Phoenix Hagen wird seiner Favoritenrolle gerecht und gewinnt mit 104:78 in Tübingen
Die Tigers Tübingen haben das Heimspiel gegen Phoenix Hagen vor 2.517 Zuschauern in der Paul […]
Die Tigers Tübingen haben das Heimspiel gegen Phoenix Hagen vor 2.517 Zuschauern in der Paul […]
Die Tigers Tübingen haben das Heimspiel gegen Phoenix Hagen vor 2.517 Zuschauern in der Paul Horn-Arena mit 78:104 (40:52) verloren. Dabei fehlte jedoch der Support aus dem Fanblock. Der Grund: Beim Spiel der Raubkatzen in Karlsruhe am 5. Dezember 2025 wurden drei Tübinger Fans nach einem Vorfall mit einem Hallenverbot von drei Partien bei den Heimspielen in der Paul Horn-Arena belegt. Dazu gab es eine Geldstrafe gegen die Tigers Tübingen. Aus Solidarität mit den Betroffenen boykottierten der Fanklub Neckar Tigers e. V. sowie die Fangruppierung Massimo 03 die aktive Unterstützung in der Paul Horn-Arena gegenüber der Entscheidung der Spielleitung der BARMER 2. Basketball Bundesliga.
Zum Spiel: Der Tabellenführer wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Nur in der ersten Halbzeit konnten die Schützlinge von Trainer Henrik Sonko die Partie einigermaßen auf Augenhöhe gestalten. Nach einem 5:0-Start nach 42 Sekunden übernahmen die Feuervögel in der Folge das Kommando über die Partie. Nach 16 Minuten betrug der Rückstand beim 33:35 nur zwei Zähler, zur Halbzeit konnte die Mannschaft von Phoenix-Trainer Chris Harris den Vorsprung noch auf 50:42 ausbauen. Nach der Halbzeitpause war die Begegnung zumeist einseitig. Die Westdeutschen spielten ihre Qualitäten in der Offense und Defense vermehrt aus und hatten nach 36 Minuten beim Stand von 99:68 die höchste Führung zu verbuchen. Bis auf die Blocks (3:2), alle durch Bernard Pelote, gingen alle Statistiken an die Gäste. Topscorer des Spiels war Tim Uhlemann mit 20 Zählern für den Sieger. Auf Tübinger Seite war Pelote mit 14 Punkten bester Schütze. Das gute Teamspiel der Harris-Truppe belegen zudem die gewonnenen Assists mit 29:20. Die Rebounds holte sich Hagen mit 36:32. Aus der Distanz erzielten die Schwaben nur acht Treffer bei 30 Versuchen (27 Prozent). Phoenix Hagen verteidigt mit nun 14:3-Erfolgen die Tabellenführung. Die Raubkatzen nehmen mit aktuell sieben Siegen und zehn Niederlagen den zwölften Tabellenplatz ein.
Kommissar: Christian Grupp; Schiedsrichter: Stefan Fingerling, Nicolai Bohn, Nicola Krajacic
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Am kommenden Wochenende beginnt die Rückrunde der Saison 2025/2026 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Die Tigers Tübingen treten am Samstag, den 17. Januar 2026, bei den VfL SparkassenStars Bochum an. Hochball ist um 19 Uhr in der Bones Hands Arena. Das Hinspiel konnten die Westdeutschen am 22. November 2025 deutlich mit 86:71 gewinnen. Am heutigen Samstag spielte die Mannschaft von Trainer Félix Bañobre bei den Artland Dragons in Quakenbrück, wo man mit 87:104 das Nachsehen hatte. Mit acht Erfolgen und neun Niederlagen belegen die VfL SparkassenStars Bochum den neunten Tabellenplatz.
