Krimi geht an Tübingen! Till Jönke sichert mit zwei Freiwürfen den 86:83-Sieg in Nürnberg
Die Tigers Tübingen haben das Auswärtsspiel beim Nürnberg Falcons BC vor 1.787 Zuschauern in der […]
Die Tigers Tübingen haben das Auswärtsspiel beim Nürnberg Falcons BC vor 1.787 Zuschauern in der […]

Die Tigers Tübingen haben das Auswärtsspiel beim Nürnberg Falcons BC vor 1.787 Zuschauern in der Kia Metropol Arena Nürnberg mit 86:83 (45:38) gewonnen. Das Spiel war kein Augenschmaus, beiden Mannschaften merkte man die Verunsicherung mit zahlreichen Niederlagen in den vergangenen Wochen an. Beide Kontrahenten vergaben unglaublich viele Chancen, am Ende zählt aber nur der Tübinger Sieg. Das Team von Trainer Eric Detlev lag nach allen vier Vierteln in Front. In der 24. Minute führten die Gäste mit 58:43 am höchsten, die Franken hatten in Minute 35 beim Stand von 75:71 den höchsten Vorsprung inne. Bis dahin gelang der Mannschaft von Trainer Ralph Junge ein 17:1-Lauf. Die Zeichen standen auf der nächsten Tübinger Niederlage, doch es kam anders. Felix Edwardsson gelang 61 Sekunden vor dem Ende ein Dreipunktspiel zum 83:81, diese knappe Führung brachten die Schwaben über die Zeit. Final war es Tigers-Kapitän Till Jönke, der 2,2 Sekunden vor dem Abpfiff zwei Freiwürfe zum 86:83-Sieg verwandelte. Jordan Johnson wurde für die Tigers Tübingen mit 19 Punkten zum Topscorer der Partie, gefolgt von Bernard Pelote mit 18 Zählern. Bei den Franken kam Vincent Friederici als bester Schütze auf 18 Punkte. Die Rebounds gingen mit 38:32 an die Hausherren. Aus der Distanz verwandelten die Schwaben zehn von 26 Versuchen (38 Prozent). Für die Tigers Tübingen war es der neunte Saisonsieg bei 17 Niederlagen, was aktuell Platz 14 im Tableau bedeutet. Für den Nürnberg Falcons BC war es die sechste Niederlage in Folge, aktuell stehen die Junge-Schützlinge mit 11:15-Erfolgen auf dem zwölften Tabellenplatz.
Kommissar: Peter Schuberth; Schiedsrichter: Edris Naim, Marli Kasemi, Nikola Krajacic
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Am kommenden Wochenende spielen die Tigers Tübingen gegen die RheinStars Köln. Hochball ist am Samstag, den 14. März 2026, um 19:30 Uhr in der Paul Horn-Arena. Tickets gibt es im Onlineshop sowie ab 18:15 Uhr an der Abendkasse. Im Hinspiel konnten die Schwaben am 20. Oktober 2026 einen 80:59-Auswärtssieg verbuchen. Die Rheinländer haben am Sonntagabend gegen die VfL SparkassenStars Bochum mit 89:93 verloren. Mit 11:15-belegen die Rheinländer den elften Tabellenplatz.
Das Spiel startete mit einigen Fehlwürfen auf beiden Seiten. Johnson glich die Partie nach 113 Sekunden zum 2:2-Zwischenstand aus. Der Spielverlauf war zunächst mehr als verhalten. Beide Kontrahenten spielten in der Defense zunächst eine Zone. Johnson erzielte nach fast genau vier Minuten mit einem Zweier die erste Tübinger Führung zum 9:8. In der Defense kassierten die Raubkatzen bis zur fünften Minute schon vier Teamfouls, die Franken waren zu diesem Zeitpunkt noch ohne Vergehen. Die Partie gestaltete sich weiterhin wenig attraktiv, passend zu den Plätzen beider Teams in der Tabelle. Bei der Detlev-Truppe übernahm vor allem Johnson Verantwortung, der nach sechs Minuten beim 11:11 schon bei sieben Zählern angelangt war. Nach dem ersten Dreier der Begegnung von Isaiah Sanders zum 14:11 nahm Junge bei noch 3:36 Minuten auf der Uhr die erste Auszeit in Anspruch. Christian Feneburg holte nach einem Steal in Minute acht per Korbleger die Führung (17:16) für die Franken zurück. Die Tigers leisteten sich abermals zu viele einfach Fehler, dazu hatte die Junge-Truppe Vorteile bei den Rebounds. Die Partie gestaltete sich dennoch weiter recht ausgeglichen. Tigers-Kapitän Jönke glich das Spiel 91 Sekunden vor Ende des ersten Viertels mit einem Dreipunktspiel zum 19:19 aus. Final gingen die Schwaben mit einem knappen 23:21-Vorsprung ins zweite Viertel. Johnson war mit sieben Zählern weiterhin bester Punktesammler auf dem Feld. Beim Gastgeber kamen Friederici, Feneberg und Evan Taylor auf jeweils vier Zähler. Bei den Rebounds lagen die Franken mit 9:8 einen Korbabpraller vorne.
