Engagement, 18.03.2026

Gemeinsam gegen Rassismus: Tigers Tübingen zu Gast im Sportunterricht der Wilhelm-Schickard-Schule

Am Montagnachmittag veranstalteten die Tigers Tübingen gemeinsam mit der Wilhelm-Schickard-Schule ein besonderes Event in der […]

Am Montagnachmittag veranstalteten die Tigers Tübingen gemeinsam mit der Wilhelm-Schickard-Schule ein besonderes Event in der Derendinger Kreissporthalle. Im Mittelpunkt der Aktion stand ein wichtiges gesellschaftliches Thema: der Einsatz gegen Rassismus. Die Wilhelm-Schickard-Schule ist Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und setzt sich aktiv für ein respektvolles und vielfältiges Miteinander ein.

Viel Spaß am Basketball

Mit dabei waren die Tigers-Akteure Melkisedek Moreaux und Kaya Bayram sowie Co-Trainer Troy Culley, die den Sportunterricht der zwölften Jahrgangsstufe aktiv mitgestalteten. Rund 25 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 20 Jahren nahmen an der Einheit teil. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von den Lehrkräften Herrn Türk, Frau Göhring und Frau Kern, denen an dieser Stelle ein großer Dank für die reibungslose Organisation gilt. Nach einer kurzen gemeinsamen Begrüßung startete die Gruppe mit einem spielerischen Aufwärmen in Form eines Fangspiels, das direkt für gute Stimmung sorgte. Im Anschluss übernahm Culley die Organisation der Übungen: Die Schülerinnen und Schüler wurden auf verschiedene Körbe verteilt und absolvierten abwechslungsreiche Wurfspiele, bei denen der Spaß klar im Vordergrund stand. Im nächsten Schritt gab Bayram Einblicke in die richtige Wurftechnik. Insgesamt zeigte sich, dass viele Teilnehmende bereits über Basketballerfahrung verfügten und deshalb viel Spaß an der Trainingseinheit hatten. Den Abschluss des sportlichen Teils bildeten mehrere Spiele im Modus 3×3 und 5×5 auf verschiedenen Spielfeldern, die jeweils von einem Tigers-Profi betreut wurden.

Rassismus im Profi-Sport

Im Anschluss verlagerte sich der Fokus auf den inhaltlichen Teil der Veranstaltung. Die Tigers-Profis berichteten offen über ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassismus im Profi-Sport und gaben den Schülerinnen und Schülern ehrliche Einblicke in ihren Alltag. Moreaux schilderte dabei eindrücklich eigene Erlebnisse aus seiner Kindheit und seiner Karriere: „Als ich acht oder neun Jahre alt war, gab es einige Situationen, in denen ich diskriminiert wurde, aber das habe ich damals noch nicht verstanden. Insgesamt muss ich sagen, dass im deutschen Profi-Basketball wirklich gut gegen Rassismus gekämpft wird und die Liga bei Vorfällen auch hart durchgreift. Als ich in Italien gespielt habe, gab es leider häufiger Affenlaute von der Tribüne, denen die Liga dort nicht wirklich nachgegangen ist.“ Auch Bayram berichtete von persönlichen Erfahrungen und machte deutlich, dass Diskriminierung im Sport leider kein Einzelfall ist. So schilderte er unter anderem Jugendturniere in Israel, bei denen er und seine Mitspieler als „Nazis“ beschimpft wurden – ein Erlebnis, das zeigt, wie wichtig Aufklärung und klare Haltung gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung sind.

In einer anschließenden Fragerunde entstand ein intensiver Austausch, bei dem die Jugendlichen die Möglichkeit hatten, ihre eigenen Fragen zu stellen und gemeinsam über Werte wie Respekt, Toleranz und Zusammenhalt zu sprechen. Danach wurde noch ein gemeinsames Bild geschossen und die Tigers-Profis nahmen sich Zeit um Autogrammkarten zu verteilen. Insgesamt eine wirklich gelungene Aktion, bei der sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Tigers-Profis viel Spaß miteinander hatten. Gleichzeitig setzte die Veranstaltung ein klares Zeichen gegen Rassismus und für ein respektvolles, offenes Miteinander – Werte, die weit über den Sport hinaus von großer Bedeutung sind.

Tobias Fischer
Von Tobias Fischer
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