Allgemein, 05.11.2025

Doppelspieltag! Am Freitag daheim gegen Gießen, am Sonntag zum Derby nach Kirchheim

Am ersten von insgesamt drei Doppelspieltagen in der Saison 2025/2026 der BARMER 2. Basketball Bundesliga […]

Am ersten von insgesamt drei Doppelspieltagen in der Saison 2025/2026 der BARMER 2. Basketball Bundesliga empfangen die Tigers Tübingen am Freitag, den 7. November 2025, die GIESSEN 46ers. Hochball ist um 19:30 Uhr in der Paul Horn-Arena. Zwei Tage später treten die Schützlinge von Trainer Henrik Sonko im Derby bei den Bozic Estriche Knights Kirchheim an. Spielbeginn ist am Sonntag, den 9. November, um 17 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim. Für alle Kontrahenten im deutschen Basketball-Unterhaus sind diese zwei Partien richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf.

Die GIESSEN 46ers

Tickets gibt es im Onlineshop sowie am Spieltag ab 18:15 Uhr an der Abendkasse. Bis Mittwochvormittag wurden 1.600 Tickets für die Begegnung gegen die Hessen abgesetzt. Personell müssen die Raubkatzen auf Isaiah Sanders (Knie) und weiter auf Joshua Schwaibold (Sprunggelenk) verzichten. Sanders wird den Raubkatzen mit einer Verletzung am rechten Knie aus dem Spiel am Sonntag in Koblenz einige Wochen nicht zur Verfügung stehen. Das ist das Ergebnis einer Magnet-Resonanz-Untersuchung (MRT) am Universitätsklinikum Tübingen und der anschließenden Beurteilung der Bilder sowie der Stabilitätsprüfung im rechten Knie bei Teamarzt Dr. Philipp Calgéer und Dr. Bernard Schewe vom Orthopädisch Chirurgischen Centrum in Tübingen und Mössingen. Die Verletzung soll konservativ behandelt werden. Connor Nelson könnte indes sein Comeback und gleichzeitig sein Debüt für die Tigers Tübingen geben. Mit dem Ticket kann der öffentliche Nahverkehr vor und nach dem Spiel genutzt werden. Die Zeiten sind hier einsehbar. Die Partie wird wie immer live und exklusiv auf sporteurope.tv kostenpflichtig übertragen. Die Kommentatoren Rouven Hänig und Marius Dieterle gehen um 19:15 Uhr auf Sendung. Für Studierende und Azubis gibt es ein besonderes Special: Ein Stehplatz ist über den Onlineshop für sechs Euro erhältlich, inklusive freiem Eintritt in der Tübinger Lokalität „Schwarzes Schaf“ sowie einem Welcome-Shot vor Ort.

Mit den GIESSEN 46ers treffen die Raubkatzen im Heimspiel auf einen Gegner, der sich den Aufstieg in die easyCredit Basketball Bundesliga zum Ziel gesetzt hat. Der bisherige Saisonverlauf ist mit jeweils drei Siegen und Niederlagen aber noch schwankend, was aktuell Rang acht in der Tabelle bedeutet. Die Schwaben belegen mit einer Bilanz von 4:2-Erfolgen den sechsten Tabellenplatz. Qualität ist im Kader von Trainer Branislav Ignjatovic zweifelsohne ausreichend vorhanden, sodass die Hessen als absoluter Gradmesser zum Auswärtsspiel nach Tübingen kommen. Vor allem auf den deutschen Positionen ist der Traditionsverein stark besetzt. „Gießen ist ein Team, das man niemals unterschätzen darf. Sie haben einen erfahrenen Kader, bewegen den Ball gut und haben mit Kyle Castlin den besten Scorer der Liga im Team. Für uns geht es darum, an dem festzuhalten, was funktioniert. Wir verteidigen gut, sind als Team eng verbunden und haben auch eine kleine Serie hingelegt“, sagt Co-Trainer Troy Culley über den kommenden Gegner der Schwaben. Die einzelnen Statistiken beider Kontrahenten liegen jeweils nicht weit auseinander. So wie beispielsweise bei den erzielten Punkten: Die Hessen kommen bisher auf 83,5 Zähler pro Partie, die Raubkatzen bringen 83,3 Punkte auf das Scoreboard. Bei den Steals (8,3 zu 4,8) ist der größte Unterschied im Zahlenwerk zugunsten der Schwaben zu notieren.

