Sieg in der regulären Spielzeit verschenkt, keine Chance in der Verlängerung! 86:101-Niederlage in Bremerhaven
Die Tigers Tübingen haben das Auswärtsspiel bei den Eisbären Bremerhaven vor 1.381 Zuschauern in der […]
Die Tigers Tübingen haben das Auswärtsspiel bei den Eisbären Bremerhaven vor 1.381 Zuschauern in der […]

Die Tigers Tübingen haben das Auswärtsspiel bei den Eisbären Bremerhaven vor 1.381 Zuschauern in der Stadthalle Bremerhaven mit 86:101 (78:78; 37:43) nach Verlängerung verloren. Die Partie gestaltete sich über die gesamte Spieldauer recht ausgeglichen, mehrere Führungswechsel waren zu notieren. In der Schlussphase des letzten Viertels der regulären Spielzeit hat die Mannschaft von Trainer Henrik Sonko den Sieg leichtfertig vergeben. 35,9 Sekunden vor dem Ende vergab Melkisedek Moreaux zwei Freiwürfe zum möglichen 80:76, in den Schlusssekunden verlegte Felix Edwardsson einen Korbleger zum möglichen 80:78-Erfolg der Gäste. Mit dem negativen Moment im Hinterkopf spielten die Eisbären Bremerhaven dann in der Overtime groß auf. Mit 23:8 gingen die letzten fünf Minuten des Spiels an das Team von Trainer Steven Esterkamp. Topscorer für den Sieger war Elijah Miller mit 28 Zählern, der alle 13 Freiwürfe erfolgreich verwandeln konnte. Fünf weitere Akteure der Seestädter konnten ebenfalls zweistellig scoren. Bei der Sonko-Truppe war Bernard Pelote mit 19 Punkten bester Schütze, Moreaux gelang mit 18 Zählern und elf Rebounds ein Double Double. Die Rebounds gestalteten sich mit 41:41 ausgeglichen. Problematisch waren abermals die Freiwürfe auf Tübinger Seite. Nur 13 Treffer bei 21 Versuchen bedeuten magere 59 Prozent. Der Sieger hatte seine höchste Führung mit dem finalen 101:86-Endergebnis inne, die Schwaben lagen ihrerseits in der 27. Minute beim Spielstand von 57:50 am höchsten in Front. Für die Tigers Tübingen war es zudem die fünfte Niederlage aus den letzten sechs Spielen. Insgesamt war es dein Duell nach dem Modus „Neun gegen Neun“. Beim Gastgeber fehlten Raphael Falkentahl, Jordan Samare (beide Fuß) und Till Isemann (Finger). Bei den Gästen standen bekanntermaßen Tigers-Kapitän Till Jönke (Rücken), JaCobi Wood (Fuß) und Isaiah Sanders (Knie) nicht zur Verfügung. In der Tabelle rutschen die Schwaben mit nun sieben Siegen und acht Erfolgen vorerst auf den elften Tabellenplatz ab, die Eisbären Bremerhaven stehen mit 10:5-Erfolgen im Tableau auf Platz vier.
Kommissar: Matthias Oehlmann; Schiedsrichter: Dennis Sirowi, Sören Rucht, Christian Pott
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Das letzte Spiel im Jahr 2025 war auswärts in Bremerhaven, die erste Partie im Jahr 2026 ist ebenfalls in fremder Halle. Am Samstag, den 3. Januar 2026, treten die Tigers Tübingen bei den HAKRO Merlins Crailsheim an. Hochball ist um 15:30 Uhr in der Arena Hohenlohe in Ilshofen. Am Samstagabend gelang dem Team von Trainer David McCray ein 93:85-Auswärtssieg bei den Artland Dragons. In der Tabelle liegt der nächste Tübinger Gegner mit 10:5-Erfolgen auf dem dritten Tabellenplatz.
