Spielbericht, 20.03.2026

Ohne Fortune aus der Distanz – 71:82-Niederlage gegen die SBB Baskets aus Wolmirstedt

Die Tigers Tübingen haben das Auswärtsspiel bei den SBB Baskets aus Wolmirstedt mit 71:82 (40:43) […]

Die Tigers Tübingen haben das Auswärtsspiel bei den SBB Baskets aus Wolmirstedt mit 71:82 (40:43) in der Wolfgang-Lakenmacher-Halle in Magdeburg vor 1.398 Zuschauern, darunter etwa zwei Dutzend Fans aus Tübingen, verloren. Positiv: Der direkte Vergleich aus dem Hinspiel (91:64) bleibt bei der Mannschaft von Trainer Eric Detlev. Die Schwaben kamen recht gut in die Partie und hatten nach vier Minuten beim Stand von 8:2 den höchsten Vorsprung inne. Die erste Halbzeit gestaltete sich komplett ausgeglichen, die Schützlinge von Trainer Achmadschah Zazai gingen nach einem Dreier von Daivien Williamson zwei Sekunden vor der Sirene mit 43:40 in die Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte war dann der Gastgeber das deutlich bessere Team. Schritt für Schritt wurde die Führung ausgebaut, nach 35 Minuten führte die Sachsen-Anhaltiner mit 78:59 am höchsten. Negativ war zudem das disqualifizierende Foul gegen Tigers-Kapitän Till Jönke bei 6:43 Minuten auf der Uhr (Spielstand 59:71) gegen Alieu Ceesay. In der Schlussphase mussten die Raubkatzen jedoch nicht weiter abreißen lassen, in den letzten Minuten konnten die Schwaben noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Topscorer der Partie wurde Williamson mit 24 Zählern für den Sieger, für die Tigers Tübingen kam Jordan Johnson als bester Schütze auf 19 Zählern. Allerdings setzte der US-Amerikaner alle neun Distanzwürfe daneben. Martin Bogdanov gelang mit elf Punkten und zehn Assists ein Double Double für die Zazai-Truppe. Die Rebounds gingen mit 40:34 an den Neuling der Liga. Aus der Distanz erwischten die Schwaben einen rabenschwarzen Tag. Nur sechs Treffer bei 36 Versuchen (17 Prozent) sollten an diesem Abend gelingen. In der Tabelle nehmen die Tigers Tübingen mit zehn Siegen und 18 Niederlagen vorerst den 14. Tabellenplatz ein. Die SBB Baskets aus Wolmirstedt bleiben mit 8:20-Erfolgen auf Rang 17 im Classement.

Kommissar: Sascha Janzen; Schiedsrichter: Sven Rosenbaum, Aleksandar Rogic, Sören Rucht

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Am kommenden Freitag, den 27. März 2026, kommt es in der Paul Horn-Arena zum Derby gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim. Hochball ist um 19:30 Uhr. Tickets gibt es im Onlineshop sowie am Spieltag ab 18:15 Uhr an der Abendkasse. Die Teckstädter spielen eine starke Runde und sind mit 16:11-Siegen als Tabellensiebter auf Playoff-Kurs. Am morgigen Samstag treffen die Schützlinge von Trainer Igor Perović im Heimspiel (19 Uhr) auf die VfL SparkassenStars Bochum.

Erstes Viertel (22:22):

Die Raubkatzen starteten ganz gut in die Partie. Nach vier Minuten führten die Gäste mit 8:4. Von Beginn nahmen Johnson für Tübingen und Williamson für Wolmirstedt das Heft in die Hand. Es gestaltete sich ein Spiel auf Augenhöhe, die Bedeutung der Begegnung merkte man beiden Kontrahenten an. Entsprechend gab es auch einige technische Fehler. Williamson erzielte in Minute vier das 4:8, Johnson eine Minute später das 10:6 für die Schwaben. Tigers-Kapitän Jönke übernahm auch viel Verantwortung und erzielte nach sieben Minuten per Zweier das 12:10. Die Detlev-Schützlinge lagen zumeist ein paar Punkte in Front, absetzen konnte man sich aber nicht. Es ging vielmehr hin und her. Dreier Travis Henson, Dreier Jönke, Dreier Travis Henson, Dreier Isaiah Sanders – 59 Sekunden vor dem Ende des ersten Abschnitts führten die Raubkatzen mit 22:18. Fabien Kondo und Michael Hughes II glichen die Partie nach den ersten zehn Minuten mit jeweils zwei Punkten zum 22:22-Zwischenstand aus. Henson und Kondo für Wolmirstedt sowie Johnson für Tübingen führten das Scoring mit jeweils sechs Punkten an. Die Schwaben standen noch nicht an der Freiwurflinie. Die Rebounds hingen mit 10:8 an die Württemberger.

