Spielbericht, 21.02.2026

Nie in Führung gelegen! 81:94-Niederlage bei den BAYER GIANTS Leverkusen

Der Trainerwechsel von Henrik Sonko auf Interimstrainer Eric Detlev hat (noch) nicht den erwünschten Effekt […]

Der Trainerwechsel von Henrik Sonko auf Interimstrainer Eric Detlev hat (noch) nicht den erwünschten Effekt erzielt. Vor 1.680 Zuschauern in der Ostermann-Arena zu Leverkusen haben die Tigers Tübingen bei den BAYER GIANTS Leverkusen mit 81:94 (47:50) verloren. Die Schwaben lagen in der Begegnung nicht ein einziges Mal in Front. Folglich ist es schwierig, ein Spiel gewinnen zu können. Der Start in die Begegnung war aus Tübinger Sicht verheerend. Die Rheinländer dominierten die ersten zehn Minuten mit 28:11. Das Team von Trainer Michael Koch wusste offenbar um die Bedeutung des Spiels, die Raubkatzen offensichtlich nicht. Im zweiten Viertel zeigten die Detlev-Schützlinge dann ihre Zähne und konnte mit 36 Zählern auf den 47:50-Halbzeitstand verkürzen. Die Partie kippte in der zweiten Hälfte nicht auf Tübinger Seite. In der 34. Minute konnte man den Rückstand noch auf 76:78 verkürzen, zu mehr sollte es aber nicht reichen. Die Begegnung war zudem geprägt von mehreren Läufen beider Kontrahenten. Am Ende stand die 16. Niederlage im 24. Saisonspiel für die Tigers Tübingen fest. Den höchsten Vorsprung hatten die Hausherren nach dem ersten Viertel (28:11) inne. Topscorer des Spiels wurde Luca Finn Kahl mit 22 Zählern für den Sieger. Lok Wur gelang mit elf Punkten und zehn Rebounds ein Double Double. Die Schwaben hatten in Jordan Johnson mit 21 Zählern abermals den besten Schützen in den eigenen Reihen. Bemerkenswert war der Auftritt von Tigers-Kapitän Till Jönke. Der 34-Jährige ging als Führungsspieler voran und kam in 33:53 Minuten auf zwölf Punkte und sechs Rebounds. Kein anderer Tübinger Akteur stand länger auf dem Platz. Detlev verzichtete in Leverkusen auf einen Einsatz der deutschen Kräfte Silas Oriane und Connor Nelson. In der Tabelle rutschen die Tigers Tübingen auf den 15. Tabellenplatz ab, die BAYER GIANTS Leverkusen klettern mit nun sieben Erfolgen und 17 Niederlagen auf den 16. Tabellenplatz, was gleichzeitig der erste Nicht-Abstiegsplatz ist. Zudem liegt der direkte Vergleich mit 2:0-Siegen bei den BAYER GIANTS Leverkusen.

Kommissarin: Carolin Hauke-Paskuy; Schiedsrichter: Patrick Müller, Ehsan Saeidi, Benjamin Sellering

Hier geht’s zur Statistik! Hier geht’s zu den Highlights! Hier geht’s zum Re-Livestream!

In der easyCredit Basketball sowie in der BARMER 2. Basketball Bundesliga wird am kommenden Wochenende aufgrund des zweiten Fensters für die Nationalmannschaften (FIBA-Break) nicht gespielt. Im Anschluss geht es gleich mit dem dritten und letzten Doppelspieltag der laufenden Runde 2025/2026 weiter. Am Freitag, den 6. März 2026, treffen die Tigers Tübingen auf die HAKRO Merlins Crailsheim. Hochball ist um 19:30 Uhr in der Paul Horn-Arena. Tickets gibt es im Onlineshop sowie am Spieltag ab 18:15 Uhr an der Abendkasse. Zwei Tage später (Sonntag, 8. März) geben die Raubkatzen ihre Visitenkarte beim Nürnberg Falcons BC ab. Spielbeginn ist um 17 Uhr in der Kia Metropol Arena in Nürnberg.

