Ausgeschieden! Trier gewinnt mit 87:67 im BBL Pokal
Die Tigers Tübingen haben das Spiel der ersten Runde im BBL Pokal gegen die VET-CONCEPT […]
Die Tigers Tübingen haben das Spiel der ersten Runde im BBL Pokal gegen die VET-CONCEPT […]

Die Tigers Tübingen haben das Spiel der ersten Runde im BBL Pokal gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier vor 1.229 Zuschauern in der Paul Horn-Arena mit 67:87 (35:48) verloren. Die Mannschaft von Trainer Henrik Sonko zeigte jedoch eine couragierte Leistung. Von Beginn an waren die Moselstädter in Front. Nach zwölf Minuten lagen die Raubkatzen beim Stand von 29:27 kurzzeitig in Front, der Erstligist hatte die höchste Führung mit dem Endergebnis inne. Topscorer der Partie war JaCobi Wood mit 22 Punkten, beim Sieger war Eli Brooks mit 17 Zählern bester Punktesammler. Positiv war, dass die Raubkatzen bei den Assists (17:13) und bei den Ballverlusten (8:10) die besseren Zahlen hatten. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass das verlorene Duell um die Rebounds (31:49) spielentscheidend war. Dazu sollte gegen die gute Defense der Mannschaft von Trainer Jacques Schneider nur wenig aus der Distanz fallen. Nur neun Würfe bei 23 Versuchen (23 Prozent) fanden das Ziel. Bester Rebounder der Begegnung war Urald King mit 13 Korbabprallern, dazu sammelte der US-Amerikaner neun Zähler. Bei den Schwaben punkteten noch Bernard Pelote mit 16 Punkten und Miles Tention mit elf Zählern zweistellig. Im Achtelfinale treffen die VET-CONCEPT Gladiators Trier vor eigner Kulisse nun auf die Telekom Baskets Bonn, die sich mit 91:84 bei der BG Göttingen durchsetzen konnten. Gespielt wird am Wochenende 18./19. Oktober 2025.
Weiter geht es für die Tigers Tübingen bereits am kommenden Samstag, den 27. September 2025. Zum Saisonauftakt der Saison 2025/2026 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga empfangen die Raubkatzen dann den Nürnberg Falcons BC. Hochball ist um 19:30 Uhr in de Paul Horn-Arena. Tickets gibt es im Onlineshop sowie am Spieltag ab 18:15 Uhr an der Abendkasse.
Kommissar: Michael Schmitt; Schiedsrichter: Clemens Fritz, Dr. Enrico Streit, Armin Mutapcic
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Der Start gehörte den Gästen. Nach zwei Minuten führten die Moselstädter mit 6:0. Bernard Pelote gelang nach 127 Sekunden die ersten zwei Zähler für die Raubkatzen zum 2:6-Zwischenstand. Die Trierer zeigten auch im weiteren Spielverlauf, wer der Favorit in dieser Partie ist. Nach zwei weiteren Punkten von Marten Linßen zum 14:3 nahm Sonko für die Raubkatzen bei noch 5:51 Minuten auf der Uhr die erste Auszeit im Spiel. Der Druck des Erstligisten war von Beginn an enorm, sodass sich die Schwaben kaum gute Wurfchancen erspielen konnten. Behnam Yakhchali erhöhte per Dreier zum 17:5 für die erste zweistellige Führung im Spiel. Die Rollen waren klar verteilt. Die Sonko-Schützlinge kamen in den nächsten Minuten aber Stück für Stück in die Begegnung. Mit einem 9:2-Lauf verkürzten die Raubkatzen auf 14:19, Coach Schneider bat seine Mannschaft bei noch 2:28 Minuten auf der Uhr zum Gespräch auf die Bank. Grund war auch der erstmalige Einsatz von Tigers-Kapitän Till Jönke in dieser Saison. JaCobi verkürzte direkt nach Pause per Dreier auf 17:19 – noch waren 110 Sekunden im ersten Viertel zu absolvieren. Der Schluss der ersten Minuten war dann wieder in Trierer Hand. Final gingen die VET-CONCEPT Gladiators mit einem 25:19-Vorsprung ins zweite Viertel.
