Spielbericht, 23.12.2025

Hart umkämpftes Spiel geht mit 105:97 an die Artland Dragons

Die Tigers Tübingen haben das Weihnachtsspiel vor der tollen Kulisse von 2.847 Zuschauern gegen die […]

Die Tigers Tübingen haben das Weihnachtsspiel vor der tollen Kulisse von 2.847 Zuschauern gegen die Artland Dragons in der Paul Horn-Arena mit 97:105 (56:49) verloren. Die Mannschaft von Trainer Henrik Sonko zeigte personalgeschwächt erneut eine gute kämpferische Leistung und lieferte dem Favoriten einen harten Kampf auf Augenhöhe. Lange Zeit lagen die Schwaben auch in Front, so nach dem dritten Viertel mit 77:75. In den letzten zehn Minuten brachte sich das Team von Trainer Hendrik Gruhn dann doch noch auf die Siegerstraße, mit 30:20 entschieden die Niedersachsen den letzten Abschnitt für sich. Nach 31 Minuten führten die Schwaben beim Stand von 58:49 am höchsten, der Sieger hatte den höchsten Vorsprung in der Schlussminute beim 105:95 inne. Die Rebounds gingen mit 38:28 ebenfalls an die Niedersachsen. Positiv war die gute Tübinger Quote aus der Distanz: 17 Treffer bei 31 Versuchen bedeuteten gute 52 Prozent. Auch unter den Körben hatten die Schwaben immer wieder gute Aktionen. Spieler des Tages war Amir Hinton mit einem Double Double aus 31 Zählern und zwölf Rebounds für die Artland Dragons. Bei der Sonko-Truppe kamen gleich fünf Akteure auf eine zweistellige Punktausbeute, angeführt von Miles Tention mit 19 Zählern. Es folgten Melkisedek Moreaux und Bernard Pelote mit jeweils 18 Punkten, Kaya Bayram mit einem Double Double aus 14 Zählern und zehn Assists sowie Patrick Emilien mit 13 Punkten. Mit nun jeweils sieben Siegen und Niederlagen belegen die Schwaben derzeit den neunten Tabellenplatz, die Artland Dragons schieben sich mit zehn Erfolgen aus 14 Partien auf den dritten Tabellenplatz vor.

Kommissar: Michael Walter; Schiedsrichter: Edris Naim, Marli Kasemi, Eva-Marie Bohn

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Besinnliche Tage sind für die Tigers Tübingen und die anderen 17 Kontrahenten in der BARMER 2. Basketball Bundesliga praktisch Fehlanzeige. Bereits am Samstag, den 27. Dezember 2025, treten die Schwaben bei den Eisbären Bremerhaven an. Davor sind auch Trainingseinheiten angesetzt. Hochball ist am Spieltag um 16 Uhr in der Stadthalle Bremerhaven. Für die Sonko-Truppe geht es am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Früh auf den Weg in Richtung Norden. Am Dienstag unterlagen die Seestädter mit 67:92 bei den Bozic Estriche Knights Kirchheim. Mit 9:5-Siegen belegen die Eisbären Bremerhaven im Ranking Platz fünf.

Erstes Viertel (24:25):

Die Partie nahm gleich an Fahrt auf. Nach zwei Minuten stand ein 4:4-Zwischenstand auf der Anzeigetafel. Das erste Foul leistete sich Tention gegen Hinton, den Topscorer der BARMER 2. Basketball Bundesliga, der nach 138 Sekunden von der Freiwurflinie die erste Führung der Gäste zum 6:4 erzielte. Mit einem 9:0-Lauf lagen die Niedersachsen in der vierten Minute mit 11:4 in Front, ehe Moreaux den Lauf mit zwei Zählern zum 6:11 stoppen konnte. Die Gruhn-Truppe hatte frühzeitig das Zepter übernommen und schloss die Angriffe hochprozentig ab. Die Raubkatzen hielten trotzdem gut dagegen. Nach fünf Minuten betrug der Rückstand beim 12:16 vier Punkte. Kurz zuvor netzte Bayram seinen zweiten Dreier ein. Hinton hatte frühzeitig seinen Rhythmus gefunden markierte per Dreier das 21:12 – Coach Sonko musste bei 4:12 Minuten auf der Uhr die erste Auszeit nehmen. Ein Zweier von Silas Oriane und ein Dreier von Connor Nelson, die Raubkatzen verkürzten in der siebten Minute auf 17:21. Nach einem weiteren Dreier von Tention zum 20:23 nahm Gruhn bei exakt 2:22 Minuten auf der Uhr seinerseits die erste Unterbrechung wahr. Die Schwaben kamen immer besser in die Begegnung. Moreaux verkürzte genau eine Minute vor dem Ende des ersten Viertels aus der Distanz zum 23:25. Wenig später ging es mit einem 24:25-Rückstand aus Tübinger Sicht in die erste kleine Pause.