Erstes Viertel (28:11):

Der Start gehörte dem Gastgeber. In der zweiten Minute führten die Rheinländer bereits mit 6:0. Tigers-Kapitän Jönke holte die ersten Tübinger Punkte von der Freiwurflinie zum 2:6 bei noch 8:18 Minuten auf der Uhr. Auch in den folgenden Minuten war die Koch-Truppe tonangebend. Lukas Millner kassierte nach drei Minuten bereits sein zweites Foul und musste auf der Bank Platz nehmen. Bei 5:46 Minuten auf der Uhr nahm Detlev für die Raubkatzen beim Stand von 4:12 die erste Auszeit in Anspruch. Auch die zwei weiteren Zähler steuerte Jönke für die Schwaben bei. Die Gäste leisteten sich abermals zu viele Fehler und wirkten sehr nervös und unsicher. Auf Tübinger Seite war nur Jönke in Normalform, der nach sieben Minuten den ersten Dreier der Tigers zum 9:19-Zwischenstand traf. Die Rebounds lagen zudem zumeist bei den BAYER GIANTS Leverkusen. Der Auftritt der Schwaben war überhaupt nicht gut. Es spielte nur der Gegner. John Williams Jr. erhöhte nach acht Minuten auf 24:9. Von der Linie verwandelte Kobe Langley bei 2:05 Minuten der Uhr einen Freiwurf zum 25:9. Höhepunkt des negativen Auftritts war das dritte Foul von Milner bei noch 26,7 Sekunden auf der Uhr, dazu lagen die Tigers mit 11:27 im Hintertreffen. Nach einem weiteren Freiwurf von Donte Nicholas gingen die Rheinländer mit 28:11 ins zweite Viertel. Für die Gäste erzielte Jönke sieben der elf Punkte. Topscorer der Begegnung war Luca Finn Kahl mit acht Zählern. Bei den Rebounds hatten die Hausherren die Nase mit 14:9 vorne.

Zweites Viertel (22:36):

Nach zehn Sekunden erzielte Isaiah Sanders zwei Freiwürfe zum 13:28-Zwischenstand. Bis 8:42 Minuten auf der Uhr steuerte Melkisedek Moreaux fünf Punkte zum 18:32 für die Detlev-Schützlinge bei. In der Defense hatten die Raubkatzen aber weiter große Probleme. Sanders traf den zweiten Tübinger Dreier zum 21:32 – Koch nahm nach 106 Sekunden für Leverkusen ebenfalls seine erste Auszeit in Anspruch. Die Rheinländer wirkten bisher galliger, wacher und entschlossener im eigenen Auftritt. Plötzlich waren die Schwaben aber trotzdem in der Partie. Nach 14 Minuten verkürzte erneut Moreaux auf 28:34, Sekunden später legte der 28-Jährige noch zwei Freiwürfe zum 30:34 im Leverkusener Korb ab. Der Ball lief nun besser durch die eigenen Reihen, dazu war man auch im Abschluss effizienter. Johnson blieb bis dato mehr als blass, dazu bekam der US-Amerikaner bisher wenige Minuten. Bei 6:05 Minuten auf der Uhr erzielte der 31-Jährige seine ersten zwei Zähler von der Linie zum 32:37. Der gleiche Fall bei Bernard Pelote etwas später: In der 15. Minute markierte der nächste US-Amerikaner per Dreier seine ersten Punkte zum 35:37-Zwischenstand. Eine Minute später musste Detlev nach einem 5:0-Lauf der Rheinländer zum 42:35 seine nächste Auszeit nehmen. Dreier Kahl, Dreier Johnson – in Minute 17 führte der Gastgeber mit 45:38. Koch nahm beim gleichen Spielstand eine Minute später die nächste Auszeit. Es ging nun hoch und runter. Die Begegnung war geprägt von vielen offensive Aktionen. Bis in Minute 20 führten die Hausherren mit 50:43, Johnson und Sanders verkürzten noch mit einem Zweier zum 47:50-Pausenstand. Auf Tübinger Seite war Point Guard Johnson nun besser im Spiel, ebenso Sanders. Beide Akteure waren mit jeweils zwölf Punkten Topscorer der Begegnung. Kahl und Langley kamen für die Koch-Truppe als beste Schützen auf elf Zähler. Die Rebounds gingen mit 21:14 an die BAYER GIANTS Leverkusen. Satte 36 Zähler erzielten die Schwaben im zweiten Viertel.

