Spielbericht, 31.01.2026

Ein 0:17-Lauf raubt Chancen auf einen Sieg in Hagen. Spitzenreiter gewinnt mit 94:80 gegen Tübingen

Die Sensation ist ausgeblieben. Die Tigers Tübingen haben die Partie des 20. Spieltags der Saison […]

Die Sensation ist ausgeblieben. Die Tigers Tübingen haben die Partie des 20. Spieltags der Saison 2025/2026 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga bei Tabellenführer Phoenix Hagen vor 3.017 Zuschauer in der Ischelandhalle zu Hagen mit 80:94 (48:54) verloren. Es war die zehnte Niederlage aus den vergangenen elf Spielen. Die Mannschaft von Trainer Henrik Sonko zeigte über weitere Strecken der Begegnung eine ordentliche Leistung und konnte das Spiel lange Zeit ausgeglichen gestalten. In der 23. Minute lagen die Schwaben beim 57:54-Zwischenstand am höchsten in Front. Vorentscheidend war unter anderem ein 17:0-Lauf der Feuervögel zum 73:59 nach 30 Minuten. Erneut waren die Rebounds wieder ein großes Problem bei den Schwaben, Phoenix Hagen sicherte sich das Duell um die Korbabpraller mit 48:31 und hatte somit vermehrt zweite Wurfchancen. Spieler des Tages war Devin Schmidt mit 29 Zählern für den Tabellenführer. Für den US-Amerikaner in Diensten von Trainer Chris Harris war es die bisher beste Ausbeute im deutschen Basketball-Unterhaus. Auf Seiten der Gäste konnten mit Bernard Pelote (16 Zähler), Miles Tention (15) und Melkisedek Moreaux drei Akteure zweistellig punkten. Aus der Distanz gelangen gute 14 Treffer bei 34 Versuchen (41 Prozent), die schwache Arbeit bei den Rebounds konnte diese gute Quote aber nicht kompensieren. 26:16 Assists für den Sieger und 18 Tübinger Ballverluste waren ebenfalls ein Faktor der über Sieg und Niederlage entschieden hat. In Minute 39 hatte die Harris-Truppe beim stand von 92:75 den höchsten Vorsprung inne. Phoenix Hagen bleibt mit 17 Siegen aus 20 Begegnungen Tabellenführer, die Tigers Tübingen rutschen mit sieben Erfolgen und 13 Niederlagen vorerst auf den 14. Platz im Ranking ab.

Kommissarin: Sabrina Roßbach; Schiedsrichter: Sven Rosenbaum, Nils Kremer, Joshua Holtermann

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Am kommenden Wochenende steht der zweite von insgesamt drei Doppelspieltagen in der Saison 2025/2026 der BARMER 2. Basketball Bundesliga auf dem Programm. Am Freitag, den 6. Februar, kommt es zum schwäbisch-badischen Derby gegen die PS Karlsruhe LIONS. Im Hinspiel musste sich die Sonko-Truppe vor fast genau zwei Monaten (5. Dezember 2025) mit 82:92 geschlagen geben. Die Mannschaft von Trainer Demond Greene unterlag am Samstag bei den HAKRO Merlins Crailsheim mit 77:87. In der Tabelle werden die Badener mit acht Siegen und zwölf Niederlagen auf dem zwölften Tabellenplatz geführt. Tickets gibt es im Onlineshop sowie am Spieltag ab 18:15 Uhr an der Abendkasse. Am Sonntag, den 8. Februar, treten die Raubkatzen um 15 Uhr bei den GIESSEN 46ers an. Im Hinspiel am 7. November 2025 gelang den Tigers Tübingen ein 84:82-Erfolg. Bereits am Freitag mussten sich die Hessen den Uni Baskets Münster mit 74:77 geschlagen geben. Die GIESSEN 46ers stehen mit 10:10-Erfolgen auf dem zehnten Tabellenplatz.

Erstes Viertel (30:27):

Die Feuervögel starteten gut in die Partie. Nach 63 Sekunden stand ein 5:0-Zwischenstand auf der Anzeigetafel. Die Raubkatzen nahmen jedoch das Spiel in der Folge auf. Kaya Bayram verkürzte mit seinem ersten Dreier nach fünf Minuten auf 8:9. In Minute sechs legte der 21-Jährige seinen zweiten Treffer aus der Distanz zum 11:11-Ausgleich nach. Isaiah Sanders kam bei 4:45 Minuten auf der Uhr ins Spiel, musste nach 31 Sekunden (15:11 für Hagen) mit Problemen an seinem rechten Knie aber wieder runter und kam nicht mehr zurück. Zudem bitter: Nach fünf Minuten hatten die Schwaben schon fünf Ballverluste zu verzeichnen. Die Harris-Truppe legte zumeist vor, die Raubkatzen zogen nach. Tention beendete mit einem Dreipunktspiel zum 17:17 nach sieben Minuten einen 6:0-Lauf des Gastgebers. Es war die erste Tübinger Führung im Spiel. Die Zuschauer sahen eine muntere Partie mit vielen Körben, die Sonko-Truppe konnte gut mithalten. Beide Kontrahenten konnte in der Offense ihre Aktionen zumeist erfolgreich abschließen. Moreaux verkürzte mit einem Zweier nach neun Minuten auf 24:25, Bayram glich die Begegnung in der Schlussminute mit seinem dritten Dreier zum 27:27 aus. Den letzten Treffer setzten jedoch die Westdeutschen. Bjarne Kraushaar netzte aus der Distanz per Buzzer Beater zum 30:27-Viertelstand ein. Bitter: Die Schwaben leisteten sich schon sieben Ballverluste. Bayram war mit neun Zählern Topscorer der Partie, Schmidt war als bester Schütze der Feuervögel mit acht Punkten erfolgreich.