Kaya Bayram eröffnete das zweite Viertel nach zehn Sekunden per Dreier zum 22:25. Und es kam noch besser: Mit einem langen Dreier gelang Wood per Buzzer Beater die erste Führung zum 26:25. Die Schwaben waren nun richtig im Spiel angekommen, die Fans machten ordentlich Stimmung im Tübinger Dschungel. Der US-Amerikaner war bereits bei zwölf Punkten angelangt. Es gestaltete sich nun eine Partie auf Augenhöhe mit mehreren Führungswechseln. In Minute 14 führten die Gäste nur knapp mit 31:30. Nach sechs schnellen Zählern für den Tübinger Gegner holte Sonko beim Stand von 30:37 und bei noch 4:41 Minuten auf der Uhr seine Schützlinge wieder auf die Bank. Pelote stoppte einen 8:0-Lauf der Schneider-Truppe per Dreier zum 33:39 in Minute 17. Die Moselstädter hatten nun leicht die Nase vorne, gleichzeitig ließen die Raubkatzen aber nicht wirklich abreißen. Pelote verkürzte 79 Sekunden vor der Halbzeitpause mit zwei Zählern auf 35:42 – Coach Schneider nahm nochmals eine Auszeit in Anspruch. Für das Highlight der ersten Hälfte sorgte direkt im Anschluss Jordan Roland mit einem krachenden Dunking zum 45:35 für die Gäste. Final ging Favorit des Spiels mit einer 48:35-Führung in die Halbzeitpause.
Pelote startete mit einem Korbleger nach 41 Sekunden zum 37:48 in den zweiten Durchgang. Miles Tention erzielte bis zur 23. Minute acht Zähler in Folge für die Schwaben, es waren die ersten Punkte des US-Amerikaners in der Begegnung. Die Schwaben lagen mit 45:51 im Hintertreffen. Doch die Trierer ließen nicht locker und blieben weiter mit ein paar Punkten in Front. Bei den Gästen spielte sich vor allem Point Guard Eli Brooks in den Vordergrund. Der Neuzugang erzielte mit einem Freiwurf das 56:45 nach 24 Minuten. Auf Tübinger Seite war weiterhin Wood der beste Mann auf dem Platz. Per Dreier verkürzte der Rookie auf 48:58 nach 25 Minuten. Der US-Amerikaner war mit 18 Punkten Topscorer der Partie. Unter den Körben hatte man jedoch einen schweren Stand. Center Lukas Milner gelang nach fast genau 26 Minuten per Korbleger zum 50:58 die ersten zwei Punkte im Spiel, auch der Freiwurf nach Foul von King landete zum 51:58 im Trierer Korb. Die Raubkatzen blieben dran am Gegner, die Moselstädter konnten den Vorsprung aber immer wieder durch ihre individuelle Klasse behaupten. Der Einsatz stimmte jedoch bei der Sonko-Truppe. Per Korbleger erzielte Tention das 57:62 bei noch 1:33 Minuten auf der Uhr im dritten Abschnitt. Auch der Freiwurf nach Foul von Marco Hollersbacher saß zum 58:62. Die letzten fünf Zähler gelangen jedoch den Gästen zum 67:58 nach 30 Minuten.
Felix Edwardsson erzielte nach 13 Sekunden seine ersten zwei Zähler zum 60:67. Die Trierer durften sich noch nicht in Sicherheit fühlen. Bei dieser Differenz blies es auch nach 33 Minuten beim Stand von 62:69. Sonko nahm beim Stand von 62:71 bei noch 6:49 Minuten auf der Uhr seine nächste Auszeit in Anspruch. Noch war für die Raubkatzen genügend Zeit, um den Rückstand aufzuholen. 23 Sekunden später hatten die Schwaben bereits das fünfte Teamfoul gesammelt, sodass die VET-CONCEPT Gladiators Trier ab sofort an der Freiwurflinie standen. Roland netzte beide Würfe nach Foul von Pelote zum 74:62 ein. Offensiv sollte den Raubkatzen in dieser Phase aber nicht viel gelingen, bis Pelote per Dreier nach 36 Minuten auf 65:74 verkürzten konnte. Brooks erhöhte knapp drei Minuten vor dem Ende mit zwei Freiwürfen zum 79:65, das war die Entscheidung aus Sicht der Gäste. Sonko nahm dennoch nochmals eine Auszeit. Doch die Schneider-Truppe ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Wood beendete einen 8:0-Lauf des Erstligisten per Korbleger zum 67:82 bei noch 93 Sekunden Restspielzeit. Weniger später war das Spiel aus, der Favorit setzte sich mit einem 87:67-Auswärtssieg in Tübingen durch. Brooks gelang der finale Korb für den Sieger.