Zweites Viertel (21:18):

Henson besorgte nach 44 Sekunden per Dreier zum 25:22 die erste Führung für die Zazai-Truppe. Bernard Pelote erzielte in der 13. Minute seine ersten zwei Zähler im Spiel und beendete einen Tübinger 6:0-Lauf zur 28:25-Führung. Die Partie war weiter geprägt von zahlreichen Fehlwürfen und technischen Fehlern auf beiden Seiten. Bei 4:58 Minuten auf der Uhr foulte Miles Tention seinen Gegenspieler Bogdanov beim erfolgreichen Dreier, auch der Bonuswurf saß zum 32:29-Zwischenstand. Die Tigers blieben aber dran, den SBB Baskets gelang kein Lauf. Im Gegenteil: Ein Tübinger 5:0-Run führte bis zur 17. Minute zur 34:32-Führung für die Detlev-Schützlinge. Dreier Jönke, Dreier Nigel Pruitt, nach 18 Minuten stand es erneut 37:37-Unentschieden. Beide Mannschaften merkte man immer mehr die Nervosität an. Der Gastgeber traf bis zur Halbzeitpause durch De’Vondre Perry (40:38, 19. Minute) und Williamson zwei Sekunden vor der Sirene das 43:40 für die Sachsen-Anhaltiner nach 20 Minuten. Johnson war für Tübingen neuer Topscorer mit elf Punkten, Bogdanov erzielte als bester Schütze für Wolmirstedt zehn Zähler. Die Rebounds lagen mit 19:15 bei den Schwaben. Die Hausherren trafen sieben von 14 Dreiern (50 Prozent), während die Schwaben nur vier Treffer bei 21 Versuchen (21 Prozent) kamen.

Drittes Viertel (22:16):

Pelote glich die Partie nach 81 Sekunden zum 45:45-Zwischenstand aus. Im weiteren Verlauf des Spiels war der Gastgeber deutlich besser in der Partie. Bis zur 25. Minute gelang den SBB Baskets ein 7:0-Lauf zum 54:47, Detlev musste bei 5:37 Minuten auf der Uhr eine Auszeit nehmen. Seine Mannschaft leistete sich in dieser Phase der Begegnung schlichtweg zu viele Fehler, dazu sollte praktisch nichts aus der Distanz fallen. Kaya Bayram konnte in der 27. Minute mt seinen ersten Punkten aus der Distanz zum 52:56 verkürzten, ansonsten war das Spiel der Raubkatzen wenig einfallsreich. Zu viele wilde Würde jenseits der 6,75-Meter-Linie wurden genommen, und gingen zumeist daneben. Nun drückte wieder Williamson dem Spiel den eigenen Stempel auf. Der Point Guard der SBB Baskets netzte bis 2:18 Minuten auf der Uhr zwei Dreier zum 62:54 für seine Farben ein. Es war die bis dato höchste Führung für die Zazai-Schützlinge, Auszeit Tübingen. Diesen Rückstand konnten die Schwaben bis zum Ende des dritten Abschnitts nicht mehr verkürzen. Nach 30 Minuten führte der Neuling der Liga mit 65:56. Die Tigers machten es dem Gegner in vielen Bereichen schlichtweg zu einfach. Williamson war für die Hausherren mit 17 Zählern neuer Topscorer, bei den den Schwaben kamen Johnson und Lukas Milner auf jeweils 13 Punkte. Die Rebounds gingen mit 29:25 weiter an knapp an die Gäste.

