Die Rebounds als Manko! 75:83-Niederlage in Crailsheim
Die Tigers Tübingen haben das Auswärtsspiel bei den HAKRO Merlins Crailsheim vor 2.450 Zuschauern, darunter […]
Die Tigers Tübingen haben das Auswärtsspiel bei den HAKRO Merlins Crailsheim vor 2.450 Zuschauern, darunter […]
Die Tigers Tübingen haben das Auswärtsspiel bei den HAKRO Merlins Crailsheim vor 2.450 Zuschauern, darunter circa 30 Fans aus Tübingen, in der Arena Hohenlohe mit 75:83 (42:46) verloren. Erneut mussten die Schwaben mit einem dezimierten Kader antreten (siehe Dschungelgeflüster). Trotzdem lieferte die Mannschaft von Trainer Henrik Sonko dem Favoriten einen großen Kampf ab und gestaltete die Begegnung bis ins letzte Viertel absolut auf Augenhöhe. Das größte Manko waren jedoch die Rebounds, welche die Raubkatzen mit 27:53 abgeben mussten. Crailsheim hatte in der Folge 17 Würfe mehr im Spiel als die Gäste. Eine große Hürde, mit welcher man kaum ein Spiel gewinnen kann. Die Gäste lagen nach acht Minuten beim 20:13 am höchsten in Front, der spätere Sieger führte nach 35 Minuten beim 76:65 am höchsten. Beide Kontrahenten zeigten eine hohe Intensität über die gesamten 40 Minuten. Erschwerend aus Tübinger Sicht kam hinzu, dass Kaya Bayram und Melkisedek Moreaux das Ende des Spiels mit dem fünften Foul von der Bank aus verfolgen mussten. Topscorer der Begegnung war Bernard Pelote mit 21 Punkten, gefolgt von Moreaux mit 19 Zählern. Miles Tention kam auf acht Zähler und verteilte zwölf fAssists. Beim Team von Trainer David McCray war Vincent Shahid mit 18 Punkten bester Schütze. Für die Schwaben war es die sechste Niederlage in den vergangenen sieben Duellen. In der Tabelle stehen die Tigers Tübingen mit sieben Siegen und neun Niederlagen aktuell auf dem elften Tabellenplatz. Die HAKRO Merlins Crailsheim sind mit 11:5-Erfolgen Tabellendritter.
Kommissar: Peter Schuberth; Schiedsrichter: Tobias Kazda, Ehsan Saeidi, Ahmet Sirtmac
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Zum ersten Heimspiel im neuen Jahr 2026 empfangen die Tigers Tübingen den Tabellenführer Phoenix Hagen. Hochball ist am Samstag, den 10. Januar 2026, um 19:30 Uhr in der Paul Horn-Arena. Tickets gibt es im Onlineshop sowie am Spieltag ab 18:15 Uhr an der Abendkasse. Die Feuervögel führen die Tabelle mit 13 Siegen aus 16 Partien an. Am Samstagabend setzte es für die Schützlinge von Trainer Chris Harris beim 89:90 gegen die Eisbären Bremerhaven jedoch die erste Niederlage im neunten Spiel vor den eigenen Fans in der Saison 2025/2026.