Jönke erzielte nach 13 Sekunden die ersten Zähler per Korbleger zum 25:21. Sanders legte an seiner ehemaligen Wirkungsstätte aus der Distanz zum 28:21 für die Gäste nach – gespielt waren 95 Sekunden. Der Nürnberg Falcons BC war noch auf der Suche nach seinem Rhythmus, die Tigers Tübingen waren ihrerseits recht gut in der Begegnung. Bei den Franken übernahm nun Friederici, der nach 14 Minuten per Dreier zum 27:30 verkürzte und bereits bei neun Punkten angekommen war. Mehr Kampf als Klasse prägte aber den Spielverlauf. Beiden Kontrahenten merkte man die vielen Niederlagen in den vergangenen Wochen an. Pelote erzielte in Minute 17 per Dreier seine ersten Zähler zum 36:32 für die Raubkatzen. Das Spiel war jedoch weiter enorm fehlerlastig auf beiden Seiten. Ballverluste, Schrittfehler und Fehlwürfe – beide Mannschaften strotzten nicht gerade vor Selbstvertrauen. Detlev nahm beim Stand von 38:35 bei noch 2:25 Minuten auf der Uhr seine erste Auszeit wahr. Pelote legte per Dreier zum 43:35 nach, noch waren 81 Sekunden in der ersten Hälfte zu spielen. In der Defense agierten beide Teams weiter vermehert mit einer Zone. Melkisedek Moreaux erhöhte in der Schlussminute artistisch sogar auf 45:35, erstmals lagen die Gäste mit einem zweistelligen Vorsprung vorne. Es war gleichzeitig das Ende eines 9:0-Laufs. Zur Halbzeit führten die Schwaben mit 45:38. Topscorer war nun Nürnbergs Friederici mit 14 Punkten, für Tübingen kam Johnson als bester Schütze auf zwölf Punkte. Bei den Rebounds lagen die Hausherren mit einem Korbabpraller (18:17) vorne.
Edwardsson eröffnete den zweiten Durchgang nach 53 Sekunden per Dreier zum 48:38. Johnson legte in Minute 22 per Korbleger zum 50:38-Zwischenstand nach. Der Start war aus Tübinger Sicht gelungen. Die Fehlerquote war auch bei den Franken enorm hoch. Es war abenteuerlich, was beide Mannschaften an Chancen ungenutzt ließen. Silas Oriane traf bei 6:40 Minuten auf der Uhr seine ersten Punkte per Dreier zum 55:41, Junge musste für Nürnberg eine Auszeit nehmen. Pelote verwandelte nach genau 24 Minuten zwei Freiwürfe zum 58:43. Die Franken hatten längst die Teamfoulgrenze erreicht, sodass die Schwaben immer wieder an der Linie standen. In der 26. Minute traf Sanders beide Freiwürfe zum 60:48. Beide Kontrahenten bemühten sich um einen ordentlichen Spielverlauf, die Verunsicherung war aber auf beiden Seiten zu spüren. Im weiteren Verlauf kämpfte sich das Junge-Team zurück ins Spiel. Brandton Chatfield verkürzte in der 27. Minute per Dunking auf 56:61 – Auszeit Tigers Tübingen. Pelote stoppte einen weiteren Vormarsch der Nürnberger Basketballer in Minute 29 per Dreier zum 66:58. Exakt 21,2 Sekunden vor Ende des dritten Viertels wurde Pelote von Chatfield beim erfolgreichen Distanzwurf zum 69:58 gefoult, der fällige Freiwurf fand auch das Ziel zum 70:58-Zwischenstand. Mit diesem Spielstand ging es auch in die finalen zehn Minuten. Neuer Topscorer war nun Pelote für Tübingen mit 18 Punkten, Friederici war für die Franken mit 14 Zählern weiterhin bester Schütze. Die Rebounds gingen mit 28:27 an die Hausherren.