Viel Erfahrung im Team

Angeführt wird das Team von Kapitän Robin Benzing, der auf 13,7 Zähler und 2,8 Rebounds pro Partie kommt. Der 36-Jährige spielt im dritten Jahr an der Lahn und will mit dem geplanten Karriereende nach der laufenden Runde den Aufstieg in die erste Liga schaffen. Benzing verfügt national (Ulm, München) und international (Spanien, Türkei, Italien, Uruguay) über immense Erfahrung. Jonathan Maier, Till Gloger, Daniel Norl, Luis König Figge und der ehemalige Tübinger Roland Nyama runden die sehr erfahrene deutsche Rotation der Gäste ab.

Schlüsselspieler bei den Hessen ist jedoch Castlin. Der US-Amerikaner kommt mit 22,8 erzielten Punkten als aktueller Topscorer Liga nach Tübingen. Dazu sichert sich der 1,93 Meter große Guard noch starke sechs Rebounds. Aus der Distanz trifft der 29-Jährige zudem 52,9 Prozent seiner Würfe. Neben Benzing und Castlin punktet mit dem Kanadier Aiden Warnholtz mit 10,2 Zählern noch ein dritter Akteur zweistellig. Die Erfahrung ist der große Trumpf des Teams, viele Akteure können jederzeit dem Spiel den eigenen Stempel aufdrücken.

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Die Bozic Estriche Knights Kirchheim

Nach Gießen ist vor Kirchheim, wo die Sonko-Truppe am Sonntag (17 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) zum Derby antritt. Der Fanklub Neckar Tigers e. V. und die Fangruppierung Massimo 03 unterstützen die Mannschaft mit einem Fanbus. Das Team des ehemaligen Tübingers Igor Perović ist schlecht in die neue Runde 2025/2026 der BARMER 2. Basketball Bundesliga gestartet. Einem Sieg stehen fünf Niederlagen gegenüber. Jüngst mussten sich die Teckstädter beim bisherigen Tabellenschlusslicht, den RheinStars Köln, mit 74:87 geschlagen geben.

Perovic hatte im Sommer die Aufgabe, den Großteil des Kaders neu zusammenzustellen. Alle vier Importspieler wurden ersetzt. Topscorer der Ritter ist der US-Amerikaner Philipp Russell mit 17,7 Punkten, dazu kommt der Point Guard noch auf 3,2 Rebounds und 3,0 Assists. Bei der 78:97-Niederlage in Göttingen vor zwei Wochen verletzte sich Landsmann Tyrel Morgen (Mittelhandbruch) und fällt einige Wochen aus. Als Ersatz wurde kurzerhand Charles Harris Jr. (13,5 ppg, 3,0 apg) verpflichtet, der bis zuletzt im Kader HAKRO Merlins Crailsheim stand. Ebenfalls zweistellig scoren noch Lucas Mayer (12,7 ppg, 6,7 rpg) und Tylan Pope (12,5 ppg, 4,3 rpg).

Noch reichlich Luft nach oben

„Derbys haben ihren ganz besonderen Reiz. Form und Statistiken spielen eine untergeordnete Rolle, denn es geht um Emotionen, Kampfgeist und darum, wer in hitziger Atmosphäre die Nerven behält. Kirchheim hatte vielleicht nicht den gewünschten Start, spielt aber mit viel Stolz, besonders vor eigenem Publikum. Mit Russell haben sie einen Spieler, der ein Feuerwerk entfachen und die Mannschaft mitreißen kann. Wir müssen uns nach dem Spiel gegen Gießen körperlich und mental schnell erholen. Aber wir sind als Team momentan gut aufgestellt. Die Mannschaft vertraut einander, und wir wollen zeigen, dass unsere Identität wächst. Wir müssen hart verteidigen, als Team zusammenspielen und den Kampfgeist zeigen, den unsere Fans in einem Derby erwarten“, sagt Culley vor dem Duell bei den Bozic Estriche Knights Kirchheim.

Mit einer Quote von derzeit 66 Prozent stellen die Kirchheimer Korbjäger derzeit das schwächste Team aller 18 Zweitligisten an der Freiwurflinie. Auch bei den Dreiern (27,7 Prozent) ist noch reichlich Luft nach oben: Nur die Paderborn Baskets (23,3 Prozent) haben in dieser Kategorie noch eine schlechtere Zahl vorzuweisen.

Tobias Fischer
Von Tobias Fischer
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