Henrik Sonko (Trainer Tigers Tübingen): „Glückwunsch an Trier zu diesem Sieg. Ich habe meinen Spielern vor dem Spiel gesagt, dass wir die Partie so lange wie möglich eng halten müssen. Das ist bei uns noch fünf Minuten und neun Punkten Rückstand auch ganz gut gelungen. Positiv ist, dass wir mehr Assists und weniger Ballverluste als unser Gegner hatten. Dass wir keine weiteren Verletzten zu beklagen haben, ist vielleicht der größte Erfolg. Dazu konnte Kapitän Till Jönke sein Comeback geben. Beim defensiven Rebound hatten wir so unsere Probleme. Das Training war aufgrund der vielen angeschlagenen Spielern in den letzten Tagen nicht optimal. Wir müssen jetzt trotzdem nach vorne schauen, am Samstag spielen wir in der Liga gegen Nürnberg.“
Jacques Schneider (Trainer VET-CONCEPT Gladiators Trier): „Glückwunsch an die Tübinger Mannschaft zu einer couragierten Leistung. Es war das erwartet hitzige Spiel und David gegen Goliath. Tübingen hat das vor allem Ende des ersten Viertels gut gemacht, als wir uns eine Führung erspielt haben. Die Tigers sind immer drangeblieben und haben gut gekämpft, Respekt dafür. Ich muss aber auch meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen, wir sind immer cool geblieben und haben die Führung gehalten. Auf diese Leistung können wir aufbauen. Nun gilt der gesamte Fokus auf Sonntag mit dem Start in der easyCredit BBL.“
Verletztenmisere reißt nicht ab: In der ersten Runde im BBL Pokal mussten die Tigers Tübingen kurzfristig auf Connor Nelson verzichten. Der 26-Jährige verletzte sich am Sonntag beim Training am rechten Sprunggelenk. An einen Einsatz gegen die Moselstädter war nicht zu denken. Am morgigen Mittwoch erfolgt eine Magnet-Resonanz-Untersuchung in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Tübingen, um ein genaueres Bild über die Verletzung zu bekommen. Sein Comeback gab dagegen Kapitän Till Jönke, Silas Oriane und Aaron Ogunjobi standen wieder im Kader.
Sondertrikots im BBL Pokal: Keine gelben Trikots, keine schwarzen Trikots, sondern für Tübinger Verhältnisse ungewöhnliche weiße Trikots kleideten die Tigers Tübingen gegen die Moselstädter. Die Art28 Kunstgalerie in Tübingen belegte die Trikotseite auf der Vorder- und Hinterseite des Trikots der Schwaben. Motiv ist die Ausstellung „James Rizzi – Home Away From Home“, die vom 5. Oktober 2025 bis zum 1. Februar 2026 zu sehen ist. Die Trikots wurden am heutigen Spieltag auch am Fanshop in der Paul Horn-Arena verkauft. Herzlichen Dank an die Art28 Kunstgalerie in Tübingen für die Belegung der Trikotfläche im BBL Pokal gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier.
Halbzeitshow der U14: Für das Spiel im BBL Pokal standen den Tigers Tübingen aufgrund des Werktags keine Showgruppe zur Verfügung. Eingesprungen ist dafür die U14 weiblich der Young Tigers Tübingen, betreut von Mini-Trainer Klaus Körmös mit einem kleinen Halbzeitspiel. Trainiert wird das Team von den Trainerinnen Annika Kleinekampmann, Lisa Ulmer und Alina Herrmann. Die Kinder waren standen auch für die Mannschaft der Schwaben Spalier beim Einlauf. Herzlichen Dank hierfür!