Bild: Christian Becker

Erstmals gegen Tübingen – Ex-Raubkatze Josh Young vor dem Duell mit RASTA Vechta gegen die Tigers im Interview

17 Nov 2021

Gegen RASTA Vechta (Samstag, 20. November 2021, 19 Uhr, Volksbank Arena) geht es für die Tübinger Raubkatzen auch gegen die ehemaligen Tübinger Akteure Josh Young und Tyrone Nash. Der inzwischen 33-Jahre alte Young geht aktuell bereits in sein fünftes Jahr bei den Niedersachsen. Im Interview spricht der Kapitän von RASTA Vechta über seine Zeit in Tübingen, seine Bindung zu seinem aktuellen Team und Teamkamerad Nash sowie über den weiteren Saisonverlauf. Tickets für das Spiel gegen den BBL-Absteiger gibt es im Onlineshop. Ab sofort gilt die 2G-Regel.

Josh, am Samstag kehrst du zum Spiel gegen die Tigers zurück nach Tübingen. Erstmalig nach deinem Abgang im Jahr 2014. Was geht dir dabei durch den Kopf?

Ja, es ist tatsächlich so, dass ich nun erstmals gegen die Tigers spiele. Für mich ist es einfach eine besondere Partie, weil ich sehr viele gute Erinnerungen mit Tübingen verbinde. Es war damals ein wichtiger Ort für die Entwicklung meiner Karriere, auch als Mensch bin ich weiter gereift. Wir hatten damals ein sehr gutes Team mit guten Typen zusammen. Mit den meisten stehe ich bis heute noch eng in Kontakt. Ich freue mich einfach, viele bekannte Gesichter wiederzusehen.

Seit 2017 bist du nun bereits in Vechta aktiv. Was macht für dich der Standort so besonders?

Vechta ist so etwas wie ein zweites Zuhause geworden. Wir haben hier in den letzten Jahren sehr viel erreicht. Den Aufstieg in die BBL, die internationale Teilnahme an der Basketball-Champions League, die BBL-Playoffs wurden erreicht und wir haben erfrischenden Basketball gespielt. Leider sind wir letztes Jahr abgestiegen. Das schmerzt natürlich. Ich denke, wir haben eine der besten Fanbasen in ganz Deutschland. Die Organisation ist spitze, jeder identifiziert sich hier mit RASTA. Die Stadt ist klein aber fein. Ich fühle mich ähnlich wie in Tübingen total wohl hier in Vechta.

Nach dem Abstieg galt RASTA Vechta als Topfavorit auf den Aufstieg. Der Start in die neue Saison missglücke jedoch. Trainer Derrick Allen musste bereits seinen Hut nehmen. Woran lag es?

Basketball ist wie einen Kuchen backen. Man benötigt viele gute Zutaten, um ein gutes Produkt zu erreichen. Die Zutaten hatten wir, leider sind wir zum Saisonstart als Team nicht so richtig zusammengekommen. Der Kuchen im Ofen ist leider nicht gut geworden. Derrick Allen wird seinen Weg als Trainer aber machen, er ist ein guter Coach. Mit dem neuen Trainer haben wir jetzt einen Neustart. Die ersten Eindrücke sind positiv, wir spielen jetzt auch besser und erfolgreicher. So muss es weitergehen.

Seit einigen Wochen spielst du bereits zum dritten Mal mit Tyrone Nash zusammen. Wie ist deine Beziehung zu ihm und was kann er dem Team geben?

In der Tat, Tyrone und ich pflegen ein besonderes Verhältnis. Wir verstehen uns auf und abseits des Platzes bestens. Jedes Mal, wenn ich in einem Team bin, überlege ich: Was macht Tyrone? Er ist guter Spieler, toller Mensch und kann jedes Team einfach besser machen.

Mit Vladimir Lucic hat Vechta einen neuen Trainer. Wie würdest du ihn charakterisieren?

Er ist eine tolle Persönlichkeit, lustig und mit einem guten Humor ausgestattet. Er weiß sehr genau, was er will. Es gibt klare Regeln, die einfach eingehalten werden müssen. Die Balance zwischen Ernst und Spaß ist gut ausgeglichen. Das Basketball-Verständnis besitzt er auf jeden Fall. Ich denke, er passt sehr gut zu uns und zu Vechta.

RASTA Vechta hat hohe Ziele und will zurück in die BBL. Was ist in dieser Saison noch möglich?

Die Saison ist noch lang. Es kann noch sehr viel passieren. Auch trotz des schlechten Saisonstarts sind wir nur wenige Siege von den Playoff-Plätzen entfernt. Ich bin der Überzeugung, dass wir Schritt für Schritt uns nach vorne arbeiten werden. Erreichen wir die Playoffs, können wir noch ein sehr gefährliches Team werden.