Bild: Veolia Towers Hamburg

In Hamburg gegen eines der Teams der Stunde zu Gast

14 Dez 2023

Den elften Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga eröffnen die Tigers Tübingen mit dem Gastspiel bei den Veolia Towers Hamburg. Gespielt wird am Freitag, den 15. Dezember, um 20 Uhr in der edel-optics.de Arena zu Hamburg. Mit zuletzt fünf Siegen aus den vergangenen sechs Partien zählt die Mannschaft von Trainer Benka Barloschky aktuell zu den Teams der Stunde im deutschen Basketball-Oberhaus. Mit einer Bilanz von 6:4-Erfolgen nehmen die Norddeutschen aktuell den siebten Tabellenplatz ein. Für die Schwaben um Trainer Danny Jansson gilt es, nach der völlig unnötigen Niederlage vor knapp zwei Wochen bei den HAKRO Merlins Crailsheim eine entsprechende Reaktion auf dem Spielfeld zu zeigen. Die Begegnung wird wie immer auf Dyn übertragen. Sendebeginn ist um 19:45 Uhr.

Aljami Durham im Fokus

Die zweiwöchige Spielpause haben die Tigers Tübingen für Training und Regeneration genutzt. “Es war auch einmal wichtig, dass die Spieler die Köpfe frei bekommen”, so Jansson. Positiv ist, dass Spielmacher Javon Masters nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Dazu wird die zweite Tübinger Nachverpflichtung in Person von Georgios Kalaitzakis sein BBL-Debüt in Hamburg geben. Dennoch bleibt den Schwaben das Verletzungspech treu. Center Kaodirichi Akobundu-Ehiogu fällt mit einer Handverletzung aus. Dazu sind weitere Akteure angeschlagen und fraglich. Für Christoph Philipps, in der vergangenen Spielrunde noch in Hamburg aktiv, kommt das Duell nach seiner Knieoperation noch zu früh. “Hamburg ist eine schnell wachsende Organisation”, betont der 25-Jährige, der zu Beginn des neuen Jahres wieder in den Kader zurückkehren soll.

Bisher spielten beide Kontrahenten erst zwei Mal gegeneinander. Damals in der Saison 2018/2019, als die Raubkatzen nach 14 Jahren den Gang in die zweite Liga antreten mussten. Die Partie in Hamburg ging mit 103:80 an die Hansestädter, im Rückspiel konnten sich die Schwaben nach zwischenzeitlichen Abstiegssorgen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga am letzten Spieltag der Hauptrunde mit 104:100 behaupten. In den Playoffs gelang der damaligen Mannschaft von Trainer Mike Taylor die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die erste Liga. Aktuell spielen die Veolia Towers Hamburg im fünften Jahr in der easyCredit BBL, inklusive Playoff-Teilnahmen sowie das Mitwirken im internationalen Geschäft.

Angeführt wird das Team von Point- und Shooting Guard Aljami Durham. Der US-Amerikaner spielt bisher eine herausragende Saison für das Barloschky-Team. 16,9 Punkte, 5,0 Rebounds und 4,9 Assists kann der 25-Jährige bisher aufweisen. Dazu kommen noch sehr gute Quoten aus dem Feld. Ebenfalls zweistellig punkten Center Aleksander Dziewa (13,4 ppg), William Christmas (12,7 ppg) und Vincent King (12,0 ppg). Christmas (Artland Dragons) sowie Nico Brauner (JobStairs GIESSEN 46ers) kennen die Schwaben noch aus gemeinsamen Zeiten in der zweiten Liga in der vergangenen Spielrunde 2022/2023. Bester deutscher Punktesammler ist Lukas Meissner mit 7,1 Zählern, bekanntestes Gesicht bei den Hamburgern sicherlich Routinier Jonas Wohlfarth-Bottermann (4,2 ppg).

Sieg im EuroCup am Mittwoch in London

Erneut spielen die Norddeutschen im EuroCup. Am gestrigen Mittwochabend gastierte der kommende Gegner der Schwaben noch bei den London Lions in England. Dabei gelang dem Barloschky-Team ein toller 83:81-Auswärtssieg. Mit bisher zwei Siegen und neun Niederlagen hat das Barloschky-Team vor den verbleibenden sieben Spielen der Gruppe A aber kaum noch Chancen mehr auf das Weiterkommen. Die bekanntesten Gegner in einer von zwei Gruppen mit jeweils zehn Mannschaften sind zweifelsfrei Paris Basketball/Frankreich und Joventut Badalona/Spanien. Tom Walther, Assistant Coach der Tigers Tübingen, äußerst sich wie folgt über den kommenden Gegner: “Sie sind eine groß aufgestellte Mannschaft. Sprich, es gilt dagegenzuhalten und um die Rebounds kämpfen. Durham sticht als Anführer aus dem Team heraus, aktuell ist er der zweit-effektivste Spieler der Liga. Dazu spielen die weiteren Importspieler vor allem in der Offense eine große Rolle.”

Was sagt die Statistik? Kurios ist, dass beide Mannschaften exakt 75,8 Prozent aller Würfe von der Freiwurflinie verwandeln. Der größte Unterschied ist bei den Steals festzustellen. Während die Schwaben mit 8,7 Ballgewinnen auf Rang zwei liegen, nimmt Hamburg mit 5,9 Steals den vorletzten Platz in dieser Wertung ein. In den weiteren Kategorien sind beide Teams recht eng beisammen. Zweifelsfrei gehören beide Teams nicht zu den besten Mannschaften beim Kampf um die Rebounds. Hamburg (34,8 rpg) liegt nur knapp vor Tübingen (33,4 rpg).

von Tobias Fischer