Die Raubkatzen starteten in der Defense mit einer Zone. Nach zwei Minuten stand es 5:5-Unentschieden, alle Tübinger Zähler steuerte Pelote bei. Die Stimmung war von Beginn an prächtig in der Arena Hohenlohe in Ilshofen. Bei den Rebounds war der Gastgeber gleich hellwach und sicherte sich immer wieder zweite Bälle. Die Sonko-Truppe war dennoch gleich im Spiel. Felix Edwardsson setzte nach drei Minuten einen Dreier zur 10:6-Führung ins Ziel. Moreaux erhöhte in der Folgeminute mit zwei Freiwürfen sogar auf 12:6. Der Motor der Zauberer kam zu Beginn des Spiels noch nicht so richtig ins Laufen. Moreaux zeigte sich auch bei seinen nächsten Würfen von der Linie sicher und erzielte in der fünften Minute das 14:9. Bei noch 4:18 Minuten auf der Uhr nahm McCray beim Stand von 12:16 die erste Auszeit im Spiel. Tyreese Blunt war zuvor mit zwei Dreiern für sein Team erfolgreich. Die Tübinger Defense schmeckte den Crailsheimern weiter nicht besonders. Direkt nach Wiederaufnahme der Begegnung legte Tention zwei Freiwürfe zum 18:12 im gegnerischen Korb ab. Moreaux zeigte sich in Spiellaune und erzielte das 20:13 nach acht Minuten. Der 28-Jährige war schon bei acht Zählern angelangt. Im weiteren Verlauf kam der Gastgeber etwas besser ins Spiel. Shahid verkürzte in Minute neun per Dreier auf 18:20. Die Partie war durch den intensiven Einsatz beider Kontrahenten gleichzeitig von einigen Fouls geprägt. Die letzte Aktion des ersten Viertels gehörte auch Moreaux, der per Korbleger das 25:22 erzielte. Mit zehn Punkten war die Tübinger Nummer 23 Topscorer der Begegnung. Crailsheim lag bei den Rebounds jedoch mit 13:7 vorne.
Keyshaun Langley markierte nach 19 Sekunden per Dreier den 25:25-Ausgleich, welchen Patrick Emilien nach genau 60 Sekunden zum 28:25 kontern konnte. Die Zone hielt die Tigers weiter recht gut im Spiel. Anthony Gaines sorgte bei 7:24 Minuten auf der Uhr dann aber doch per Korbleger für den ersten Vorsprung (29:28) der Hausherren, Sonko nahm daraufhin eine Auszeit. Der eigene Auftritt war weiterhin sehr ordentlich, Kampf und Einsatzwillen waren absolut vorhanden. Bei 6:13 Minuten auf der Uhr hatten die Schwaben jedoch die Teamfoulgrenze erreicht, Marvin Ogunsipe glich die Partie mit einem Freiwurf zum 30:30 aus. Gegen den Deutsch-Österreicher hatten die Sonko-Schützlinge so ihre Probleme unter dem Korb. In der 15. Minute gelang dem Big Man der McCray-Truppe mit einem Freiwurf das 33:32. Ogunsipe war nun ebenfalls bei zehn Zählern angelangt. Die Führung wechselte nun mehrfach hin und her. Pelote gelang in Minute 16 per Dreier das 38:36. Gleichzeitig tobte Sonko immer wieder an der Seitenlinie, der Schwede war mit einigen Entscheidungen der Referees sichtlich nicht einverstanden. Der 47-Jährige nahm bei 2:57 Minuten (40:39) die nächste Auszeit, denn die zweiten Bälle waren weiterhin zumeist beim Gegner. Shahid gelang 64 Sekunden vor der Pause mit dem nächsten Treffer aus der Distanz das 43:40. Das Spiel war weiter hart umkämpft. Der Favorit musste alles abrufen, um die Tigers Tübingen auf Distanz zu halten. 38 Sekunden später legte der US-Amerikaner den nächsten Dreier zum 46:40 im Tübinger Korb ab, wahrlich zauberhaft. Final ging der Gastgeber mit einem 46:42-Vorsprung in die große Pause. Topscorer der Partie waren Moreaux und Pelote mit jeweils zwölf Punkten, für Crailsheim trafen Ogunsipe und Shahid mit zehn Zählern am häufigsten. Problematisch waren aus Tübinger Sicht jedoch weiter die Rebounds (14:23).
