Bild: Tilo Wiedensohler/Camera4

Ein Highlight der Saison – ALBA BERLIN spielt am Montag in Tübingen

03 Nov 2023

Zum Abschluss des sechsten Spieltags empfangen die Tigers Tübingen mit ALBA BERLIN die wohl bekannteste Basketballmarke in Deutschland. Hochball ist am Montag, den 6. November 2023, um 20 Uhr in der Paul Horn-Arena. Mit vier Siegen aus fünf Begegnungen ist die Mannschaft von Trainer Isráel Gonzalez gut in die Saison gestartet. Das bedeutet zunächst Rang zwei in der Tabelle, fünf weitere Kontrahenten können jeweils die gleiche sportliche Bilanz aufweisen. Zuletzt gelang den Hauptstädtern ein 114:77-Kantersieg bei der BG Göttingen. Auch im Duell mit den Tigers Tübingen ist ALBA BERLIN der klare Favorit. Die Mannschaft von Trainer Danny Jansson musste zuletzt ein bereits sicher geglaubtes Spiel in Rostock noch als Verlierer verlassen. “Wir dürfen uns nicht zu lange mit dem Vergangenen beschäftigen, sondern müssen nach vorne blicken. Wichtig ist, dass wir derartige Fehler nicht mehr machen”, betont Jansson. Mit vier Niederlagen aus fünf Begegnungen wäre ein Sieg für die Tabelle sowie das Selbstvertrauen positiv gewesen. Nun wird ein weiterer Anlauf genommen, wenngleich die Aufgabe äußerst kompliziert wird. Für die Partie gibt es Tickets im Onlineshop und am Spieltag ab 18:45 Uhr an der Abendkasse, wobei die Sitzplätze fast alle vergriffen sind. Nach der Partie findet Alpi-Fantalk mit Jhivvan Jackson statt. Mit der Eintrittskarte können alle Zuschauer den Shuttle-Bus vom Hauptbahnhof und nach dem Spiel wieder zurück in Anspruch nehmen. Hier geht es zu den Fahrtzeiten.

Personeller Umbruch in Berlin

​​​​​Das Team aus der Hauptstadt gehört jedes Jahr zu den Favoriten auf die deutsche Meisterschaft. In der vergangenen Spielzeit 2022/2023 blieben die González-Schützlinge jedoch ohne Titel. Dazu kam es im Sommer zu einem größeren personellen Umbruch, was die Berliner in den vergangenen Jahren so nicht gekannt haben. Leistungsträger wie Luke Sikma (Olympiakos Piräus/Griechenland), Maodo Lô (Olimpia Mailand/Italien), Jaleen Smith (Virtus Bologna/Italien), Ben Lammers (Dreamteam Gran Canaria/Spanien) oder auch Tamir Blatt (Maccabi Tel Aviv/Israel) kehrten den Berlinern nach erfolgreichen Jahren den Rücken. Es bleibt abzuwarten, zu was das neue Team um Weltmeister Johannes Thiemann (12,2 ppg, 5,4 rpg) in dieser Spielrunde in allen drei Wettbewerben in der Lage ist. Positiv ist jedoch, dass der gute deutsche Kern erhalten blieb.

Zahlreiche neue Akteure bevölkerten somit Berlin zur neuen Spielzeit 2023/2024 in der easyCredit BBL. Shooting Guard Matt Thomas wechselte von Panathinaikos Athen/Griechenland nach Berlin, wo der 29-jährige US-Amerikaner mit 15,4 Punkten pro Partie sich schon gut zurechtgefunden hat. Topscorer ist jedoch Khalifa Koumadje. Der mit 2,21 Meter größte Spieler der Liga kommt bisher auf 16,5 Zähler und 6,0 Rebounds. Unter dem Korb ist der aus dem Tschad kommende Center praktisch nicht zu stoppen. Weitere Neuzugänge sind die US-Amerikaner Sterling Brown (12,0 ppg), Justin Bean (8,3 ppg) und das europäische Toptalent Matteo Spagnolo. Der erst 20-jährige Italiener kam von Real Madrid/Spanien und überzeugt mit 7,8 Punkten, 5,0 Assists und 2,5 Rebounds mit seinen guten Allrounder-Fähigkeiten. In der EuroLeague hinken die Berliner mit nur einem Erfolg aus sechs Partien noch hinterher. Am Donnerstagabend verloren die Berliner beim Valencia Basketball Club mit 71:79.

Spitze bei den Punkten, Assists und aus dem Zwei-Punkte-Bereich

Was sagt die Statistik? ALBA BERLIN erzielte in den ersten fünf Ligaspielen stolze 100 Punkte pro Schnitt, damit ist das González-Team Spitzenreiter in dieser Wertung. Dazu ist man die beste Mannschaft bei den Assists (25 apg) sowie den Würfen aus dem Zwei-Punkte-Bereich (61,8 Prozent). Alleine diese Zahlen belegen, welche offensive Wucht auf die Raubkatzen zukommt. Tom Walther, Assistant Coach der Tigers Tübingen, blickt wie folgt auf die Partie: “ALBA spielt mit sehr viel Bewegung abseits des Balles. Darauf werden wir unsere Spieler einstellen müssen. Primär müssen wir aber erst einmal nach uns selbst schauen, um in Zukunft weniger Fehler zu machen. Sie haben einen tiefen und ausgeglichenen Kader, bei dem jeder Spieler in der Liga ist, seinen Stempel aufzudrücken. Dadurch ist der Gegner nur schwer auszurechnen.”

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