Die Partie nahm gleich an Fahrt auf. Nach 68 Sekunden stand ein 4:4-Zwischenstand auf der Anzeigetafel. Die Schwaben starteten zudem in der Defense mit einer Zone. Den ersten Tübinger Dreier verwandelte Miles Tention bei noch 7:46 Minuten auf der Uhr zur 7:5-Führung. In der Folge leisteten sich beide Kontrahenten einige Fahrkarten in der Offense. Moreaux setzte sich nach fünf Minuten unter dem gegnerischen Korb durch und erzielte das 9:7. Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Miller, Topscorer der Eisbären Bremerhaven, erzielte nach sechs Minuten den 11:11-Ausgleich. Auch nach neun Minuten stand beim Stand von 17:17 ein Unentschieden zu Buche. Vor allem mit Miller hatten die Schwaben so ihre Probleme. Eisbären-Kapitän Adrian Breitlauch gelang in der Schlussminute per Dreier das 20:17, was im Gegenzug Silas Oriane ebenfalls aus der Distanz zum 20:20 kontern konnte. Das Ergebnis spiegelte den Spielverlauf wider.
Miller eröffnete den zweiten Abschnitt nach 14 Sekunden mit zwei Freiwürfen zur 22:20-Führung für die Seestädter. Der US-Amerikaner war schon bei acht Zählern angelangt. Kaya Bayram gelang nach 35 Sekunden der nächste Tübinger Dreier zum 23:22 für die Gäste. Nach einem Distanzwurf von Jacob Biss zum 27:23 nahm Sonko bei noch 7:32 Minuten auf der Uhr seine erste Auszeit. Beide Mannschaften hatten an beiden Enden des Spielfelds noch so ihre Probleme. Biss erhöhte in Minute 14 mit dem nächsten Dreier auf 30:23 und konnte somit ein kleines Polster zwischen beide Kontrahenten bringen. Die Schwaben hatten in dieser Phase des Spiels nun etwas den Faden verloren. Vor allem offensiv lief nichts zusammen. Jannis von Seckendorff erhöhte den Lauf (10:0) des Gastgebers mit zwei weiteren Punkten zum 32:23. Sonko musste bei 4:28 Minuten auf der Uhr die nächste Spielunterbrechung nehmen. Carlos Carter verbesserte den Vorsprung zuvor auf 34:23 – die Schwaben warteten seit fast fünf Minuten auf einen Punkt. Erst Emilien beendete den Negativlauf (0:12) der Gäste nach weiteren 24 Sekunden zum 25:34-Zwischenstand. Vor allem bei den Rebounds hatten die Tigers so ihre Probleme. Carter markierte in Minute 18 per Korbleger das 40:28, nach einem Distanzwurf von Felix Edwardsson zum 31:40 holte auch Esterkamp für die letzten 108 Sekunden der ersten Hälfte seine Spieler zum Gespräch auf die Bank. Emilien war erneut bester Spieler der Gäste. Der Kanadier verkürzte bis zur Schlussminute mit sechs Zählern in Folge auf 37:43. Esterkamp nahm für die letzten 18,8 Sekunden nochmals eine Auszeit. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen. Emilien war mit zwölf Zählern Topscorer der Begegnung, für Bremerhaven trafen Miller und Carter mit jeweils zehn Zählern am häufigsten. Kurios: Die Schwaben hatten bisher nur einen Freiwurf, welchen Emilien verlegte.