Die Raubkatzen setzten in der Defense weiter auf die Zone. Ogunsipe erzielte in Minute 22 das 50:45. Die Begegnung setzte ihren Charakter mit höchstem Einsatz beider Kontrahenten auch im zweiten Durchgang fort. Mit der bisher schönsten Aktion im Spiel holte Pelote unter dem Korb die Führung zum 51:50 zurück zu den Unistädtern, McCray bat bei 7:34 Minuten auf der Uhr seine Spieler zum Gespräch auf die Bank. Der US-Amerikaner war mit nun 16 Zählern bester Punktesammler des Spiels. Kaya Bayram gelang 30 Sekunden nach Wiederaufnahme der Begegnung per Dreier das 54:50, gleichzeitig der Abschluss eines 9:0-Laufs der Raubkatzen. Brock Gardner verkürzte per Dreier nach 25 Minuten auf 55:56, das Spiel gestaltete sich weiter wahnsinnig spannend. Kein Kontrahent konnte sich richtig absetzen. Bei einem besseren Zugreifen bei den Rebounds wäre durchaus noch mehr für die Tigers möglich gewesen. Shahid legte in Minute 26 drei Freiwürfe zum 58:56 für die McCray-Truppe im Tübinger Korb ab, zuvor foulte Tention seinen Landsmann beim Versuch aus der Distanz. Emilien kassierte Sekunden später gleichzeitig sein viertes Foul und musste auf die Bank. Nach zwei weiteren Punkten von Gardner (60:56) unter dem Korb nahm Sonko bei 4:01 Minuten auf der Uhr die nächste Unterbrechung in Anspruch. Bis in Minute 27 legten nun die Hausherren einen 10:0-Lauf zum 62:56 auf das Parkett. Das größte Problem der Raubkatzen waren weiter die Rebounds, offensiv wie defensiv. Antonio Madlock Jr. markierte in der Schlussminute per Zweier das 68:61, Tention konterte aus der Distanz zum 64:68. Mit diesem Spielstand ging es in die finalen zehn Minuten. Bei den Rebounds lagen die McCray-Schützlinge deutlich mit 37:19 in Front – dennoch war die Sonko-Truppe weiter im Spiel.
Beide Kontrahenten schenkten sich auch zu Beginn des letztes Viertels nichts. Gaines verwandelte in der 32. Minute zwei Freiwürfe zum 70:65. Bei 7:29 Minuten auf der Uhr foulte Silas Oriane Blunt beim Dreier, gleichzeitig das frühe fünfte Teamfoul im letzten Abschnitt. Blunt verwandelte zwei von drei Freiwürfen zum 72:65, Sonko nahm eine weitere Auszeit. Mit der kurzen Roation war es nun eine Frage der Kräfte bei den Raubkatzen. So holte sich Tention in der 34. Minute einen Krampf in der Wade und musste auf der Bank behandelt werden. Starke fünf Minuten vor der Schlusssirene betrug der Tübinger Rückstand beim 65:73 acht Zähler. Shahid traf in der Folge den nächsten Dreier zum 76:65, Sonko musste die nächste Auszeit bei noch 5:10 Minuten auf der Uhr nehmen. Crailsheim bog nach einem harten Kampf so langsam auf die Siegerstraße ein. Die Stimmung war hitzig, nun war das Crailsheimer Publikum mit einigen Entscheidungen der Schiedsrichter nicht zufrieden und äußerte dies auch lautstark. Dies gipfelte nach einem unsportlichen Foul gegen Gardner an Bayram. Der Tübinger Point Guard traf 3:16 Minuten vor dem Ende aber nur einen Freiwurf zum 71:78-Zwischenstand. Milner verkürzte wenige Sekunden später auf 73:78. McCray kassierte bei 2:59 Minuten auf der Uhr noch ein technisches Foul, doch der Freiwurf von Pelote ging daneben. Den Zuschauern beider Fanlager war einiges geboten. Für Bayram war Sekunden später die Partie mit dem fünften vorzeitig beendet, Shahid erhöhte zuvor auf 80:73. Genau 85 Sekunden vor dem Ende kassierte auch Moreaux das fünfte Foul. Gardner verwandelte beide Freiwürfe zum 82:73 und sorgte damit für die Entscheidung. Die Uhr lief ab, die HAKRO Merlins Crailsheim sicherten sich einen 83:75-Heimsieg gegen die Tigers Tübingen.