Drittes Viertel (24:21):

Die Hausherren kamen auch nach der Halbzeitpause besser ins Spiel. Williams Jr. und Wur erzielten innerhalb von 39 Sekunden jeweils zwei Zähler zum 54:47. Pelote setzte mit einem Dunking nach 76 Sekunden zum 49:54 für ein kleines Ausrufezeichen. Kahl, den die Schwaben an diesem Abend überhaupt nicht in den Griff bekommen konnten, erzielte in der 23. Minute per Dreier das 59:49 – der Tübinger Rückstand war wieder zweitsellig. Innerhalb einer starken Minute folgte jedoch ein 7:0-Lauf der Schwaben zum 56:59. Das Momentum kippte aber nicht auf die Seite der Gäste. Es folgte ein 11:0-Lauf der Koch-Truppe zum 70:59. Noch standen 4:04 Minuten im dritten Viertel auf der Uhr. Das Spiel der Läufe machte seinem Ruf weiter alle Ehre. Bis in Minute 29 kämpften sich die Detlev-Schützlinge mit einem 9:0-Run zum 65:70-Zwischenstand abermals wieder an die BAYER GIANTS Leverkusen heran. Die letzten Sekunden im dritten Abschnitt gehörten dann wieder den Rheinländern. Mit 74:68 ging der deutsche Rekordmeister in die finalen zehn Minuten der Begegnung. Das große Problem der Schwaben waren weiter die Rebounds, der Tübinger Kontrahent sicherte sich immer wieder wichtige Korbabpraller für zweite Wurfchancen. Kahl für Leverkusen und Johnson für Tübingen führten das Scoring ihrer beiden Mannschaften mit jeweils 17 Punkten an.

Viertes Viertel (20:13):

Ein spannendes Schlussviertel stand im vierten und letzten Viertel an. Jönke ging als Kapitän auf Tübinger Seite weiter bravourös voran und zeigte Führungsqualitäten. Der 34-Jährige kämpfte aufopferungsvoll wie ein Tiger. Die Schwaben blieben dran und konnten den Rückstand nach 34 Minuten weiter verkürzen. Johnson netzte zwei Freiwürfe zum 76:78-Zwischenstand in den Leverkusener Korb ein. In der gleichen Minute sammelten die Raubkatzen jedoch schon das fünfte Teamfoul. Die Koch-Truppe stand bis zum Spielende folglich immer wieder an der Freiwurflinie. Sebastian Brach traf in Minute 36 einen wichtigen Dreier zum 83:76. Diesen Rückstand konnten die Schwaben nicht mehr aufholen. Eine Minute später kassierte Milner sein viertes Foul gegen Heinzmann und holte sich noch sein fünftes Vergehen mit einem technischen Foul ab. Der US-Amerikaner blieb ohne einen Punkt und ohne einen Rebound. Langley und Heinzmann erhöhten mit jeweils einem Freiwurf auf 87:80. Kahl machte 75 Sekunden vor der finalen Sirene mit dem nächsten Dreier zum 90:80 den Deckel drauf. Detlev nahm zwar nochmals eine Auszeit, der Rückstand in der verbleibenden Zeit war aber viel zu groß. 21,6 Sekunden vor dem Ende der Partie verlegte Jönke den einzigen von insgesamt 20 Tübinger Freiwürfen der Raubkatzen (95 Prozent). Mehr als das 81:90 war durch einen Freiwurf nicht möglich. Wenig später war das Spiel aus. Die BAYER GIANTS Leverkusen setzten sich verdient mit 94:81 durch und feierten einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Die Tigers Tübingen verpassten den Befreiungsschlag und rutschen in der Tabelle immer weiter nach unten.

Die Stimmen zum Spiel:

Eric Detlev (Trainer Tigers Tübingen): „Das Spiel war ein Spiegelbild unserer bisherigen Saison. Wir hatten einige gute Momente und einige schlechte Momente. Insgesamt haben wir uns zu viele Fehler erlaubt, vor allem im letzten Viertel. Das war am Ende dann einfach zu viel. Wir müssen jetzt den FIBA-Break gut nutzen, uns gut regenerieren und mit neuem Mut auch inhaltlich neu angreifen.“

