Spielbericht, 06.02.2026

Endlich wieder gewonnen! 99:79-Sieg gegen die PS Karlsruhe LIONS

Endlich wieder gewonnen! Die Tigers Tübingen haben den Negativtrend von sieben Niederlagen in Folge gestoppt. […]

Endlich wieder gewonnen! Die Tigers Tübingen haben den Negativtrend von sieben Niederlagen in Folge gestoppt. Gegen die PS Karlsruhe LIONS hat die Mannschaft von Trainer Henrik Sonko mit 99:79 (49:49) gewonnen. Gleichzeitig haben sich die Schwaben den direkten Vergleich gegen das Team von Trainer Demond Greene gesichert. Das Spiel gegen den badischen Rivalen war der Auftakt in das wichtige Doppelspieltag-Wochenende, und die Schwaben meisterten das erste Duell richtig gut. Die Unistädter starteten, angetrieben vom neuen Spielmacher Jordan Johnson, fulminant und erarbeiteten sich bereits im ersten Viertel eine 17-Punkte-Führung (32:15, neunte Minute). Diese war allerdings zur Halbzeit (49:49) wieder aufgebraucht. Die zweite Hälfte gehörte dann den schwäbischen Raubkatzen: Mit 50:30 gewannen die Tigers die zweite Halbzeit. Die Sonko-Truppe spielte deutlich schneller als zuletzt und profitierte zudem von einer sehr guten Dreierquote von 44 Prozent (16 Treffer bei 36 Versuchen). Das gewonnene Duell um die Rebounds (43:35) und die 25 Assists zeugten zudem von Kampf und gutem Zusammenspiel. Neuzugang Johnson war nicht nur Tübingens Topscorer (22 Punkte), sondern verbuchte mit elf Assists zudem ein Double Double. Dazu holte der US-Amerikaner auch noch sechs Rebounds. Gute Gründe, warum der dritte Tübinger Neuzugang nach der Partie zum RAMPF „Man of the Match“ gekürt wurde. Neben ihm punkteten vier weitere Akteure zweistellig, darunter Felix Edwardsson, der fünf von sechs Dreiern traf (83 Prozent) und 15 Zähler beisteuerte. Es war das bisher beste Spiel des Schweden in Diensten der Sonko-Truppe. Topscorer der Partie wurde Tyrese Williams für die PS Karlsruhe LIONS mit 30 Zählern. Seine Teamkollegen Maurice Pluskota (Sprunggelenk) und Wesley Oba (Rücken) konnten die Begegnung verletzungsbedingt nicht zu Ende spielen. An dieser Stelle wünschen wir beiden Akteuren eine gute und schnelle Genesung! Die höchste Führung der Tigers Tübingen betrug 22 Zähler kurz vor Schluss (99:77, 39. Minute), Karlsruhe war nur kurz zu Beginn der zweiten Halbzeit in Front (54:52, 22. Minute). Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen! Dieser Sieg war enorm wichtig, da einige Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt ebenfalls Erfolge einfahren konnten. Aktuell stehen die Unistädter bei acht Siegen und 13 Niederlagen, was den elften Tabellenplatz bedeutet. Vier weitere Kontrahenten haben ebenfalls die gleiche Anzahl an Erfolgen, Tübingen führt dieses Quintett an. Karlsruhe liegt mit der gleichen Bilanz auf dem zwölften Tabellenplatz.

Kommissar: Frank Bleicher; Schiedsrichter: Nicolai Bohn, Hessam Khorassani, Nikola Krajacic

Hier geht’s zur Statistik! Hier geht’s zu den Highlights! Hier geht’s zum Re-Livestream! Hier geht’s zum Re-Livestream!

Weiter geht es bereits in zwei Tagen. Am Sonntag, den 8. Februar, treten die Raubkatzen um 15 Uhr (Sporthalle Gießen-Ost) bei den GIESSEN 46ers an. Im Hinspiel am 7. November 2025 gelang den Tigers Tübingen ein 84:82-Erfolg. Die Hessen unterlagen am Freitag bei den BAYER GIANTS Leverkusen mit 73:82 und nehmen mit 10:11-Erfolgen den zehnten Rang im Tableau ein.