Henrik Sonko (Trainer Tigers Tübingen): „Glückwunsch an David McCray und seine Mannschaft zu diesem Sieg. Ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben und dem Gegner einen harten Kampf geliefert. Wenn man aber so deutlich die Rebounds verliert, dann wird es schwer, ein Spiel zu gewinnen. Je länger die Partie ging, desto mehr sind bei meinen Spielern den Kräfte geschwunden. Am Ende hat die tiefere Bank von Crailsheim den Ausschlag über Sieg und Niederlage ausgemacht.“
David McCray (Trainer HAKRO Merlins Crailsheim): „Das war ein wichtiger Sieg für uns, ein Arbeitssieg. Wir haben heute nicht geglänzt, wir haben nur 35 Prozent unserer Würfe aus dem Feld getroffen und dazu einige Korbleger vergeben. Wir sind jedoch hart zum offensiven Rebound gegangen, wo wir uns 25 Bälle geholt haben. Im letzten Viertel war die Intensität in der Defense sehr hoch, weshalb wir uns am Ende auch verdient den Sieg geholt haben.“
Update zum Personal: Die personelle Situation bei den Tigers Tübingen gestaltet sich immer noch problematisch. Tigers-Kapitän Till Jönke (Rücken), JaCobi Wood (Fuß) und Joshua Schwaibold (Sprunggelenk) stehen weiter nicht zur Verfügung . Connor Nelson war unter der Woche krank, an einen Einsatz gegen die HAKRO Merlins Crailsheim war nicht zu denken. Positiv ist jedoch die Entwicklung bei Isaiah Sanders (Knie). Der 24-Jährige soll im Laufe der kommenden Woche ins Mannschaftstraining wieder einsteigen. Eine Rückkehr in den Spielbetrieb könnte damit zeitnah erfolgen.
Debüt von Larry Thomas vertagt: Seit dieser Woche befindet sich der zweite Tübinger Neuzugang in Person von Larry Thomas im Mannschaftstraining der Tigers Tübingen. Gegen die HAKRO Merlins Crailsheim stand der US-Amerikaner zwar im Kader, doch Thomas kam kurzfristig nicht zum Einsatz. „Er hatte beim Warmmachen Schmerzen im linken Fuß. Wir wollten kein Risiko eingehen“, berichtete Trainer Henrik Sonko. Thomas wird weiter von den Physiotherapeuten Johannes Katzmaier, Benedikt Cords und Kai Kemmler behandelt, damit das Debüt im Trikot der Raubkatzen schnellstmöglich erfolgen kann.
Gegen den Ex-Klub: Gianni Otto spielte von 2020 bis 2024 für die Tigers Tübingen. Nach dem Abstieg aus der easyCredit BBL im Jahr 2024 wechselte der heute 30-Jährige zum SYNTAINICS MBC nach Weißenfels. Wenige Tage vor dem sensationellen Gewinn des BBL Pokals löste Otto den Vertrag mit dem Klub aus Sachsen-Anhalt auf und wechselte zu den HAKRO Merlins Crailsheim in die BARMER 2. Basketball Bundesliga, wo der Point Guard seit Februar 2025 unter Vertrag steht. „Mir geht es gut. Die ProA macht viel Spaß“, berichtete die ehemalige Tübinger Raubkatze vor der Partie gegen seinen Ex-Klub. Sein Vertrag läuft nach der laufenden Runde 2025/2026 aus. „Mal sehen, wie es im Anschluss weitergeht“, sagte Otto, der grundsätzlich weiter in der ersten oder zweiten Liga spielen möchte. In 7:23 Minuten blieb Otto ohne Punkt, verteilte aber zwei Assists und holte sich einen Steal.