährung geachtet. Denn es ist ja enorm wichtig, dass ich in der langen Pause, in der ich nichts machen durfte, nicht zunehme. Wenn man voll im Training ist, ernährt man sich ja anders, man braucht viel mehr Kalorien. Das wird bei einer Verletzung aber schnell zu Verhängnis. Und das wäre natürlich nochmals ein Rückschlag gewesen, der viel Zeit und Kraft gekostet hätte.
Die Reha war anstrengend. In den ersten Wochen nach der Operation hatte ich nur Lymphdrainage, damit die Schwellung im Knie zurückgeht. Danach dann viel manuelle Therapie, damit meine Streckung und Beugung wieder funktioniert. Und dann musste ich Schritt für Schritt alles nochmal lernen. Angefangen beim Gehen bis zum Joggen oder auch Kniebeugen. Das war ein sehr schwerer und langer Prozess. Doch ich habe mein Ziel nie aus den Augen verloren und habe immer alles gegeben, so schnell wie möglich wieder auf dem Parkett zu stehen. Ich bin glücklich und auch stolz, dass ich das in einem sehr schnellen Zeitraum geschafft habe.
Ja, absolut. Das ist sehr schwer. Vor allem in den Phasen, in denen man sieht, dass die Mannschaft einen brauchen könnte. Oder wenn man weiß, dass man der Mannschaft helfen kann, egal welche Kleinigkeiten es denn auch sind. Dennoch habe ich mit allem was ich konnte immer versucht, von der Bank aus zu helfen. Ich habe viel mit meinen Teamkameraden geredet, während dem Spiel versucht, sie immer zu Unterstützen. Und wenn es auch nur so kleine Dinge waren, wie die das ich Shotclock anzusagen, kurz bevor sie abläuft,
Sehr durchwachsen. Ich meine, dass wir sehr viele Sachen richtig und wir spielen immer wieder auch wunderschönen Basketball. Aber dann verlieren wir öfters die Nerven und verfallen in Schemas zurück, die uns den Sieg kosten. Ich sehe sehr viel Potential in der Mannschaft und bin sehr zuversichtlich, dass wir noch in die Playoffs kommen werden.
Natürlich ist es mein Ziel, schnellstmöglich wieder in der ProA auf dem Parkett zu stehen. Ob es dazu kommt, ist aber natürlich nicht nur von meinem Wunsch abhängig, sondern da muss auch Andy Hipsher entscheiden. Ich bin auch noch nicht bei 100 Prozent, da will ich aber natürlich schnell hinkommen. Der Plan ist, dass ich demnächst beginne, mit den Profis zu trainieren. Ich werde da dann alles geben, um mir meine Position zurückzuholen. Ich hoffe, dass ich noch in dieser Saison wieder auf das Parkett der ProA zurückkehren kann.