Michael Koch (BAYER GIANTS Leverkusen): „Nach den Heimspielen gegen Bayreuth und Gießen war es auch gegen Tübingen eine sehr solide Leistung von meiner Mannschaft. Wir hatten mehr Selbstvertrauen als dies in letzten Monaten der Fall war. Der Start war gut, wir haben deutlich geführt, uns gleichzeitig aber auch einige Patzer erlaubt. 36 Punkte im zweiten Viertel sind viel zu viel. Dennoch war es ein Start-Ziel-Sieg, wir haben immer geführt. Offensiv war es eine gute Leistung, auch defensiv ohne das zweite Viertel. Das Team glaubt an sich, auch nach der Niederlage in Münster. Der Sieg vor der Pause war wichtig, jetzt können wir uns etwas erholen. Gleichzeitig machen die letzten Wochen Lust auf mehr. Die Mannschaft hat sich ein Lob verdient:“

Dschungelgeflüster – der etwas andere Blick rund um das Spiel:

Update zum Personal: Die Tigers Tübingen mussten die Partie bei den BAYER GIANTS Leverkusen ohne Miles Tention absolvieren. Dem 26-Jährigen machen weiter anhaltende Rückenprobleme zu schaffen. Der US-Amerikaner kam vor einer Woche gegen den BBC Bayreuth bereits nur 3:43 Minuten zum Einsatz. Ebenfalls nicht in Leverkusen mit dabei war Co-Trainer Troy Culley. Der Brite musste sich zu Beginn der Woche einer länger geplanten Operation an der Nase unterziehen. Der Termin wurde so ausgewählt, dass Culley nur ein Spiel nicht zur Verfügung steht. Der 35-Jährige wird in den nächsten Tagen wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen können. Wir wünschen dem Duo eine gute und schnelle Genesung!

WM-Pokal am Montag in Tübingen: Am Dienstag, den 24. Februar 2026, wird es in der Geschäftsstelle der Tigers Tübingen (Mömpelgarder Weg 4, 72072 Tübingen) richtig spannend: Der Weltmeister-Pokal vom Sieg der deutschen Basketball-Nationalmannschaft aus dem Jahr 2023 macht Halt in Tübingen und kann von der Öffentlichkeit aus nächster Nähe bestaunt werden. Zwischen 15:30 und 18 Uhr haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ein Selfie mit dem WM-Pokal zu machen und dieses besondere Erlebnis festzuhalten. Für zusätzliche Action sorgt unser Tigers‑Glücksrad von unserem Ausstatter Craft, bei dem es Tickets für ein Heimspiel der Tigers Tübingen zu gewinnen gibt. Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste und einen unvergesslichen Nachmittag mit dem WM‑Pokal! Möglich gemacht hat dieses tolle Event Prof. Dr. Lothar Bösing, Vize-Präsident des Deutschen Basketball-Bundes (DBB). Herzlichen Dank hierfür!

Charity-Spieltag „Assists for Kids“ erzielt einen Gesamterlös von 28.664 Euro: BARMER 2. Basketball Bundesliga und BASKETBALL AID bündeln ihre Kräfte für den guten Zweck: Im Dezember 2025 (Spiel gegen die Uni Baskets Münster am 13. Dezember 2025) rief die Liga erstmals einen bundesweiten Charity-Spieltag unter dem Motto „Assists for Kids“ aus. Zwölf Vereine aus der ProA und der ProB, darunter auch die Tigers Tübingen, beteiligten sich an der Aktion und setzten damit ein starkes Zeichen für Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung im deutschen Profibasketball. BASKETBALL AID unterstützte jede teilnehmende Vereinsaktion zusätzlich mit 1.000 Euro und verstärkte damit die regionale Wirkung der Initiative. So konnte ein beachtlicher Gesamterlös von 28.664 Euro erzielt werden. „Basketball ist mehr als ein Spiel – er verbindet Menschen und kann echte Veränderung bewirken. Mit „Assists for Kids“ wollten wir zeigen, dass unsere Liga nicht nur sportlich Verantwortung übernimmt, sondern auch gesellschaftlich“, erklärt Christian Krings, Geschäftsführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga. „Dass sich zwölf Vereine aktiv beteiligt haben und Partner sowie Fans diese Idee so engagiert mitgetragen haben, macht uns sehr stolz. Jeder Assist auf dem Feld wurde so zu einem Assist für krebskranke Kinder.“

Tobias Fischer
Von Tobias Fischer
Euer Feedback ist uns wichtig!
Wie zufrieden bist du mit diesem Artikel?
Airball
Swish!
Abschicken
Abschicken
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Lädt...