Zweites Viertel (32:24):

Es ging weiter hoch und runter. Nach zwölf Minuten führten die Artland Dragons mit 34:28. Ein Dreier von Tention und ein Zweier von Moreaux – die Tigers Tübingen waren in der 13. Minute beim Stand von 33:34 wieder dran. Tention holte bei 6:59 Minuten auf der Uhr sogar die Führung per Dreier zum 36:34 wieder zu den Raubkatzen zurück. Die Zuschauer sahen ein offensiv-geprägtes Spiel. Es war gleichzeitig das Ende eines 10:0-Laufs der Sonko-Truppe. Die Hausherren waren weiter gut im Spiel. Positiv war ein ausgeprägtes Spiel aus der Distanz sowie Aktionen unter dem Korb. Pelote traf bei 5:28 Minuten auf der Uhr den nächsten Dreier zur 39:37-Führung, Auszeit Artland Dragons. Emilien bestätigte seinen Aufwärtstrend und erhöhte mit einer schönen Einzelleistung nach 16 Minuten auf 43:39. Die Tigers spielten mit Selbsvertrauen weiter nach vorne. Bayram gelang eine Minute später das 46:39 aus der Distanz. Die Zuschauer in der Paul Horn-Arena waren zufrieden. Die Gäste ließen sich jedoch nicht abschütteln und blieben an den Schwaben dran. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause stand ein 48:44-Vorsprung auf der Anzeigetafel. Ein Dreier von Nelson und ein Dreier von Tention führten zum 54:46 nach 19 Minuten. 18,4 Sekunden vor der Halbzeit leistete sich Dejan Bruce ein unsportliches Foul gegen Bayram, der beide Freiwürfe zum 56:49 verwandelte. Es war wohl das beste Viertel der Raubkatzen in der laufenden Saison 2025/2026 der BARMER 2. Basketball Bundesliga – und dies ohne zahlreiche Leistungsträger. Sonko nahm dazu noch seine letzte Auszeit in Anspruch. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Halbzeitpause. Die Tigers profitierten von einer starken Quote aus der Distanz. Elf Treffer bei 18 Versuchen bedeuteten 61 Prozent.

Drittes Viertel (21:26):

Moreaux eröffnete den zweiten Durchgang nach 13 Sekunden per Floater zum 58:49, im Gegenzug traf der ehemalige Tübinger Timo Lanmüller aus der Distanz zum 52:58. Benjamin Burnham verkürzte mit fünf Zählern in Folge zum 57:61 nach 23 Minuten. Die Zuschauer sahen ein gutes Basketballspiel, beide Kontrahenten schenkten sich nichts. Co-Kapitän Tention übernahm weiter Verantwortung und legte zwei Freiwürfe nach 14 Minuten zum 65:59-Zwischenstand im gegnerischen Korb ab. Mit 17 Zählern war der US-Amerikaner aktuell bester Punktesammler. Die Schwaben behaupteten zunächst den Vorsprung, so nach 25 Minuten beim Stand von 67:60. In der Defense wurde an beiden Enden hart um jeden Ball gekämpft, zahlreiche offensive Fouls waren auch zu notieren. Viele Punkte fielen in dieser Phase der Partie nicht. Nach 17 Minuten lagen die Schwaben mit 67:62 weiter knapp in Front. Die Raubkatzen ließen nicht locker und behaupteten weiter die Führung. Emilien traf nach 18 Minuten per Zweier zum 69:64. Der Kanadier war bei neun Zählern angelangt. Beide Kontrahenten präsentierten sich total auf Augenhöhe. 63 Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels gelang Bayram per Dreier das 74:68, der 21-Jährige war ebenfalls schon bei 14 Punkten angelangt. Mit jeweils einem Dreier von Pelote für Tübingen und Elijah Ndi endete der dritte Abschnitt mit 77:75 aus Sicht der Schwaben.

Viertes Viertel (20:30):

Pelote eröffnete den letzten Durchgang per Dreier nach 25 Sekunden zum 80:75. Das Spiel blieb enorm umkämpft, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Nach 32 Minuten führten die Tigers mit 82:80. Von Hinton war bei den Artland Dragons lange Zeit nichts zu sehen. Mit fünf Zählern in Folge holte der US-Amerikaner die Führung beim Stand von 83:82 zurück zu den Gästen. Sonko nahm bei 7:14 Minuten auf der Uhr die nächste Auszeit. Bis zur 35. Minute legten die Niedersachsen einen 12:0-Lauf zum 87:82 auf das Parkett. Emilien beendete den Lauf des Gegners mit zwei Zählern zum 84:87. Die Schwaben leisteten sich in kurzer Zeit doch so einige Fehler, was die Niedersachsen gnadenlos bestraften. Nach zwei weiteren Punkten von Linus Ruf zum 89:84 verlangte Sonko bei 5:19 Minuten auf der Uhr die nächste Auszeit. Die Schwaben blieb absolut dran, Pelote verkürzte mit einem Jumper auf 89:91, Gruhn nahm 63 Sekunden später die nächste Unterbrechung in Anspruch. Nun hagelte es Auszeiten am Stück. Nach einem Floater von Hinton zum 96:91 war es nun wieder Sonko, der seine Spieler zum Gespräch auf die Bank bat. Noch waren 2:55 Minuten zu spielen. Die Niedersachsen waren nun aber das bessere Team, den Schwaben schwanden mit der kleinen Rotation nun die Kräfte. Hinton erzielte mit vier weiteren Punkten das 98:91 nach 38 Minuten. Der Liga-Topscorer war erneut bei 27 Zählern angelangt. Ruf machte 81 Sekunden mit 100:91 für die Gruhn-Truppe den Deckel drauf, der 66 Sekunden vor dem Ende nochmals eine Auszeit nahm. So auch nochmals bei noch 21,5 Sekunden Restzeit bei der 102:95-Führung. Es folgte ein weiterer Dreier von Hinton zum 105:95, Moreaux beendete die Begegnung mit zwei Freiwürfen zum 97:105 aus Sicht des Gastgebers.

