Bild: Bayer Giants Leverkusen

Mit 23 Jahren noch in der Landesliga aktiv – Dennis Heinzmann von den Bayer Giants Leverkusen im Interview

02 Jan 2020

Dennis Heinzmann ist mit einer Körpergröße von 2,16 Metern und stattlichen 120 Kilogramm Kampfgewicht der Fels in der Brandung bei den Bayer Giants Leverkusen, dem nächsten Gegner der Tigers Tübingen (Samstag, 20 Uhr, Paul Horn-Arena). Im Interview spricht der Center über den späten Beginn seiner Basketballkarriere, die persönliche Bedeutung von Trainer Hansi Gnad sowie das heutige Duell zum Rückrundenauftakt in der Saison 2019/2020.

Dennis, die Bayer Giants Leverkusen spielen als Aufsteiger eine sehr gute Rolle in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Bist du von dem eigenen Auftreten selbst überrascht?

Eine gute Frage. Nach dem Aufstieg in die ProA ist und bleibt der Klassenerhalt das Ziel des Vereins. Das ist sehr wichtig, dass wir nicht gleich wieder abstiegen. Mit der Euphorie aus der letzten Saison haben wir in der Kabine aber sicherlich höhere Ziele. Dass es im Moment ein Playoff-Platz ist, freut uns alle sehr. Wir werden weiter alles dafür geben, dass wir bis zum Ende eine Chance haben auf die Teilnahme an der Meisterschaft.

Auch persönlich läuft es für dich recht gut. Im Hinspiel gegen Tübingen gelangen dir mit 21 Zählern eine persönliche Bestmarke. Wie würdest deine Stärken beschreiben, wo kannst du dich noch verbessern?

Ich denke, ich bin ein guter Verteidiger, der primär den eigenen Korb beschützt. Wenn ein Mitspieler auf der „help side“ geschlagen wird, versuche ich immer, das Loch zu schließen. Manche sagen, ich bin der Fels in der Brandung. Das kann ich schon irgendwie bestätigen. Meine Punkte mache ich meistens nach dem „Pick and Roll“ und nach erfolgreichen Offensiv-Rebounds. Verbessern muss ich mich noch bei den Freiwürfen sowie in der „Pick and Roll“-Verteidigung.

Du bist körperlich ein Bär von einem Mann. Kommt dir dies in der Liga zugute oder ist es schwer, gegen kleinere Gegenspieler gut auszusehen?

In der ProA bin ich von meiner Statur mittlerweile fast schon die Ausnahme. Viele Gegenspieler sind kleiner, wendiger, schneller und verfügen zudem noch über einen Wurf von außen. Es gibt viele positive, wie auch einige negative Situationen. Ich versuche stets, das Beste aus meinen Möglichkeiten zu machen und bin diesbezüglich auch sehr zufrieden.

Du hast relativ spät mit dem Basketball angefangen. Mit 23 Jahren hast du noch in der Landesliga in Wuppertal gespielt. Wie siehst du deine Entwicklung in den letzten Jahren?

Als Kind und Jugendlicher habe ich immer wieder Basketball gespielt. Meine Mutter hat mich auch überall hingefahren. Ich habe oft in einem Team angefangen, aber auch oft wieder abgebrochen. Der Spaß hat in dieser Zeit zumeist gefehlt. Mit 23 Jahren habe ich in der Landesliga in Wuppertal gespielt. Es war eine gute Clique, es hat dann einfach Spaß gemacht. In der Folge habe ich viel trainiert, mich schnell verbessert und viel Spielzeit erhalten. Ein großes Plus war, dass mein Trainer damals schon Hansi Gnad war. Er ist seit dieser Zeit mein Mentor, hat mich gefördert und mich nach Leverkusen gebracht. Das war sportlich natürlich ein großer Sprung. Für diese Unterstützung bin ich ihm bis heute sehr dankbar.

Kommen wir zum Sportlichen. Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit. Was erwartest du vom Rückspiel?

Tübingen verfügt über eine sehr gute Mannschaft auf dem Papier. Die meisten deutschen Spieler kenne ich aus vielen Duellen in der Vergangenheit. Ich habe schon viel über die Heimspielstätte der Tigers gehört, leider noch nie dort gespielt. Deswegen freue ich mich umso mehr auf diese Begegnung. Sportlich wird es sehr interessant werden. Ich denke, wer besser und schneller in das Spiel findet, hat eine gute Siegchance. Die Intensität über 40 Minuten in der Verteidigung wird entscheidend sein.

Dennis Heinzmann, vielen Dank für das Gespräch.