Georgios Gkiouzelis eröffnete den Schlussabschnitt nach 46 Sekunden per Dreier zum 61:70. Eine Minute später legte der Grieche in gleicher Manier zum 64:70 nach. Der Tübinger Vorsprung schmolz dahin, eigene Punkte waren beim 70:66 noch nicht zu notieren. Nach genau 34 Minuten folgte der nächste Dreier von Gkiouzelis zum 69:70. Moreaux traf bei 6:43 Minuten auf der Uhr einen Freiwurf zum 71:69. Das Spiel war nun wieder komplett offen, das Momentum lag aber beim Gastgeber. Friederici glich die Partie in Minute 34 mit zwei Freiwürfen zum 71:71 aus. Das gleiche Ereignis eine Minute später, Nürnberg führt nun wieder mit 73:71. Der gute Carter Whitt war in Minute 35 ebenfalls mit zwei Treffern von der Freiwurflinie zum 75:71 erfolgreich, Sekunden später gelang Sanders gelang der erste Korb aus dem Feld zum 73:75-Anschlusstreffer. Die Franken hatten zuvor einen 17:1-Lauf auf das Parkett gelegt. Detlev nahm wenig später die nächste Auszeit in Anspruch. Die Partie stand nun auf Messers Schneide. Die Schwaben gaben sich aber noch nicht geschlagen, Sanders verkürzte in Minute 37 per Dreier auf 78:79. Der US-Amerikaner legte im nächsten Angriff mit zwei Punkten zur 80:79-Führung nach, die Führung wechselte wieder. Das Spiel war nun absolut wild. Edwardsson gelang ein Korbleger mit Foul von Tom Stoiber zum 82:81, noch waren 61 Sekunden zu absolvieren. Auch der Freiwurf saß zum 83:81. Mehr Spannung ging nicht. Chatfield konnte das Spiel in der Schlussminute nochmals zum 83:83 ausgleichen. Ein Freiwurf von Johnson und zwei Freiwürfe von Jönke bei noch 2,2 Sekunden auf der Uhr sicherten letztendlich den 86:83-Auswärtssieg der Tigers Tübingen. Der letzte Wurf von Friederici aus der Distanz ging daneben.
Eric Detlev (Trainer Tigers Tübingen): „Das war ein wichtiger Sieg. Wir haben eine ganz ordentliche Leistung abgeliefert. Mit so vielen Niederlagen im Gepäck ist Basketball nicht so einfach. Es ist primär eine Kopfsache. Die Mannschaft hat toll gekämpft, wir lagen nach allen vier Vierteln in Front. Auch das Comeback von Nürnberg konnten wir kontern und uns am Ende mit einem Sieg belohnen. Dieser Erfolg sollte jedem einzelnen Spieler Selbstvertrauen für die nächsten acht Spiele geben.“
Ralph Junge (Trainer Nürnberg Falcons BC): „Glückwunsch an Trainer Eric Detlev und die Tigers Tübingen zu diesem Sieg. Es war ein wichtiger Erfolg für die Tübinger Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt. Bei uns ist die Enttäuschung und die Frustration enorm. Wir haben drei Viertel nicht so gespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten. Dann kommen wir im letzten Viertel phänomenal zurück, gehen auch in Führung, können aber das Spiel aber nicht zu Ende bringen. Daran müssen wir arbeiten.“
Update zum Personal: Die Tigers Tübingen mussten beim Auswärtsspiel beim Nürnberg Falcons BC weiter auf Connor Nelson wegen Knieproblemen verzichten. Kurzfristig fiel auch Patrick Emilien aus. Der Kanadier hat sich im Spiel gegen die HAKRO Merlins Crailsheim am Freitag das Knie gestaucht. Miles Tention wurde wegen Rückenschmerzen nicht eingesetzt. Weiterhin fehlen zudem JaCobi Wood, Larry Thomas und Joshua Schwaibold (alle Fuß). Aaron Ogunjobi wurde nicht für den Kader nominiert.
Dritter Trainerwechsel: Die SBB Baskets aus Wolmirstedt haben am gestrigen Samstag Trainer Eiko Potthast freigestellt. Am Freitag hat das Team aus Sachsen-Anhalt gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim mit 83:98 verloren. Mit sechs Siegen und 19 Niederlagen stand der Aufsteiger nach dem 25. Spieltag der Saison 2025/2026 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga auf dem 18. und letzten Tabellenplatz. Der 34-Jährige war zuletzt acht Jahre für die SBB Baskets tätig war. Achmadschah Zazai wird Nachfolger von Potthast. Am morgigen Montag spielt das Team aus der Nähe von Magdeburg gegen den BBC Bayreuth. Die ersten zwei Trainerwechsel der laufenden Runde waren Stephan Baeck (Köln) und Henrik Sonko (Tübinen).
News von unseren anderen Teams: Die SV 03 Tigers Tübingen haben in der zweiten Regionalliga gegen TS Lokomotive Göppingen knapp mit 62:60 gewonnen. Aaron Ogunjobi war mit 15 Zählern bester Tübinger Punktesammler. Die Damen des SV 03 Tigers Tübingen waren in der Regionalliga mit 63:58 gegen die PKF Titans Stuttgart erfolgreich. Das U14-Team der Young Tigers Tübingen hat in der Jugend-Oberliga der Gruppe B das letzte Spiel der Hauptrunde bei BBU 01 Ulm mit 73:59 siegreich gestaltet.