Eine gute Halbzeit ist zu wenig! 76:93-Niederlage gegen die BG Göttingen
Vor 1.957 Zuschauern in der Paul Horn-Arena haben die Tigers Tübingen gegen den Tabellenzweiten BG […]
Vor 1.957 Zuschauern in der Paul Horn-Arena haben die Tigers Tübingen gegen den Tabellenzweiten BG […]

Vor 1.957 Zuschauern in der Paul Horn-Arena haben die Tigers Tübingen gegen den Tabellenzweiten BG Göttingen mit 76:93 (51:48) verloren. Mit 51:48 gewann die Mannschaft von Trainer Henrik Sonko zwar den ersten Abschnitt, die Schwaben mussten sich am Ende aber doch deutlich den Niedersachsen geschlagen geben. Zwar kämpften die Raubkatzen aufopferungsvoll und arbeiteten sich im dritten Viertel nach zwei Läufen der Gäste wieder heran, doch der dritte Run (9:0) des Kontrahenten zu Beginn des letzten Viertels innerhalb von 109 Sekunden zum 82:66 sollte sich als Vorentscheidung erweisen. Die neunte Niederlage aus den vergangenen zehn Partien musste man angesichts der zweiten Halbzeit, die mit 25:45 verloren ging, akzeptieren. Am Ende fiel die Niederlage aber dennoch etwas zu hoch aus. Beim 48:43-Zwischenstand in der 19. Minute lagen die Hausherren am weitesten in Front, der größte Rückstand war mit dem Endergebnis (76:93) erreicht. Der beste Punktesammler der Begegnung kam aus der Mannschaft von BG-Coach Fabian Strauß: Jordan Sears begann furios und beendete das Spiel mit 23 Punkten. Unterstützung bekam der Point Guard vom deutschen Trio Mathis Mönninghoff, Daniel Kirchner und Julius Böhmer, die zusammen 34 Punkte beisteuerten. Auf Tigers-Seite war Melkisedek Moreaux mit 18 Zählern Topscorer, zweistellig scorten zudem Patrick Emilien (14 Punkte, zehn Rebounds), Lukas Milner und Bernard Pelote (jeweils zehn Zähler). Das Duell um die Korbabpraller ging zudem nach ausgeglichener erster Halbzeit (15:16) am Ende ebenfalls deutlich an den Tabellenzweiten aus Niedersachsen (38:27). Ingesamt ist jedoch eine Leistungssteigerung zu notieren, was für die nächste Aufgaben zumindest hoffen lässt. Positiv war auch, dass die Raubkatzen in der ersten Hälfte keinen Ballverlust hatten, nach der Halbzeitpause gingen sechs Bälle verloren. Die Quote aus der Distanz war bei sieben Treffern aus 27 Versuchen (26 Prozent) erneut zu schwach. Aktuell belegen die Tübinger Basketballer mit sieben Siegen und zwölf Niederlagen den 13. Tabellenplatz, die Veilchen behaupten den zweiten Rang im Tableau bei 15 Erfolgen aus 19 Begegnungen.
Kommissar: Amirhossein Safarzadeh; Schiedsrichter: Peter Wolff, Michael Oesterle, Marco Behm
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Für die Tigers Tübingen geht es am kommenden Wochenende mit dem nächsten dicken Brocken weiter. Die Schwaben treten am Samstag, den 31. Januar 2026, bei Spitzenreiter Phoenix Hagen an. Die Feuervögel führen die Tabelle mit 15 Erfolgen aus 18 Partien an. Am morgigen Sonntag (17 Uhr) spielt die Mannschaft von Trainer Chris Harris bei den EPG Baskets Koblenz.
Der Start ins Spiel war aus Tübinger Sicht etwas überraschend: Moreaux erzielte nach 33 Sekunden die ersten Punkte per Dreier zur 3:2-Führung. Insgesamt hielten die Hausherren in den ersten Minuten gegen den Tabellenzweiten gut mit. Zwar kamen die Gäste vor allem in Person von Sears immer wieder zu einfachen Punkten, doch auch die Mannschaft von Coach Sonko erarbeitete sich gute Chancen. So stand es nach knapp sechs Minuten ausgeglichen 16:16-Unentschieden. Der Schwede an der Tübinger Seitenlinie wechselte auch früh durch und brachte immer wieder frische Beine, um das Tempo stets auf hohem Niveau halten zu können. Verdientermaßen übernahmen die Tigers Tübingen durch zwei schöne Aktionen von Emilien und Moreaux mit jeweils zwei Zählern in der achten Minute mit 22:20 sogar die Führung. Wiederholte Unkonzentriertheiten in der Verteidigung verhinderten dann aber, dass die Führung auch zur Viertelpause Bestand hatte. Dennoch konnten die Schwaben mit der Leistung beim 24:26 nach dem ersten Viertel zufrieden sein.