Die Raubkatzen starteten in der Defense mit einer Zone. Nach 42 Sekunden führte die Sonko-Truppe bereits mit 5:0. Dennis Nawrocki, Kapitän von Phoenix Hagen, glich die Begegnung mit fünf Zählern nach drei Minuten zum 5:5 aus. Von Beginn leisteten sich die Schwaben aber einige unnötige Fehler. Melkisedek Moreaux beendete einen Hagener 7:0-Lauf mit einem Dreipunktspiel zum 8:7 bei noch 6:33 Minuten auf der Uhr. 103 Sekunden später hatten die Raubkatzen bereits das fünfte Teamfoul kassiert, Marcus Graves legte beide Freiwürfe zum 11:10 in den Tübinger Korb ab. Das eigene Spiel war noch zu konfus, dazu leistete man sich weitere Fouls. Der eigene Motor war noch nicht auf Betriebstemperatur. Ein folgenschwerer Ballverlust von Moreaux nutzte Bjarne Kraushaar per Korbleger zum 15:10 für die Westdeutschen aus, Sonko nahm bei 3:46 Minuten auf der Uhr die erste Auszeit der Begegnung. Der Tabellenführer spielte zunächst souverän und sammelte gleichzeitig Punkt um Punkt ein. Bis zur neunten Minute gelang der Harris-Truppe ein weiterer 9:0-Lauf zum 18:10, welchen Miles Tention Sekunden später mit zwei Freiwürfen zum 12:18 beenden konnte. Graves schraubte die Führung mit einem Zweier in der Schlussminute erstmalig auf einen zweistelligen Vorsprung (22:12) hoch, Pelote beendete den ersten Abschnitt per Buzzer Beater aus der Distanz zum 15:22. Noch war reichlich Sand im Getriebe der Raubkatzen.
Pelote begann das zweite Viertel mit dem nächsten Dreier zum 18:22, gespielt waren 22 Sekunden. Der US-Amerikaner war weiter bester Mann bei den Schwaben. Mit dem nächsten Zweier zum 20:24 und einem Block gegen Nawrocki nach elf Minuten begeisterte der 23-Jährige die Zuschauer im Tübinger Dschungel. Pelote war bereits bei elf Punkten angelangt. In der Defense wusste man sich aber immer wieder nur mit Fouls zu helfen. Uhlemann gelangen in der 13. Minute fünf schnelle Zähler zum 29:22 für den Favoriten. Die Harris-Schützlinge hatten das Heft klar in der Hand. Eine Kopie zu Uhlemann auf der anderen Seite folgte in Person von Patrick Emilien, der auf 28:31 verkürzen konnte. Die Fehler im Spiel waren weiter das Kernproblem im eigenen Auftritt, dennoch war man weiter in Reichweite. In Minute 16 markierte Neuzugang Larry Thomas per Dreier die ersten Zähler im Tübinger Trikot zum 33:35-Zwischenstand. Nach zwei schweren Dreiern von Devin Schmidt und Jeffrey Carroll zum 41:33 nahm Sonko vor den letzten 194 Sekunden im zweiten Viertel die nächste Auszeit in Anspruch. Gleichzeitig spielten die Feuervögel in der Defense auch immer wieder eine Zone. Es war haarsträubend, welche Fehler sich die Raubkatzen weiter leisteten. Pelote beendete den nächsten 8:0-Lauf der Gäste per Dreier zum 36:43, gespielt waren 18 Minuten. Hagen war weiter das bessere Team. Vier schnelle Punkte von Anzac Rissetto im Schnellangriff führten zum 49:38 in der 19. Minute. Graves beendete die erste Halbzeit per Korbleger zum 52:40. Pelote war mit 14 Zählern Topscorer der Partie, bei den Feuervögeln war Carroll mit zehn Punkten bester Schütze. Die Rebounds lagen mit 20:14 bei der Harris-Truppe, dazu leisteten sich die Schwaben bereits neun Ballverluste.
