Bild: Dennis Duddek

Sieg und direkten Vergleich gegen Limburg geholt

13 Feb 2023

Die Saison der Regionalliga Südwest biegt auf die Zielgerade ein. An beiden Enden der Tabelle geht es so spannend wie lange nicht mehr zu. Saarlouis, Langen oder Fellbach – diese drei Teams werden die Meisterschaft unter sich ausmachen, während in der halben Liga das Abstiegsgespenst umgeht. Nachdem die Kronberger ihre Mannschaft vor Wochen aus dem Spielbetrieb genommen haben und die jungen Gießener mit nur zwei Siegen bereits als zweiter Absteiger feststehen, wird es spannend zu sehen sein, wer als drittes Team absteigen wird. Auch die Tübinger um Trainer Manu Pasios stecken im unteren Mittelfeld fest. Ein Sieg gegen ebenfalls abstiegsgefährdete Baskets aus Limburg war deshalb Pflicht. Am Samstag zur ungewohnten Zeit um 15 Uhr startete man in die Mission Klassenerhalt. Mit dabei waren neben den drei ProA-Doppellizenzspielern Bakary Dibba, Miles Osei und Jekabs Beck. Auch Rouven Hänig, der nach knapp sechsmonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte. Neun Punkte und drei Rebounds steuerte der Routinier zum 102:74 (45:38)-Heimsieg seiner Mannschaft bei.

Beide Teams starteten konzentriert in die Partie. Auf Seiten der Gäste war es der kroatische Point Guard Matej Kljaic und Center Brandon Cataldo, die direkt das Geschehen für ihr Team übernahmen. Auf Tübinger Seite das ProA-Trio um Dibba. Der Gegner versuchte es von Beginn an mit einer Zonenverteidigung. Der Gastgeber konterte mit gutem Passspiel, aber die Würfe wollten nicht fallen. Lediglich ein von zehn Dreiern (zehn Prozent) fand in den ersten 20 Minuten sein Ziel. So war es auch nicht verwunderlich, dass man beim Stand von 22:23 in die erste Pause ging. Da Danny Stahlbohm, Trainer der Limburger, bereits der Halle verwiesen. Wegen ständigem Beschwerens und Reklamierens hagelte es zwei technische Fouls innerhalb kürzester Zeit. Das vorzeitige Aus für den erfahrenen amerikanischen Trainer.

Im zweiten Viertel nutzten die Tübinger ihre athletischen Vorteile aus und erspielten sich den ersten größeren Vorsprung. Hans Georg Kienzle und Hänig sorgten – von der Bank kommend – für frischen Wind auf dem Feld. Aber auch Louis Thieme und Thomas Zenkel konnten ihre Einsatzzeit nutzen, um ihrem Team zu helfen. Halbzeitstand: 45:38 für Tübingen.

Nach der großen Pause legten die Tübinger nochmals einen Gang zu. Zur Freude der rund 50 Zuschauer gab es auch die ein oder andere Highlight-Aktion. Immer wieder zwang man die Gäste zu schwierigen Würfen, während im Angriff nun hochprozentig abgeschlossen wurde. Im Laufe der zweiten Halbzeit schraubte man die miese Dreierquote auf am Ende starke 43 Prozent hoch. Stand nach 30 Minuten: 70:47 für die Schwaben.

Nachdem man das Hinspiel mit 14 Punkten Differenz verloren hatte, war es wichtig einen Sieg mit mindestens 15 Punkte Unterschied einzufahren. Das gelang den Pasios-Schützlingen auch. Die 100 Punktemarke machte der 16-Jährige Youngster Emil Böhme mit einem schön herausgespielten Distanzwurf zum Spielendstand von 102:74.

Der siebte Saisonsieg bedeutet Platz zehn für das Tübinger Team. Zudem hat man die direkten Vergleiche gegen Bensheim und Limburg in der Tasche, die am Ende der Saison noch Gold wert sein können. Weiter geht es für die “Zwoide” am Samstag mit einem Auswärtsspiel beim starken Aufsteiger in vamos! TSG Söflingen.

SV 03 Tigers Tübingen: Dibba 23, Osei 18, Schwaibold 13, Beck 11, Hänig 9, Schüler 8, Thieme 7, Kienzle 6, Böhme 3, Zenkel 2, Weng 2, Stojakovic