Zweites Viertel (24:21):

Jeffrey Carroll mit einem Zweier und Schmidt mit einem Dreier – nach 62 Sekunden führte Phoenix Hagen mit 35:27. Sonko nahm die erste Auszeit in Anspruch. Diesen Vorsprung von ein paar Zählern hielt der Gastgeber in der Folge aufrecht. Die Schwaben leisteten sich nun einige Fehler, die Feuervögel spielten noch mit angezogener Handbremse. Im weiteren Verlauf des zweiten Viertels setzte Felix Edwardsson eine Duftmarke: Der 26-Jährige traf bis zur 17. Minute drei Dreier in Folge und verkürzte für seine Farben auf 41:44. Es war gleichzeitig das Ende eines 7:0-Laufs der Harris-Schützlinge. Näher kamen die Tigers bis zur Halbzeitpause aber nicht mehr heran, aber man musste auch nicht abreißen lassen. Marcus Graves gelangen für den Tabellenführer bis in Minute 19 fünf Zähler in Folge zum 51:46-Zwischenstand. In der Schlussminute schloss Bernard Pelote per Dunking zum 48:51 ab, Phoenix-Neuzugang Ryan Schwieger erzielte im Anschluss seine Punkte drei, vier und fünf aus der Distanz zum 54:48-Halbzeitstand für die Westdeutschen. Mit der Leistung der Sonko-Schützlinge konnte man bis dato zufrieden sein. Das Manko waren jedoch die Rebounds, die mit 26:17 an den Favoriten gingen. Positiv waren zehn Tübinger Treffer aus der Distanz bei 20 Versuchen (50 Prozent). Topscorer des Spiels war nun Schmidt mit elf Zählern für Hagen, Pelote kam als bester Schütze für Tübingen auf zehn Punkte.

Drittes Viertel (19:18):

Die Schwaben kamen besser aus der Kabine und erzielten innerhalb von 123 Sekunden einen 9:0-Lauf zur 57:54-Führung. Die Gäste nutzten die kurzfristige Schläfrigkeit des Gegners aus. Harris musste eine schnelle Spielunterbrechung anmelden, um den Lauf der Gäste zu stoppen. Die Reaktion kam prompt: Carroll netzte 22 Sekunden später mit einem Zweier zum 56:57-Zwischenstand ein. Es war der Beginn der wichtigsten Phase der Feuervögel. Phoenix Hagen legte ab der 24. Minute beim Stand von 56:59 einen 17:0-Lauf zum 73:59 auf das Parkett. Vor allem Schmidt (zwölf Punkte) drückte dem Spielverlauf den eigenen Stempel auf. Ganze 5:15 Minuten blieben die Raubkatzen ohne einen Zähler. Erst Lukas Milner stoppte den Run der Westdeutschen mit zwei Zählern zum 61:73 starke 49 Sekunden vor dem Ende des dritten Abschnitts. Insgesamt beendeten die Schwaben das dritte Viertel mit einem 6:0-Run zum 65:73 nach 30 Minuten. In der Schwächephase hatten die Sonko-Schützlinge vor allem bei den Rebounds massive Probleme, dazu verlegte man einige einfach Korbleger unter dem gegnerischen Korb. Die Korbabpraller gingen mit 36:23 an die Feuervögel. Schmidt war weiterhin bester Schütze mit 23 Zählern für die Hausherren, Pelote kam als bester Punktesammler auf 16 Zähler die Gäste. Mit zwölf von 26 Treffern (46 Prozent) aus der Distanz war die Quote noch gut. Die Tigers waren aber noch im Spiel.