Uhlemann eröffnete den zweiten Durchgang nach 29 Sekunden mit einem Zweier zum 54:40. Kaya Bayram steuerte seine ersten Zähler per Dreier zum 43:54 für die Gelb-Schwarzen bei, gespielt waren 86 Sekunden. Das Tübinger Spiel war im Gegensatz zu den letzten Auftritten zumeist von Würfen aus der Distanz geprägt, gegen die körperlich starken Feuervögel taten sich die Schwaben unter den Körben enorm schwer. Graves sorgte per Korbleger für das 59:44 in der 23. Minute – der bisher höchste Vorsprung der Harris-Truppe im Spiel. Sonko musste bei noch fünfeinhalb Minuten im dritten Viertel beim Stand von 46:51 seine nächste Unterbrechung in der Begegnung in Anspruch nehmen. Der Schwede an der Tübinger Seitenlinie konnte mit der Vorstellung seiner Mannschaft aufgrund der vielen Fehler nicht zufrieden sein. Es lief kaum mehr etwas zusammen, Hagen konnte die Führung weiter ausbauen. Schmidt erhöhte nach einem Steal gegen Tention per Korbleger nach 26 Minuten auf 65:46. Die Partie wurde immer einseitiger, der Leistungsunterschied war nun klar erkennbar. Die circa 70 Fans aus Hagen hatten gute Laune und machten sich immer wieder bemerkbar. Carroll traf nach 27 Minuten den nächsten Dreier zum 68:48, erstmalig betrug der Tübinger Rückstand 20 Zähler. In der Offense hatte man zu wenig Ideen gegen die Zone von Phoenix Hagen. Nawrocki traf 64 Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels per Zweier zum 74:53, es folgte die nächste Auszeit von Sonko. Uhlemann beendete die dritten zehn Minuten mit vier Zählern zum 78:55, das Spiel war aus Tübinger vorzeitig negativ entschieden. Bei den Rebounds hatten die Westdeutschen mit 29:19 ebenfalls klar die Nase vorne.
Es lief einfach weiter nichts zusammen. Nach 23 Sekunden foulte die Tübinger 23 (Moreaux) Uhlemann beim Dreier. Der 26-Jährige verwandelte zwei von drei Freiwürfen zum 80:55-Zwischenstand. Die Feuervögel spielten sich dank des klaren Vorsprungs nun in einen kleinen Rausch. In Minute 32 setzte sich Rissetto gegen Lukas Milner unter dem Korb durch und war für das 84:58 verantwortlich. Gelang offensiv eine gute Aktion, kassierte man in der Defense umgehend die nächsten Punkte. Nach einem Korbleger von Tention zum 68:90 nahm Harris für Phoenix Hagen bei noch 6:14 Minuten auf der Uhr seine erste Auszeit. Ein Beleg, wie souverän seine Mannschaft die Begegnung kontrollierte. Trotz des klaren Vorsprungs hielten die Feuervögel die Intensität in der Defense weiter enorm hoch. 52 Sekunden später bat Sonko seine Schützlinge zum nächsten Gespräch auf die Bank, Nawrocki erhöhte zuvor mit dem nächsten Dreier auf 95:68. Die 100-Punkte-Marke war nur eine Frage der Zeit. Felix Edwardsson beendete den nächsten 9:0-Lauf des Tübinger Gegners in der 36. Minute zum 71:99, das 99:68 war zuvor der höchste Vorsprung der Westdeutschen im Spiel. In der Folge holten sich die Raubkatzen einige offensive Rebounds und hatten zweite Wurfchancen. Emilien verkürzte per Zweier auf 74:99, Harris nahm 2:54 Minuten vor dem Ende seine zweite Auszeit in Anspruch. Nach knapp drei Minuten ohne etwas Zählbares machte Phoenix-Kapitän Nawrocki per Dreier zum 102:76 die 100-Punkte-Marke voll. Wenig später das Spiel aus. Phoenix Hagen setzte sich mit einem 104:78-Auswärtssieg in Tübingen durch.