Viertes Viertel (17:15):

Die Raubkatzen benötigen bis 7:27 Minuten auf der Uhr, als Pelote die ersten zwei Tübinger Punkte im Schlussabschnitt zum 58:69-Zwischenstand erzielen konnte. Beide Mannschaften vergaben in dieser Phase viele Würfe. Johnson fand für die Tigers leider keinen Zugriff mehr auf die Partie, zu viele Würfe gingen vom US-Amerikaner daneben. Bei 6:43 Minuten auf der Uhr (71:59) kam es zu einer Rudelbildung, Jönke wurde im Anschluss von Schiedsrichter Sören Rucht nach einer Aktion gegen Ceesay mit einem disqualifizierenden Foul belegt. Bis zur 35. Minute gelang der Zazai-Truppe ein 9:0-Lauf zum 78:59-Zwischenstand. Die Begegnung war vorzeitig entschieden. Sekunden später lagen die Raubkatzen sogar mit 59:78 im Hintertreffen, der direkte Vergleich gerriet sogar in Gefahr. In der 35. Minute markierte Sanders zudem fünf Zähler in Folge zum 64:78 für die Detlev-Schützlinge, Hughes II kasierte dabei auch ein unsportliches Foul. Die Gäste mussten jedoch nicht weiter abreißen lassen, nach 38 Minuten führten die SBB Baskets mit 80:66. In den letzten zwei Minuten konnten die Tigers noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Der Gastgeber setzte sich nach 40 Minuten jedoch verdient mit 82:71 durch.

Die Stimmen zum Spiel:

Eric Detlev (Trainer Tigers Tübingen): „Glückwunsch an Coach Achmadschah Zazai und seine Mannschaft zu diesem Erfolg. Es war ein spannendes Spiel. Wir haben es jedoch selten geschafft, dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. Meine Spieler haben den Ball selten getroffen, mit nur sechs Dreier bei 36 Versuchen wird es schwierig ein Spiel zu gewinnen. Offensiv war es einfach nicht unser Tag. Wir hatten unter der Woche viele angeschlagene und kranke Spieler, vielleicht waren wir auch heute bereit, dieses Spiel zu spielen.“

Achmadschah Zazai (Trainer SBB Baskets): „Es war kein einfaches Spiel für uns. Die erste Halbzeit war solala, wir hätten besser spielen können. In der zweiten Hälfte haben wir besser verteidigt und den Ball besser bewegt. Ich bin sehr zufrieden über diesen Sieg, 20 Assists und nur zehn Ballverluste sind gut. Wir haben aber auch viele einfache Korbleger verlegt. Der Sieg, der absolut verdient war, hätte auch höher ausfallen können.“

Dschungelgeflüster – der etwas andere Blick rund um das Spiel:

Update zum Personal: Die Tigers Tübingen konnten im Spiel bei den SBB Baskets aus Wolmirstedt in Magdeburg auf elf Akteure zurückgreifen. JaCobi Wood, Larry Thomas, Joshua Schwaibold (alle Fuß) fallen weiter verletzungsbedingt aus. Melkisedek Moreaux verletzte sich im Spiel gegen die RheinStars Köln am vergangenen Samstag an der Hand. Wie lange der 28-Jährige ausfallen wird, ist noch unklar. Zudem gingen Jordan Johnson und Bernard Pelote nach Krankheit in den letzten Tagen geschwächt in die Begegnung.

Die letzten drei Heimspiele stehen an!: Noch sind sechs Partien in der laufenden Runde der Saison 2025/2026 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga zu absolvieren. Für das Derby gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim am 27. März 2026 sind bereits fast alle Sitzplatzkarten vergriffen. Für die beiden Partien gegen die EPG Baskets Koblenz am 18. April (19:30 Uhr, Paul Horn-Arena) und am letzten Spieltag gegen die Eisbären Bremerhaven am 2. Mai (19:30 Uhr, Paul Horn-Arena gibt es ein Kombiangebot von 25 Prozent auf Tickets der jeweils gleichen Kategorie.

Ein Trio ist bereits für die Playoffs qualifiziert: Vor dem 28. Spieltag haben sich bereits Phoenix Hagen, die HAKRO Merlins Crailsheim und die BG Göttingen für die Meisterschaftsendrunde qualifiziert. Bei einem Sieg der Eisbären Bremerhaven gegen den Tabellenzweiten aus Crailsheim wären auch die Seestädter in den Playoffs dabei. Alternativ reichen auch Niederlagen der PSK Karlsruhe LIONS bei den BAYER GIANTS Leverkusen und den EPG Baskets Koblenz gegen die Paderborn Baskets. Rechnerisch können vor den weiteren Spielen am 28. Spieltag noch alle Teams von Rang acht (VfL SparkassenStars Bochum) und dem aktuellen Schlusslicht, den Uni Baskets Münster, noch absteigen.

Tobias Fischer
Von Tobias Fischer
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