Die schwäbische Intensität setzte sich im zweiten Abschnitt unvermindert fort. Vorne wurde beim Rebound geackert und hinten wurde sich nach freien Bällen gehechtet – der Einsatz stimmte. Leider fanden die Niedersachsen immer wieder Löcher in der Tübinger Verteidigung, sodass die Veilchen immer wieder zu leichten Punkten kamen. Die Tigers ließen sich aber nicht entmutigen, nach dem dritten schönen Assist von Larry Thomas auf Moreaux zum 34:32 nahm Gäste-Coach Strauß bei 6:16 Minuten auf der Uhr die erste Auszeit des Spiels in Anspruch. Den Rhythmus der Partie brach er damit aber nicht, es blieb knapp. Auf Seiten der Sonko-Truppe sah es nun auch im Angriff deutlich geschmeidiger aus. Immer wieder wurde der freie Mann gefunden, nach zwei Dreiern von Connor Nelson stand es 46:43 für die bissigen Raubkatzen (18. Minute). Nachdem Emilien Sekunden später einen Dunking zum 48:43 draufgelegt hatte, war Coach Strauß zur Freude der Fans zu seiner zweiten Auszeit gezwungen – 107 Sekunden waren in der ersten Hälfte noch zu absolvieren. Dieses Mal verteidigten die Schwaben den Vorsprung auch bis zum Viertelende und gingen mit einer kleinen 51:48-Führung in die große Pause.
Der Start in die zweite Halbzeit gehörte dann eindeutig den Niedersachsen: Durch einen 7:0-Lauf in 86 Sekunden und einer aggressiven Verteidigung übernahmen die Veilchen schnell die Führung (55:51). Dass es danach still im Tübinger Dschungel wurde, lag aber daran, dass sich Sears bei der letzten Aktion offensichtlich am rechten Sprunggelenk verletzt hatte und länger auf dem Spielfeld am Boden lag. Glücklicherweise konnte der US-Amerikaner das Feld aber selbstständig verlassen und kam später auch wieder zurück. Für die Tigers erzielte dann wieder Moreaux per Freiwurf den ersten Zähler zum 52:55 in Halbzeit zwei, gespielt waren 112 Sekunden. Die offensive Durststrecke der Schwaben durchbrach Bernard Pelote in Minute 23 mit einem Dreier zum 55:56. Die Raubkatzen waren in der 23. Minute wieder dran – allerdings nur, um kurz darauf wider abreißen lassen zu müssen. Ein weiterer 5:0-Lauf des Tabellenzweiten brachte das 63:57 in Minute 25. Die Tigers-Fans hatten Sorge, dass nun ein Bruch kommen könnte. Heute jedoch kämpften sich die Schwaben dank schneller Angriffe, die die Göttinger nicht in die Verteidigung kommen ließen, wieder zurück ins Spiel (63:66, 27. Minute). Näher kamen die Sonko-Schützlinge aber nicht mehr heran. Durch einen Dreier des zurückgekehrten Sears fünf Sekunden vor der Viertelpause ging es nach einem schwächeren Viertel mit einer 66:73-Hypothek in den Schlussabschnitt.
Hier war der Rückstand nach einem Fehlwurf von Pelote und einem Dreier von Julius Böhmer schnell erstmals zweistellig (66:76, 31. Minute). Ein weiterer Göttinger Dreier durch Hendrik Drescher zum 79:66 nötigte Coach Sonko dann nach gerade einmal 69 Sekunden in diesem Viertel die nächste Auszeit ab. Die Gäste hatten nun allerdings das Visier richtig eingestellt und versenkten in Person von Sears in der 32. Minute den nächsten Dreier zum 66:82. Der 9:0-Lauf der Göttinger in den ersten 109 Sekunden sollte sich letztlich als der eine Lauf zu viel für die Tigers-Truppe herauskristallisieren. Hinzu kam eine deutlich sichtbare Veränderung der Körpersprache: Die Raubkatzen glaubten nach den Ergebnissen der letzten Wochen offenbar selbst nicht mehr richtig an eine Wende. Vorne fiel nun nicht mehr viel in den gegnerischen Korb, das zuvor mitunter zelebrierte Zusammenspiel der Schwaben wollte nicht mehr gelingen. Zu selten kamen die Neckarstädter nun noch zu Punkten, so beispielsweise durch einen schönen Pass von Emilien auf Lukas Milner zum 71:82 in der 37. Minute. Zwar stand am Ende mit dem Endstand von 76:93 eine erneute Niederlage der Tigers Tübingen auf der Anzeigetafel, doch nach den mitunter schwachen Leistungen in den letzten Partien war heute zumindest eine gute Halbzeit zu sehen. Dennoch müssen die Schwaben aufpassen und in der Tabelle endgültig nach unten schauen.
