Warten auf das erste Erfolgserlebnis – 82:87-Niederlage in Mulhouse
Spannung bis zur Schlussminute – Warum das vierte Testspiel in Mulhouse trotz Comeback bitter endete, lest ihr hier.
Spannung bis zur Schlussminute – Warum das vierte Testspiel in Mulhouse trotz Comeback bitter endete, lest ihr hier.

Im vierten Vorbereitungsspiel traten die Tigers Tübingen im Palais des Sports in Mulhouse an. Die Gastgeber Mulhouse Mustangs hatten wenige Tage zuvor gegen die PS Karlsruhe LIONS nur knapp mit zwei Punkten verloren und präsentierten sich auch gegen die Mannschaft von Trainer Henrik Sonko als athletisch starke Mannschaft mit viel Offensivkraft. Vor allem das verlorene Duell um die Rebounds (32:46) war ein wesentlicher Grund für die vierte Niederlage im vierten Testspiel der Vorbereitung. Kapitän Till Jönke (Rücken) und Silas Oriane (Knie) fehlten weiterhin verletzungsbedingt. „Mit der Leistung der Mannschaft bin ich heute nicht zufrieden. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Ich hoffe, dass wir dieses Spiel nutzen können, um die gemachten Fehler klar anzusprechen“, zeigte sich Sonko enttäuscht. Circa 300 Zuschauer verfolgten den ersten öffentliche Test der Raubkatzen, davon ein Dutzend Tübinger Anhänger. Vielen Dank für eure Unterstützung!
Die Tigers starteten konzentriert in die Partie: Jacobi Woods und Kaya Bayram nutzten konsequent Lücken in der gegnerischen Verteidigung, punkteten selbst oder setzten Mitspieler in Szene. Mit diesem offensiven Rhythmus erarbeitete sich die Schwaben eine frühe 20:10-Führung, was gleichzeitig der höchste Vorsprung im eigenen Spiel war, die Mulhouse zur ersten Auszeit zwang. In der Folge nutzten die Gastgeber vermehrt Fehler der Gäste und verkürzten bis zum Viertelende auf 22:19.
Mulhouse kam nun besser in Korbnähe zu einfachen Abschlüssen und erzielte mehrere Punkte im Fastbreak. Nach einer Auszeit von Trainer Sonko stabilisierten sich die Tigers wieder und übernahmen die Kontrolle. Die Trefferquote von außen blieb zwar noch ausbaufähig, dennoch sorgte Lukas Milner mit einem Buzzer Beater für die knappe 41:40-Pausenführung.
Die Franzosen starteten wacher aus der Kabine und nutzten ihre Chancen effizienter. Zwar erspielten sich beide Teams gute Wurfgelegenheiten, doch zunächst punktete fast ausschließlich Mulhouse. Mitte des Viertels führte Mulhouse bei der höchsten Führung mit 66:51. Erst nach einer erneuten Auszeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Mustangs jedoch die Oberhand behielten. Vor dem Schlussviertel lagen die Tigers mit 62:74 zurück.
Mulhouse baute die Führung zunächst auf 15 Punkte weiter aus, ehe die Tigers Mitte des letzten Abschnitts defensiv mehr Zugriff fanden und Stopps in Punkte ummünzen konnten. Zwei Minuten vor Ende des Spiels war die Partie wieder ausgeglichen. In einer spannenden Schlussphase behielten jedoch die Gastgeber die Oberhand und entschieden das Spiel mit 87:82 für sich.
Coach Sonko nach dem Spiel: „Gerade bin ich einfach sehr enttäuscht über die Art und Weise, wie wir dieses Spiel angegangen sind. Rebounds sind mir und in meiner Spielphilosophie ein großes Thema und besonders wichtig. Wie wir uns hier heute präsentiert haben, ist nicht akzeptabel. Obwohl wir uns nach dem Rückstand wieder zurückgekämpft haben, darf es gar nicht erst zu dieser Situation kommen. Wir werden weiter hart arbeiten, dass so etwas nicht wieder vorkommt.“
Tigers Tübingen: Wood 18 Punkte, Sanders 15, Pelote 11, 7 Rebounds, Milner 10, 6 Rebounds, Tention 9, Bayram 8, Nelson 5, Schwaibold 4, Edwardsson 2, Moreaux, Ogunjobi (dnp), Denjalic (dnp)
Mulhouse Mustangs: Samoura 16, Hyenne 15, Ilic 15, Tawredu 12, Faulkner 9, Montout 7, Dembele 7, Eboh 6, Le Lanne, Mane, Kling (dnp)