Die Stimmen zum Spiel:

Henrik Sonko (Trainer Tigers Tübingen): „Glückwunsch an Coach Hendrik Gruhn und die Artland Dragons zu diesem Sieg. Schlüsselpunkte waren für uns am Ende technische und taktische Fehler, die auf so einem Spielniveau nicht passieren dürfen. Aber natürlich hat uns auch ihre individuelle Qualität wehgetan. Wir haben probiert das umzusetzen, was wir trainiert haben, was uns über weite Strecken des Spiels auch gut gelungen ist. Aber es waren dann in Summe einfach zu viele Fehler gegen ein starkes Team. Dennoch kann ich mit dem Auftritt der Mannschaft in unserer aktuellen Situation schon auch zufrieden sein.“

Hendrik Gruhn (Trainer Artland Dragons): „Ich denke, am Ende war es ein verdienter Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit, die wir gespielt haben. Es war ein schwer erkämpfter Sieg, ich glaube unsere Verteidigung war einfach besser nach der Pause, nachdem wir in der ersten Hälfte das Nachsehen hatten. Tübingen hat es uns mit elf Dreiern und einer verrückten Quote natürlich auch schwer gemacht, wobei wir ihnen auch viele einfache Würfe gegeben haben. Das wollten wir unterbrechen, wir konnten die Leistung dann auch steigern. Am Ende war es eine tolle Offensiv-Performance von Amir Hinton. Allerdings müssen wir defensiv besser werden und dürfen uns nicht immer auf unsere individuelle Qualität in der Offensive verlassen.“

Dschungelgeflüster – der etwas andere Blick rund um das Spiel:

Die Heimbilanz im Jahr 2025: Die Tigers Tübingen haben im Kalenderjahr 2025 insgesamt 20 Pflichtspiele in der Paul Horn-Arena bestritten. Elf Partien (15.058 Zuschauer) in der Saison 2024/2025, wo sieben Siege und vier Niederlagen zu Buche stehen. In der laufenden Runde 2025/2026 der BARMER 2. Basketball Bundesliga sind bisher acht Begegnungen (27.086) absolviert worden. Hier liegt die Bilanz bei drei Erfolgen und fünf Niederlagen. Dazu kommt das Spiel im BBL Pokal gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier, welches die Mannschaft von Trainer Henrik Sonko am 23. September 2025 vor 1.229 Fans mit 67:87 verloren hat. In den 20 Heimspielen besuchten insgesamt 42.144 Fans die Partien der Schwaben, was einen Schnitt von 2.107 Zuschauern pro Partie bedeutet. Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Schweigeminute für Kurt Arndt: Vor dem Spiel zwischen den Tigers Tübingen und den Artland Dragons gab es eine Schweigeminute für Kurt Arndt. Der ehemalige Basketball-Abteilungsleiter und erste Manager im Tübinger Basketball ist am 21. November 2025 im Alter von 75 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben. Bis zuletzt verfolgte der ehemalige Tübinger Funktionär das Geschehen der Tigers Tübingen in der Paul Horn-Arena. Der SV 03 Tübingen sowie die Tigers Tübingen bedanken sich bei Kurt Arndt für seine großen Verdienste für den Tübinger Basketball und wünschen seiner Familie in dieser schweren Zeit viel Kraft und Zuversicht! Hier gibt es weitere Infos zu Kurt Arndt!

ALPI-Fanfahrt nach Crailsheim: Der Fanklub Neckar Tigers e. V. sowie die Fangruppierung Massimo 03 planen die ALPI-Fanausfahrt zum Auswärtsspiel nach Crailsheim. Abfahrt ist am Samstag, den 3. Januar 2026, um 12:30 Uhr vom Tübinger Busbahnhof, um 12:45 Uhr kann an der Paul Horn-Arena zugestiegen werden. Für Mitglieder kostet die Fahrt sowie die Eintrittskarte 43 Euro, der ermäßigte Preis ist 40 Euro. Nicht-Mitglieder zahlen jeweils fünf Euro mehr. Auf der Fahrt gibt es zudem Produkte von unserem Bierpartner Alpirsbacher. Anmeldungen werden per Mail unter tigers-away@mail.de angenommen. Jetzt anmelden und die Mannschaft der Tigers Tübingen beim Derby in Crailsheim unterstützen!

Tobias Fischer
Von Tobias Fischer
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