Die Tigers kamen besser aus der Kabine. Mit einem 7:0-Lauf zum 44:43 holten die Sonko-Schützlinge in der zwölften Minute die Führung zurück nach Tübingen. Tention gelang dabei der letzte Korb aus der Distanz. Nach zwei weiteren Zählern von Pelote zum 48:43 nahm Esterkamp bei noch 7:14 Minuten auf der Uhr eine Auszeit, um den Lauf (11:0) der Schwaben zu stoppen. Die ersten Minuten hatte seine Mannschaft total verschlafen. Jemarl Baker beendete nach 191 Sekunden die offensive Durstrecke der Hausherren mit zwei Zählern zum 45:48-Zwischenstand. Die Schwaben waren nun deutlich besser im Spiel. Miller konnte mit fünf Punkten in Folge den Rückstand aber auf einen Zähler (50:51) in der 26. Minute minimieren. Die Gäste suchten nun vermehrt ihre Chance unter dem gegnerischen Korb, was in der ersten Halbzeit noch nicht der Fall war. Emilien baute den Vorsprung nach 17 Minuten per Korbleger zum 57:50 auf sieben Zähler aus. Die Esterkamp-Truppe musste sich vor allem auf Miller verlassen. Auch die Schwaben hatten nun vermehrt Ladehemmung. In Minute 29 gelang Moreaux mit zwei Punkten jedoch das 59:55. Kampf war auf beiden Seiten nun Trumpf. Final gingen die Gäste mit einem knapp 59:57-Vorsprung in die letzten zehn Minuten des Spiels.
Emilien leistete sich nach 53 Sekunden sein viertes Foul und musste auf die Bank. von Seckendorff traf einen von zwei Freiwürfen zum 58:59. Lukas Milner gelang für die Tigers Tübingen nach 93 Sekunden der erste eigene Dunking zum 62:58. Nach einem schnellen 5:0-Lauf der Esterkamp-Truppe zum 63:62 musste Sonko bei noch 7:38 Minuten auf der Uhr eine Auszeit nehmen. Pelote gelang jedoch umgehend der Konter aus der Distanz zum 65:63 für die Schwaben. Die Führung wechselte in dieser Phase der Partie nun mehrfach hin und her. Nach 35 Minuten lagen die Tigers knapp mit 69:66 in Front. Es blieb wahnsinnig spannend. Bayram sorgte mit einem weiteren Dreier zum 74:70 für minimale Entspannung aus Tübinger Sicht, Esterkamp nahm bei noch 2:51 Minuten auf der Uhr eine Auszeit. Die Begegnung stand auf Messers Schneide. Nach einem offensiven Foul von Emilien war für den Kanadier 131 Sekunden vor dem Ende das Spiel mit dem fünften Foul vorzeitig beendet. Bayram foulte 112 Sekunden vor der finalen Sirene Biss beim Dreier, der Wurf ging in den Tübinger Korb, auch der Freiwurf fand sein Ziel zum 74:74-Ausgleich. Sonko holte seine Mannschaft nach diesem katastrophalen Angriff des Gegners zum Gespräch auf die Bank. Die Entscheidung wurde weiter vertagt. 35,9 Sekunden vor dem Ende hatte Moreaux die Chance, von der Freiwurflinie auf 80:76 zu erhöhen, doch beide Würfe gingen daneben. Im Gegenzug erzielte von Seckendorff im Gegenzug per Korbleger den 78:78-Ausgleich – Auszeit der Tigers Tübingen bei noch 20,9 zu spielenden Sekunden. Bei diesem Ergebnis blieb es auch. Edwardsson verlegte einen Korbleger unter dem Korb zum Sieg. Die Verlängerung musste die Entscheidung herbeiführen.
Ein Dreier von Baker, ein Dreier von Tention – in der ersten Minute der zusätzlichen Spielzeit stand es mit 81:81 weiter unentschieden. Baker war nun heiß, der US-Amerikaner erhöhte bei noch 2:53 Minuten auf der Uhr wieder per Dreier auf 86:82 – Auszeit Tübingen. Doch es lief aus Tübinger Sicht nichts mehr zusammen. Zu groß war das negative Erlebnis, den Sieg in der regulären Spielzeit leichtfertig vergeben zu haben. 66 Sekunden vor dem Ende führten die Eisbären Bremerhaven dann doch deutlich mit 94:84, mit einem 16:6-Lauf waren die Seestädter nun das bessere Team. Esterkamp nahm 42 Sekunden vor dem Ende der Extraspielzeit beim Stand von 94:86 eine Auszeit. Miller beendete das Spiel mit einem langen Dreier per Buzzer Beater zum 101:86-Endstand. In der Overtime waren die Esterkamp-Schützlinge das klar bessere Team.