Henrik Sonko (Trainer Tigers Tübingen): „Glückwunsch an Coach Chris Harris und seine Hagener Mannschaft zu diesem Sieg. Das war die beste Mannschaft gegen die wir diese Saison gespielt haben. Das war eindrucksvoll. Sie sind bereit, um den Aufstieg ins Visier zu nehmen. Wir waren heute leider nicht auf dem Level der letzten Wochen, was ich auch auf meine Kappe nehme. Die Trainingswoche war nicht so intensiv wie sonst aufgrund der Integrität von Larry Thomas, Isaiah Sanders und Connor Nelson. Heute hat man auch in den Köpfen der Spieler gemerkt, dass die letzten Wochen hart für sie waren. Wir machen weiter und hoffen auf neue Impulse von den Spielern, die jetzt langsam zurückkehren.“
Chris Harris (Trainer Phoenix Hagen): „Vorweg möchte ich erstmal loswerden, dass es immer eine Ehre ist, hier zu gewinnen. Ich habe hier einige Niederlangen kassiert, deswegen freue ich mich persönlich, aber auch für den Verein. Es ist glaube ich drei Jahre her, dass wir hier gewonnen haben, weswegen es für uns eine tolle Sache ist. Tübingen hat in den letzten Wochen sehr gut gespielt, nach unserer letzten Niederlage gegen Bremerhaven war es für uns sehr wichtig, fokussiert ins Spiel zu starten. Die Trainingswoche war sehr hart für uns, da wir versucht haben, uns bestmöglich auf das Spiel vorzubereiten. Wir haben großen Respekt vor der Tübinger Spielweise und der Energie, die sie auf das Parkett bringen. Heute haben wir durch unser Pressing viel Einfluss auf das Spiel nehmen können, das ist uns gut gelungen. Ein wenig Glück war auch dabei, aber es war auch eine sehr gute Leistung von meinem Team.“
Update zum Personal: Trainer Henrik Sonko konnte die Partie gegen Phoenix Hagen mit elf Spielern absolvieren. JaCobi Wood (Stressfraktur) kann vier Wochen nach seiner Verletzung und der anschließenden Operation ab sofort auf die Gehhilfen verzichten. Bei Tigers-Kapitän Till Jönke (Rücken) ist eine Rückkehr in den Trainings- und Spielbetrieb weiterhin nicht absehbar. Joshua Schwaibold wird den Schwaben mit seiner Sprunggelenksverletzung weitere zwei bis drei Wochen nicht zur Verfügung. Aaron Ogunjobi ist krankheitsbedingt derzeit nicht im Trainingsbetrieb. Isaiah Sanders gab unterdessen nach seiner Knieverletzung im Spiel bei den EPG Baskets Koblenz am 2. November 2025 sein Comeback. In 17:33 Minuten kam der 25-Jährige auf neun Punkte, zwei Assists und einen Rebound. Dazu debütierte Neuzugang Larry Thomas im Trikot der Schwaben. Der Point Guard erzielte in 10:38 Minuten drei Zähler.
Neuer Partner auf den Trikots: Die Tigers Tübingen können einen neuen Partner auf den Heim- und Auswärtstrikots begrüßen. Die WGV (Württembergischen Gemeinde-Versicherung) belegt ab sofort die Rückseite der beiden Trikots der Raubkatzen zwischen Name und Nummer der jeweiligen Spieler. Im Tübinger Nachwuchs wird die WGV ab der kommenden Saison 2026/2027 für drei Jahre Trikotpartner für alle männlichen und weiblichen Teams, die gleiche Vereinbarung gilt auch für die Tigers Tübingen. Ein ausführlicher Bericht folgt! Die Tigers Tübingen bedanken sich bei der WGV für das Vertrauen und die Zusammenarbeit mit den Tigers Tübingen in den kommenden Jahren.
Ein besonderer Look: Die auffälligste Haarpracht im Duell beider Kontrahenten hatte Hagens Dominick von Waaden. Eine blondierte Kurzhaarfrisur mit dem Fell des Tigers als Flecken auf dem Kopf. „Wir spielen im Januar gleich beide Partien gegen die Tigers Tübingen. Daraufhin habe ich mir Frisur einfallen lassen“, erläuterte der 26-Jährige beim Training am Vormittag in der Paul Horn-Arena. Das Rückspiel wird in drei Wochen am Samstag, den 31. Januar 2026, um 19 Uhr in der Ischelandhalle in Hagen ausgetragen.