Erstes Viertel (32:20):

Der Anfang der Begegnung war vielversprechend, die Tigers schlossen ihre ersten beiden Angriffe jeweils erfolgreich aus der Distanz ab, Bernard Pelote und Edwardsson trafen zum 6:3 nach 62 Sekunden. Aber auch die Gäste waren aus der Distanz gefährlich. In der Anfangsphase war es vor allem Williams, der gleich drei Mal von Downtown einnetzte und die ersten neun Gästepunkte quasi im Alleingang erzielte, sodass die Anfangsphase umkämpft blieb – Spielstand 10:9 aus Sicht der Schwaben nach vier Minuten. Tübingens Neuzugang Johnson erzielte seine ersten Zähler für seinen neuen Arbeitgeber ebenfalls in der vierten Minute – ebenfalls aus der Distanz – zur 13:9-Führung. Die Sonko-Schützlinge erspielten sich durch eine gute Arbeit bei den Rebounds oft zweite Wurfchancen. In Minute fünf stopfte Silias Oriane den Ball nach einem offensiven Rebound sehenswert zum 15:9 durch die Reuse der Löwen. Einer hatte im ersten Viertel besonders Freude: Neuzugang Johnson sorgte mit einem weiteren Dreier in der siebten Minute für die bis dahin deutlichste Führung (22:14). Wenig später war es dann Pelote, der zur Freude des Tübinger Anhangs den bereits fünften Tübinger Dreier zum 25:14 (achte Minute) einnetzte und Gäste-Coach Greene zu einer Auszeit zwang. Es sollte nichts helfen, denn die Tigers spielten sich in einen wahren Rausch, trafen hochprozentig und und zogen Punkt um Punkt davon. Eine Minute vor dem Ende des Viertels erzielte der stark aufspielende Patrick Emilien das 32:15. Karlsruhe beendete das Viertel mit einem 5:0-Lauf, sodass die Schwaben mit einem 32:20-Vorsprung in die erste Viertelpause gingen.

Zweites Viertel (17:29):

Ein weiterer 5:0-Lauf der Badener eröffnete den zweiten Abschnitt (25:32 nach 75 Sekunden), ehe Lukas Milner den viertelübergreifenden 10:0-Lauf mit einem Korbleger beendete (34:25, zwölfte Minute). Karlsruhe ließ sich in der Folge jedoch auch nicht von einer Verletzung von Pluskota beeindrucken, der in der zwölften Minute verletzt das Spielfeld verlassen musste und nicht zurückkam. Nach einem Dreier durch Julian Albus zum 33:36 war das Spiel in der 13. Minute wieder völlig offen. Danach sollten allerdings 90 Sekunden offensive Magerkost auf beiden Seiten folgen, ehe Johnson erst Milner mustergültig bediente und zwei weitere Dreier fliegen ließ. Plötzlich waren die Hausherren wieder mit 44:37 in Front (16. Minute). In dieser Phase schickte Coach Sonko eine besonders kleine Formation auf das Feld. Johnson, Kaya Bayram und Tigers-Kapitän Till Jönke sorgten gemeinsam mit Emilien und Pelote für Tempo und rannten wie die Duracell-Hasen rauf und runter. Die Badener gingen das Tempo jedoch direkt mit, sodass sich ein mitunter wildes Spiel entwickelte. Da die Tigers jedoch den ein oder anderen vermeintlich leichten Korb verlegten, kamen die LIONS bis auf 45:47 heran (19. Minute). Die zweite Auszeit von Coach Sonko 95 Sekunden vor der Pause sollte etwas Ruhe reinbringen und die Führung mit in die Halbzeit nehmen. Und hätte Williams nicht zwei Sekunden vor der Sirene den Dreier getroffen, hätte dies auch geklappt. So ging es nach einer zwischenzeitlichen 17-Punkte-Führung der Schwaben nur mit einem 49:49-Zwischenstand in die Kabinen.