Viertes Viertel (21:14):

Der Start in den Schlussabschnitt gehörte den Raubkatzen. Tention markierte zwei Dreier zum 72:73-Anschluss. Harris nahm bei 8:03 Minuten auf der Uhr die nächste Auszeit. Diese sollte erneut fruchten. Die Feuervögel nahmen das Spiel wieder auf und konnten sich wieder leicht absetzen. Bis zur 35. Minute folgte ein 8:0-Lauf zum 81:72-Zwischenstand, welchen Routinier Fabian Bleck mit zwei Zählern abschloss. Diesen Vorsprung ließen sich die Harris-Schützlinge nicht mehr nehmen und spielten die Partie souverän runter. Schmidt trumpfte für die Westdeutschen weiter groß auf. In der 36. Minute erzielte der Deutsch-Amerikaner das 83:73, Schmidt war bei 29 Punkten angelangt. Spätestens zwei Minuten vor dem Ende war die Begegnung beim Stand von 90:75 für den Spitzenreiter entschieden. Unter den Körben dominierte Marinus N`Guessan für die Westdeutschen gegenüber Milner auf Tübinger Seite. Die Rebounds waren weiter ein großes Manko bei der Sonko-Truppe. Beide Trainer wechselten nun mehrfach durch und nahmen die Leistungsträger vom Parkett. Für Milner (vier Zähler, fünf Rebounds) war es ein gebrauchter Tag. In der 39. Minute verlegte der Tübinger Center zwei Freiwürfe, 90 Sekunden (Spielstand: 90:75) vor der finalen Sirene war für den US-Amerikaner das Spiel mit dem Foul vorzeitig beendet. Sekunden später sorgte N`Guessan mit zwei weiteren Zählern für die höchste Führung im Spiel. Nach 40 Minuten setzte sich der Favorit in einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung dann doch noch souverän mit 94:80 durch.

Die Stimmen zum Spiel:

Henrik Sonko (Trainer Tigers Tübingen): „Gratulation an Hagen. Phoenix hat in der zweiten Hälfte defensiv angezogen und so dafür gesorgt, dass wir deutlich weniger offene Würfe bekommen haben. Mir hat über weite Strecken die Physis gefallen, mit der wir aufgetreten sind. Am Ende haben wir uns allerdings zu viele Fehler geleistet, um nochmals einen Lauf initiieren zu können. Ich bin stolz auf die Jungs, die trotz kleiner Rotation und dem zusätzlichen Ausfall von Isaiah Sanders alles gegeben hat.“

Chris Harris (Trainer Phoenix Hagen): „Das war heute alles andere als ein leichtes Spiel für uns. Das Endergebnis spiegelt nicht den Verlauf der Begegnung – Tübingen hat uns wirklich einiges abverlangt. Wir haben erst nach der Pause richtig Zugriff auf die Partie bekommen, als wir mit wechselnden Verteidigungsarten bewusst den Rhythmus gebrochen haben. Ich bin froh, dass wir einerseits in unserem Prozess einen weiteren Schritt machen und gleichzeitig Ryan (Schwieger, Anmerkung der Redaktion) erstmals in die Rotation einbauen konnten.“

Dschungelgeflüster – der etwas andere Blick rund um das Spiel:

Update zum Personal: Die Tigers Tübingen haben die Begegnung bei Phoenix Hagen mit zehn Akteuren absolviert. Larry Thomas fiel verletzungsbedingt (Fuß) aus. JaCobi Wood konnte nach seiner Operation am Fuß (Stressfraktur) zuletzt seinen Vacuped-Schuh abnehmen und arbeitet seither an seinem Comeback. Der Point Guard wird den Schwaben aber noch gut vier Wochen nicht zur Verfügung stehen. Tigers-Kapitän Till Jönke (Rücken) befindet sich auf dem Weg der Besserung und steht eventuell zeitnah wieder zur Verfügung. Joshua Schwaibold (Fuß) fällt weiter aus, Aaron Ogunjobi war mit der Regionalliga-Mannschaft des SV 03 Tigers Tübingen am Samstag bei der BG Viernheim/Weinheim (71:87-Niederlage) im Einsatz.

ALPI-Stammtisch am Donnerstag: Der sechste Termin steigt am Donnerstag, den 5. Februar 2026, um 19:30 Uhr. Die Veranstaltung findet im Helmut-Roth-Stüble im SV 03-Stadion statt – direkt gegenüber der Paul Horn-Arena. Für die kommende Veranstaltung geht es rund um den Nachwuchs bei den Young Tigers Tübingen. Dazu werden gleich drei verantwortliche Personen zur aktuellen Situation im eigenen Nachwuchs für Fragen zu Verfügung. Hans Georg Kienzle, Jugendkoordinator, Manu Pasios, hauptamtlicher Jugendtrainer, sowie Claus Sieghörtner (Vorsitzender des SV 03 Tübingen und Basketball-Abteilungsleiter des SV 03 Tübingen. Das Thema „Nachwuchs“ kam bei den letzten Veranstaltungen immer wieder zur Sprache, deswegen soll bei der kommenden Auflage des ALPI-Stammtisch dieses Thema im Vordergrund stehen.

News aus dem Merchandising: Im Februar 2026 gibt es den Hoody „Welcome to the Jungle“ in unserem Onlineshop für 30 Euro anstatt für 40 Euro. Das Angebot gilt natürlich auch bei den Heimspielen gegen die PS Karlsruhe LIONS am 6. Februar 2026 und gegen den BBC Bayreuth am 14. Februar. Krallt euch jetzt den Deal des Monats Februar!

Tobias Fischer
Von Tobias Fischer
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