Henrik Sonko (Trainer Tigers Tübingen): „Meine Mannschaft hat einen sehr guten Kampf geliefert. In der regulären Spielzeit hatten wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen. Leider haben wir erneut einige Freiwürfe verworfen, was wir weiter dringend üben. Dazu kamen einige taktische Fehler hinzu. In der Verlängerung war Bremerhaven dann das klar bessere Team.“
Steven Esterkamp (Trainer Eisbären Bremerhaven): „Ich bin glücklich über diesen Sieg. Es war keine leichte Situation für uns, uns haben drei deutsche Spieler verletzungsbedingt gefehlt. Wir haben als Team jedoch gut zusammengespielt. Am Ende hatten wir auch ein wenig Glück, in der Overtime hat uns Elijah Miller enorm geholfen.“
Sportliche Bilanz im Jahr 2025: Das Jahr 2025 neigt sich mit großen Schritten dem Ende entgegen. Zeit, um eine sportliche Bilanz zu ziehen. Insgesamt 39 Pflichtspiele haben die Tigers Tübingen im Kalenderjahr 2025 absolviert. Dabei stehen 18 Erfolge und 21 Niederlagen zu Buche. Im laufenden Wettbewerb der Saison 2025/2026 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga lauten die Zahlen wie folgt: sieben Siege und acht Niederlagen. Dazu kommt das Spiel im BBL Pokal gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier, welches die Mannschaft von Trainer Henrik Sonko am 23. September 2025 mit 67:87 verloren hat. Von Januar bis Mai 2025 wurden 23 Begegnungen ausgetragen, elf Erfolge und zwei zwölf Niederlagen stehen hier in der Statistik.
In der Nacht nach Bremerhaven – und wieder zurück: Co-Trainer Troy Culley fiel krankheitsbedingt für das Auswärtsspiel bei den Eisbären Bremerhaven kurzfristig aus. Philipp Braun, ebenfalls Co-Trainer unter Trainer Henrik Sonko, brach für die Partie im hohen Norden seinen Urlaub in Österreich vorzeitig ab, um den Schweden an der Seitenlinie in Diensten der Schwaben zu unterstützen. In der Nacht zu Samstag fuhr der 22-Jährige mit dem Zug von Ulm nach Bremen und im Anschluss direkt weiter nach Bremerhaven. Nach neun Stunden im Zug kam Braun dann am Vormittag im Hotel der Schwaben an. Nach der Begegnung ging es wieder durch die Nacht zurück nach Tübingen, nun mit dem Mannschaftsbus. An dieser Stelle bedanken wir uns für die große Einsatzbereitschaft von Philipp Braun, um die Tigers Tübingen zu unterstützen! Gleichzeitig senden wir die besten Genesungswünsche an Troy Culley!
ALPI-Fanfahrt nach Crailsheim: Der Fanklub Neckar Tigers e. V. sowie die Fangruppierung Massimo 03 planen die ALPI-Fanausfahrt zum Auswärtsspiel nach Crailsheim. Abfahrt ist am Samstag, den 3. Januar 2026, um 12:30 Uhr vom Tübinger Busbahnhof, um 12:45 Uhr kann an der Paul Horn-Arena zugestiegen werden. Für Mitglieder kostet die Fahrt sowie die Eintrittskarte 43 Euro, der ermäßigte Preis ist 40 Euro. Nicht-Mitglieder zahlen jeweils fünf Euro mehr. Auf der Fahrt gibt es zudem Produkte von unserem Bierpartner Alpirsbacher. Anmeldungen werden per Mail unter tigers-away@mail.de angenommen. Jetzt anmelden und die Mannschaft der Tigers Tübingen beim Derby in Crailsheim unterstützen!