Drittes Viertel (23:12):

Zu Beginn des dritten Viertes wechselte die Führung hin und her. Beide Teams setzten vor allem auf Distanzwürfe. In der 22. Minute stand es dann 55:54 für die Tigers, ehe sich beide Teams offensiv ein Päuschen nahmen und in den nächsten drei Minuten nicht viel zustande brachten. Williams besorgte zuvor nach 77 Sekunden mit einem Zweier zum 54:52 die erste Führung für die Badener. Für die Gäste kam erschwerend hinzu, dass Oba in der 23. Minute unglücklich auf den Rücken fiel und wie sein Mannschaftskamerad Pluskota das Spiel verlassen musste. In der 25. Minute erzielte Connor Nelson wieder zwei Zähler zum 59:54 für die Hausherren. Die Greene-Truppe blieb in dieser Phase knapp fünf Minuten ohne jeden Zähler, richtig absetzen konnten sich die Tübinger Basketballer aber dennoch nicht, da ihnen selbst wenig gelingen wollte. Isaiah Hart beendete die Durststrecke der Löwen mit einem Dreipunktspiel zum 57:59 nach 26 Minuten, eine Minute später gelang den Badenern durch Gabriel Kuku der 59:59-Ausgleich. Erneut verschafften den Schwaben die erfolgreichen Distanzwürfe etwas Luft. Nelson und Pelote streuten kurz nacheinander jeweils einen Dreier zur 65:59-Führung ein (27. Minute). Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Hausherren mehr Würfe aus der Distanz als aus dem Zweier-Bereich genommen. Zwei weitere Zähler von Johnson sowie ein erfolgreicher Dreier von Edwardsson stellte die Tübinger Führung wieder in den zweistelligen Bereich: Spielstand 70:60, bei noch 66 zu spielenden Sekunden im dritten Abschnitt. Wenig später ging es dank eines Buzzer Beaters von Nelson mit einem 72:61-Vorsprung in die letzte Viertelpause.

Viertes Viertel (27:18):

Anders als im zweiten Viertel gelang der Start in den Schlussabschnitt den Tigers deutlich besser, indem sie eine gute Verteidigung auf das Parkett legten und den Karlsruhern in den ersten drei Minuten nur einen Dreier von Williams (64:74) gestatteten. Da fiel auch nicht ins Gewicht, dass sie selbst nur vier Zähler durch Oriane und Johnson (76:64) erzielten. Im Anschluss gelang auch offensiv wieder mehr, man merkte den Gästen an, dass die Kraft langsam ausging. Nach einem fulminanten Dunking von Milner zum 84:67 in der 35. Minute nahm Gäste-Coach Greene seine letzte Auszeit. Doch auch diese verpuffte letztlich wirkungslos. Dieses Mal verspielten die Schwaben die 17-Punkte-Führung nicht mehr, sondern legten in Person von Edwardsson (Dreier) und Milner (Dunking) noch ein paar Punkte drauf (94:74, 37. Minute). Edwardsson traf insgesamt fünf Dreier bei sechs Versuchen und wurde zurecht nach seinem fünften Foul in der 38. Minute gefeiert. Bei Karlsruhe hielt nun nur noch Williams dagegen und stockte sein persönliches Punktekonto auf insgesamt 30 Zähler auf. Am Ende setzte sich aber die ausgeglichenere Mannschaft aus Tübingen verdient durch und sorgte so nach sieben Niederlagen in Folge mit dem 99:79-Erfolg endlich für das ersehnte Erfolgserlebnis! Die Kirsche auf der Sahnetorte war dann noch der gewonnene direkte Vergleich.

