Personal, 03.02.2026

Jordan Johnson ist die dritte Nachverpflichtung

Die Tigers Tübingen haben angesichts der angespannten sportlichen und personellen Situation eine weitere Nachverpflichtung getätigt. […]

Die Tigers Tübingen haben angesichts der angespannten sportlichen und personellen Situation eine weitere Nachverpflichtung getätigt. Mit Jordan Johnson kommt ein neuer Point Guard mit internationaler Erfahrung in die Unistadt. Die Verantwortlichen reagieren damit auf den Negativtrend von sieben sieglosen Spielen in Folge und erhoffen sich vom US-Amerikaner eine sofortige Verstärkung im Kampf um den Klassenerhalt. Der 31-Jährige ist am Montag in Tübingen eingetroffen und erhält bei den Schwaben einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2025/2026. Johnson wird zukünftig das Trikot mit der Nummer elf tragen. Am Dienstagvormittag absolvierte der Tübinger Neuzugang die erste Trainingseinheit mit seiner neuen Mannschaft. Die Nachverpflichtung wurde nötig, da neben Jacobi Wood (Fußoperation) nun auch Larry Thomas mit einer Fußverletzung (Fraktur) längerfristig ausfallen wird.

Bis zuletzt im Spielbetrieb

Bis vor wenigen Tagen stand Johnson noch beim kosovarischen Erstligisten KB Peja unter Vertrag. In der laufenden Spielzeit 2025/2026 kam der Spielmacher durchschnittlich auf 13,6 Punkte, 4,6 Assists und 2,9 Rebounds pro Partie. Für KB Peja lief er außerdem auch in der ENBL (European North Basketball League) auf. Der 31-Jährige wurde verfügbar, nachdem sich für ihn die Möglichkeit ergab, seinen Vertrag im Kosovo vorzeitig aufzulösen.

Jordan blickt positiv gestimmt auf seine neue Herausforderung: „Ich bin wirklich glücklich darüber, bei den Tigers Tübingen unterschrieben zu haben, nachdem im Kosovo zuletzt nicht alles glatt lief. Aus meiner Zeit in Deutschland kenne ich die Tigers natürlich. Mit Trier habe ich damals in Tübingen zwar hoch (104:75-Sieg der Tigers Tübingen am 1. April 2023, Anmerkung der Redaktion) verloren, aber 25 Punkte gemacht (lacht). Ich möchte mit meiner Erfahrung dabei helfen, dass wir den Negativtrend schnellstmöglich beenden können.“ Seine Stärken sieht der Point Guard vor allem im Ballvortrag und in seinem Distanzwurf – je nachdem, was das Team in der jeweiligen Spielsituation von ihm benötigt.

Sonko kommentiert die dritte Nachverpflichtung wie folgt: „Uns war es wichtig, einen erfahrenen Spieler zu verpflichten, der fit ist und uns sofort weiterhelfen kann. Johnson hat erst vor gut einer Woche sein letztes Spiel gemacht, der Rhythmus sollte vorhanden sein. Bei all seinen Stationen hat er gezeigt, dass er sowohl selber scoren als auch seine Mitspieler in Szene setzen kann. Dass Johnson die ProA bereits kennt, ist ein großer Vorteil.“

Zur Person:

Jordan Nathaniel Johnson wurde am 26. Januar 1995 in Waukegan im US-Bundesstaat Illinois geboren und wuchs in der Nähe von Chicago auf. Bereits mit sieben Jahren begann er mit dem Basketball. Nachdem sich der 1,80 Meter große Spielmacher über zwei Jahre am John Wood Community College in die NJAA (2013-2015) gekämpft hatte, überzeugte der heute 31-Jährige dort auf ganzer Linie. Im Anschluss verbrachte der US-Amerikaner zwei Jahre an der University of Wisconsin in Madison und spielte für die Milwaukee Panthers in der NCAA-Division I. Durchschnittlich kam der dritte Tübinger Neuzugang für die Panthers auf 12,5 Punkte und 8,1 Assists. In seinem Abschlussjahr (2017/2018) bei den UNLV Runnin’ Rebels (University of Nevada, Las Vegas) waren es sogar 13,6 Punkte und 6,0 Vorlagen.

In seiner ersten Saison als Profi spielte er in der G-League für die Rio Grande Valley Vipers (Saison 2018/2019). Mit dem Farmteam der Houston Rockets gewann Johnson zusammen mit dem deutschen NBA-Star Isaiah Hartenstein den Meistertitel. Zu Hartenstein pflegt der 31-Jährige immer noch einen freundschaftlichen Kontakt. Der US-Amerikaner unterstützt stets jenes Team, in dem sein früherer Teamkollege spielt (aktuell Oklahoma City Thunder/NBA). In den folgenden Jahren zog es Johnson nach Europa, wo er in verschiedenen Ländern stets gute Leistungen zeigte. Der Point Guard spielte in den Niederlanden, in Schottland, in der Türkei, in England, in der Slowakei, im Kosovo und auch in Deutschland. In der Runde 2019/2020 gewann er mit Sigal Prishtina die kosovarische Meisterschaft und den nationalen Pokal. Mit durchschnittlich 19,8 Punkten und 6,5 Assists war Johnson der überragende Akteur. In der Spielzeit 2022/2023 stand Johnson für RASTA Vechta und die heutigen VET-CONCEPT Gladiators Trier unter Vertrag. Aus seiner Zeit in Vechta kennt er bereits Kaya Bayram, seinen neuen Teamkollegen. Für Trier lieferte er in 24 Partien starke Statistiken ab (15,6 ppg, 3,4 apg, 2,1 rpg) und ein Season-High von 39 Punkten gegen die ART Giants Düsseldorf. Auch in der British Basketball League hinterließ der dritte Tübinger Neuzugang seine Spuren. Für die Newcastle Eagles (2023-2024) und die Glasgow Rocks (2021/2022) erzielte der US-Amerikaner mehr als 18 Punkte im Schnitt. Herzlich willkommen in Tübingen, Jordan Johnson!

Tobias Fischer
Von Tobias Fischer
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