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Nach gelungenem Trainer-Debüt: Aleksandar Nadjfeji im Kurzinterview

02 Okt 2018

Für Aleksandar Nadjfeji hätte es am Samstagabend kaum besser laufen können. Beim ersten Pflichtspiel als Head Coach der Tigers Tübingen ewartete Sasa eine grandiose Atmosphäre in der Tübinger Paul Horn-Arena. Und nach dem 110:101-Erfolg seiner Tigers gegen die Hebeisen White Wings Hanau gab es am Ende auch noch Grund zum Feiern. Wie Nadjfeji sein Trainer-Debüt wahrgenommen hat, verrät der 41-Jährige im Interview.

Sasa, Glückwunsch zum Sieg über die White Wings aus Hanau. Im ersten Spiel als Cheftrainer gleich ein Sieg, wie hat es sich angefühlt?

Das Gefühl war super! Wenn man gewinnt, fühlt sich das natürlich immer toll an, aber für mich war das etwas ganz Besonderes am Samstag. Nicht nur weil wir in meinem ersten Spiel als Trainer gewonnen haben, sondern vor allem wegen der Stimmung in der Halle. Das war unglaublich und bedeutet mir und dem ganzen Team sehr viel! Es war von den Emotionen und der Stimmung ein perfekter Abend.

Als Head Coach kannst du nur noch von außen Einfluss auf das Spiel nehmen. Wie schwer ist es, dies erfolgreich zu tun?

Es ist schwer. Für jeden Trainer ist das keine einfache Aufgabe, für mich ist es eine neue Situation. Von der Seitenlinie kann man nicht so viel machen. Mann muss in erster Linie die Spieler motivieren und dann versuchen, während dem Spiel Anweisungen an die Mannschaft zu bringen oder sie auf eine bestimmte Situation aufmerksam zu machen. Um einen herum sind so viele Emotionen, die Fans sind voll dabei und die Spieler auf das Geschehen konzentriert – dadurch ist es eine Herausforderung, die Spieler während dem Spiel immer zu erreichen. Daran werde ich mich in den kommenden Spielen aber schnell gewöhnen.

Sprechen wir noch kurz über das Spiel. Was hat dir am Samstag gut, und was weniger gut gefallen?

Wir haben sehr gut in der Offensive gespielt. Vor allem die Umschalten in die Transition hat schon sehr gut geklappt. Auch mit der Wurfauswahl bin ich zufrieden. Wir haben immer wieder der Korb attackiert, was zu freien Würfen von außen geführt hat. Auch finde ich, haben wir gut einander geholfen. Manchmal sogar zu viel. Was wir aber unbedingt verbessern müssen, ist unsere Verteidigung. Wir müssen aktiver und aggressiver im Box-Out sein und die Rebounds beherrschen. Zudem ist es wichtig, dass wir die gegnerischen Dreier besser kontrollieren – auch wenn Hanau einige gute Verteidigte Würfe getroffen hat. Wenn wir in der Defensive insgesamt mehr kommunizieren, wird uns das sehr helfen.

Zum Abschluss bleibt fast nichts anderes übrig, als auf die Leistung von Reed Timmer einzugehen. 33 Punkte im ersten Spiel als Profi sind eine Hausnummer…

Reed ist ein unglaublicher harter Arbeiter. Er investiert in jedem Training sehr viel, um besser zu werden. Das Ergebnis hat man gegen Hanau gesehen. Was man aber auch gesehen hat, ist, dass er ein echter Kämpfer ist, der gewinnen will! Reed kann zur Maschine werden und ist dann kaum noch vom Gegner zu stoppen. Deshalb bin ich sehr froh, dass er das Tigers-Trikot trägt.

von Johannes Beyer