Henrik Sonko (Trainer Tigers Tübingen): „Glückwunsch an Coach Fabian Strauß und die Göttinger Mannschaft zu einem verdienten Sieg. In der zweiten Halbzeit haben sie es sehr gut gemacht, indem sie die Verteidigung geändert haben. Sie haben den Ball dann sehr gut bewegt und die individuelle Qualität von Jordan Sears ausgenutzt. Ich glaube, wir sind dann ein wenig müde geworden, dadurch sind einige Missmatches zustande gekommen. Auf die erste Halbzeit können wir allerdings aufbauen, das gibt uns Mut.“
Fabian Strauß (Trainer BG Göttingen): „Wir hatten noch eine Rechnung mit Tübingen aus unserem ersten Heimspiel zu Saisonbeginn offen. Ich war sehr unzufrieden mit der ersten Hälfte. Wir haben das Pick-and-Roll von Tübingen schlecht verteidigt und zu viele einfache Fehler gemacht. Insgesamt hat Tübingen in der ersten Hälfte zu viele einfache Würfe bekommen, vor allem Melkisedek Moreaux und Patrick Emilien haben wir nicht unter Kontrolle bekommen. In der zweiten Hälfte haben wir umgestellt und unseren Job deutlich besser gemacht. 25 zugelassene Punkte in der zweiten Halbzeit belegen das.“
Das Treffen alter Bekannter: Beim Abschlusstraining am Vormittag gab es einige vertraute Gespräche zwischen den Protagonisten beider Kontrahenten, die einst zusammen in einem Team gespielt haben oder sich in der kleinen, großen Basketballwelt seit geraumer Zeit kennen. So beispielsweise Kaya Bayram und Robin Lodders, die in der Spielzeit 2022/2023 für RASTA Vechta auf Korbjagd gingen. Dazu gesellte sich Hendrik Drescher, die wie Bayram eine Vergangenheit in der Jugend bei ALBA BERLIN hat. JaCobi Wood und Jordan Sears kennen sich aus der gemeinsamen Zeit am College in den USA, für beide US-Amerikaner ist es aktuell das erste Jahr als Profi in Europa. Tigers-Kapitän Till Jönke und BG-Kapitän Mathis Mönninghoff kennen sich aus zahlreichen Duellen in der ersten Liga, Jönke ist zu Beginn des Monats 34 Jahre alt geworden, Mönninghoff erreicht das gleiche Alter am 20. März. Für Nils Schmitz war es zudem die Rückkehr in die Heimat, wo der 24-Jährige einst für die Young Tigers Tübingen gespielt hat. Dazu kam die schwedische Fraktion in Person der Tübinger Henrik Sonko und Felix Edwardsson sowie Adam Ramstedt auf Seiten der Gäste.
Unsere Ehrenamtlichen im Mittelpunkt: Im Januar stehen bei den Tigers Tübingen traditionell wichtige Termine im internen Umfeld an. Am Mittwoch, den 21. Januar 2026, wurde den ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihren Einsatz bei den Heimspielen der Tigers Tübingen gedankt. Circa 50 Personen folgten der Einladung ins Restaurant Rastkeller in der Tübinger Innenstadt. Aus den Bereichen Kampfgericht, Scouting, Wischer, Fanshop, Kasse, VIP-Personal und Ordner waren zahlreiche helfende Hände zugegen. „Ehrenamt ist keine Arbeit, die bezahlt wird. Es ist Arbeit, die unbezahlbar ist!“, richtete General Manager David Keckeis die richtigen Worte an das ehrenamtliche Personal bei den Tigers Tübingen. Auch Prof. Dr. Michael Bamberg, Vorstandsvorsitzender der ProBasket Tübingen AG, lobte die eingeladenen Gäste für die tatkräftige Unterstützung. Die Tigers Tübingen bedanken sich bei Betreiber Linor Gecaj und seinem Team für die erfolgreiche Umsetzung des Events!
Gelungener Neujahrsempfang: Bereits am Donnerstag, den 11. Januar 2026, fand der traditionelle Neujahresempfang der Tigers Tübingen in der Tübinger Lokalität Ludwigs statt. Knapp 80 Partner aus dem Pool der Raubkatzen kamen bei der Veranstaltung zusammen. Das Tübinger Management informierte über die aktuelle Lage und Entwicklungen innerhalb des Klubs, dazu stellte sich General Manager Keckeis erstmals seit seinem Amtsantritt am 1. Dezember 2025 einer Vielzahl von Partnern vor. „Es war eine tolle Veranstaltung mit vielen guten Gesprächen in einer schönen Atmosphäre“, berichtete der 31-Jährige. Die Tigers Tübingen bedanken sich bei den Betreibern Sabine Stagl-Schlagenhauff und Alexander Stagl für die erfolgreiche Umsetzung des Events!