Die Stimmen zum Spiel:

Henrik Sonko (Trainer Tigers Tübingen): „Vielen Dank für die Glückwünsche und Gratulation an unsere Fans zu diesem Sieg. Wir sind sehr glücklich über diesen Erfolg. Glückwunsch auch an meine Spieler zu dieser guten Leistung. Jordan Johnson hat eine tolle Partie abgeliefert. Endlich haben wir einen gesunden Point Guard, der das Spieltempo angeben kann.“

Demond Greene (Trainer PS Karlsruhe LIONS): „Erstmal natürlich Glückwunsch an Tübingen und Trainer Henrik Sonko zu diesem Sieg. Natürlich waren die letzten Wochen schwierig für Tübingen, deshalb gratuliere ich zu diesem Heimsieg. Wir haben ein katastrophales erstes Viertel gespielt, da sind wir wirklich sehr schlecht ins Spiel gestartet. Danach haben wir uns gefangen, vor allem dank Tyrese Williams. Im zweiten Viertel haben wir dann offensiv und defensiv das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und sind mit dem Ausgleich in die Pause gegangen. Dann haben uns leider die zwei Verletzungen von Maurice Pluskota und Wesley Oba wehgetan. Das sind zwei deutsche Spieler, die auf der gleichen Position spielen. Uns hat es dann einfach an Größe gefehlt, sodass wir defensiv unsere Schwierigkeiten hatten.“

Dschungelgeflüster – der etwas andere Blick rund um das Spiel:

Update zum Personal: Die Tigers Tübingen konnten im Duell gegen die PS Karlsruhe LIONS Neuzugang Jordan Johnson einsetzen. Die Teilnahmeberechtigung für den US-Amerikaner traf noch rechtzeitig am Donnerstagmittag vor dem Doppelspieltag ein. Der 31-Jährige kam in 33:11 Minuten auf 22 Punkte, elf Assists und sechs Rebounds. Auch Tigers-Kapitän Till Jönke stand erstmals nach zwei Monaten Verletzungspause (Rücken) wieder Trainer Henrik Sonko zur Verfügung. In 8:21 Minuten erzielte der Routinier zwar keine Punkte, sicherte sich aber drei Rebounds und brachte die bekannte Energie auf das Feld. Verletzungsbedingt standen JaCobi Wood, Larry Thomas und Joshua Schwaibold (alle Fuß) weiter nicht zur Verfügung. Zudem fiel Melkisedek Moreaux (Nacken) kurzfristig aus, auch Miles Tention (Rücken) konnte nicht aktiv ins Geschehen eingreifen.

ALPI-Fanausfahrt nach Gießen: Für die Partie in Gießen wird es einen Fanbus geben. Abfahrt ist am Sonntag, den 8. Februar 2026, um 10 Uhr vom Tübinger Hauptbahnhof, ein Zustieg ist auch um 10:15 Uhr an der Paul Horn-Arena möglich. Vollzahler zahlen 35 Euro für die Fahrt und den Eintritt, der ermäßigte Preis liegt bei 32 Euro, Mitglieder bei den Neckar Tigers e. V. bekommen einen Nachlass von jeweils fünf Euro. Anmeldungen werden noch per Mail unter tigers-away@mail.de berücksichtigt! Im Rahmen der ALPI-Fanausfahrt wird es auch Produkte von unserem Bierpartner geben.

News aus dem Merchandising: Im Februar 2026 gibt es den Hoody „Welcome to the Jungle“ in unserem Onlineshop für 30 Euro anstatt für 40 Euro. Das Angebot gilt natürlich auch bei den Heimspielen gegen die PS Karlsruhe LIONS am 6. Februar 2026 und gegen den BBC Bayreuth am 14. Februar. Krallt euch jetzt den Deal des Monats Februar!

Tobias Fischer
Von Tobias Fischer
Euer Feedback ist uns wichtig!
Wie zufrieden bist du mit diesem Artikel?
Airball
Swish!
Abschicken
Abschicken
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Lädt...