Die Pause ist zu Ende – Raubkatzen empfangen die ROSTOCK SEAWOLVES

03 Dez 2020

Corona-Fälle im engeren Umfeld der Tigers, drei Spielabsagen in Serie, vier Wochen kein Spiel und zuletzt die Hiobsbotschaft, dass die Paul Horn-Arena ab Januar 2021 zum Kreisimpfzentrum wird – die Tigers Tübingen sind in diesen Tagen arg gebeutelt. Während parallel die Suche nach einer Ersatzspielstätte läuft, bereiten sich Mannschaft und Management auf das nächste Heimspiel vor. Am kommenden Samstag erwartet das Team von Trainer Danny Jansson mit den ROSTOCK SEAWOLVES einen absoluten Aufstiegsfavoriten. Hochball in der Paul Horn-Arena ist um 20 Uhr. Die Partie wird live auf sportdeutschland.tv übertragen. Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass die Partie stattfindet oder gegebenenfalls frühzeitig abgesagt werden muss, haben sich Tübingen und Rostock verständigt, am heutigen Donnerstag eine weitere Testung durchzuführen. Alle Tübinger Spieler und Trainer wurde am Donnerstagvormittag per Schnelltest negativ auf COVID-19 getestet. Wir möchten uns an dieser Stelle bei unserem langjährigen Teamarzt Mstyslaw “Bobby” Suchowerskyj bedanken, der die Testungen durchgeführt. Von Rostock stehen die Ergebnisse noch aus.

Vier Wochen reines Training, kein Spiel – für Spieler und Trainer keine einfache Situation, die Spannung hochzuhalten. Dennoch zeigen sich die Raubkatzen optimistisch. “Wir haben viel trainiert. Das Trainerteam hat hier einen guten Job gemacht”, sagt Mirjan Broening. Seit dem gestrigen Mittwoch ist auch wieder Elias Valtonen nach seinen Länderspielen mit der finnischen Auswahl im Training. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Josh Sharkey (Oberschenkel) und Kapitän Enosch Wolf (Hand). Wie auch immer die Tigers personell an den Start gehen werden, die Mannschaft will dem großen Favoriten in dieser Begegnung einen harten Fight liefern.

Rostock mit fünf Siegen in Folge

Mit fünf Siegen aus sechs Begegnungen belegt die Mannschaft von Trainer Dirk Bauermann aktuell Rang zwei. Jedoch wird der langjährige Bundestrainer und Meistertrainer von Leverkusen und Bamberg nicht an der Seitenlinie coachen können, seinen Platz wird Co-Trainer Christian Held einnehmen. Eine Sperre zwingt den 62-Jährigen zur unfreiwilligen Pause. Mit zahlreichen Neuzugängen hat sich Bauermann sein eigenes Team zusammengestellt, um die Playoffs zu erreichen – und dann in der Aufstiegsfrage ein gewaltiges Wort mitzureden. Topscorer der Seestätder ist der iranische Nationalspieler Yakhchali Behnam mit 19,3 Punkten, 4,0 Rebounds und 3,2 Assists. Weitere Leistungsträger und Schlüsselspieler sind Rain Veideman (12,7 ppg), Brad Loesing (10,8 ppg), der ehemalige Tübinger Sid-Marlon Theis (10,3 ppg) und Chris Carter (9,7 ppg, 6,5 apg, 5,7 rpg). Für den an der Schulter verletzten Ronalds Zakis konnte die Bauermann-Truppe jüngst mit Jarelle Reischel einen Ersatz verpflichten.

Jansson geht mit Vorfreude, aber auch großem Respekt in die Partie. “Wir freuen uns wieder zu spielen. Rostock ist ein Topteam der Liga, wir sind klarer Außenseiter. Wir müssen uns gewaltig strecken und von Beginn an auf der Hut sein. Unser Gegner ist individuell gut besetzt, fünf Siege in Serien belegen dies. Mit Kampf und Leidenschaft müssen wir versuchen, das Spiel lange offen zu halten. Dann ist vielleicht etwas möglich”, so Jansson abschließend. Das Arenamagazin kann hier (JT4) online gelesen werden.