Thriller mit Happy End! Till Jönke trifft zum 84:82-Sieg gegen Gießen
Die Tigers Tübingen haben das Heimspiel gegen die GIESSEN 46ers vor 2.570 begeisterten Zuschauern in […]
Die Tigers Tübingen haben das Heimspiel gegen die GIESSEN 46ers vor 2.570 begeisterten Zuschauern in […]

Die Tigers Tübingen haben das Heimspiel gegen die GIESSEN 46ers vor 2.570 begeisterten Zuschauern in der Paul Horn-Arena in einem wahren Thriller mit 84:82 (44:40) gewonnen. 1,2 Sekunden vor dem Ende traf Tigers-Kapitän Till Jönke mit einem Sprungwurf zum Sieg für die Mannschaft von Trainer Henrik Sonko. Die Zuschauer tobten und feierten gebührend ihre Mannschaft. Der 33-Jährige wurde im Anschluss zum „RAMPF – Man of the Match“ gekürt. Für die Raubkatzen war es gleichzeitig der vierte Sieg in Folge. Die Partie gestaltete sich nach einem starken Start der Hausherren über drei Viertel absolut auf Augenhöhe, nach den ersten zehn Minuten führten die Sonko-Schützlinge mit 29:18, was gleichzeitig die höchste Führung im Spiel war. Beide Kontrahenten spielten mit hoher Intensität, die Begegnung stand lange Zeit auf Messers Schneide. Nach 30 Minuten lagen die Gäste um Trainer Branislav Ignjatovic beim 66:63-Zwischenstand am höchsten in Front. Schlüsselspieler beim Sieger waren Bernard Pelote mit 27 Punkten als Topscorer, dazu kam Point Guard JaCobi Wood auf 23 Zähler. Die Hessen hatten in Kyle Castlin mit 26 Zählern ihren besten Schützen in den eigenen Reihen. Die Raubkatzen trafen zwölf von 28 Dreiern (43 Prozent) und zeigten auch im Zusammenspiel die bisher beste Saisonleistung. Die Rebounds gingen mit 36:30 an die Gäste, dazu die Assists mit 18:17. Alle Tübinger Fans konnte die Paul Horn-Arena nach einem tollen Spiel mit einem aufregenden Sieg ins Wochenende verlassen. Die Tigers Tübingen stehen vor den Spielen am achten Spieltag am Sonntag mit 5:2-Siegen auf dem fünften Tabellenplatz.
Kommissar: Christian Grupp ; Schiedsrichter: Edris Naim, Michael Oesterle, Nikola Krajacic
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Weiter geht es für die Tigers Tübingen bereits am Sonntag, den 9. November 2025, mit dem Auswärtsspiel bei den Bozic Estriche Knights Kirchheim. Die Mannschaft des ehemaligen Tübinger Trainers Igor Perovic hat in der ersten Partie des Doppelspieltags das badisch-württembergische Derby bei den PS Karlsruhe LIONS mit 80:76 gewonnen und verbeserte sich mit nun zwei Erfolgen und fünf Niederlagen auf den 13. Tabellenplatz. Das Spiel wird wie immer live und exklusiv bei sporteurope.tv kostenpflichtig übertragen. Sendebeginn ist um 16:45 Uhr.
Die Raubkatzen starteten mit drei Dreiern in die Partie. JaCobi Wood mit zwei Treffern sowie Bernard Pelote sorgten nach 125 Sekunden für eine 9:4-Führung. Die Stimmung war von Beginn an prächtig in einer gut gefüllten Paul Horn-Arena. Doch die Hessen blieben dran. Robin Benzing verkürzte nach fast genau vier Minuten per Korbleger auf 10:11. Die Schwaben verteidigten zunächst mit einer Zone in der Defense. Foullastig war die Begegnung nicht. Nur Silas Oriane für Tübingen und Jonathan Maier für Gießen kassierten bis zur fünften Minute jeweils ein Foul. Das Spiel war kurzweilig, Unterbrechungen waren eine Seltenheit, sodass die Uhr schnell runterlief. Wood erzielte in der sechsten Minute das 15:10. Doch Castlin, Topscorer der BARMER 2. Basketball Bundesliga, bekamen die Sonko-Schützlinge nicht so richtig in den Griff. Der US-Amerikaner erzielte ebenfalls in Minute sechs das 14:15 und war insgesamt schon bei sechs Zählern angelangt. Die Partie war im ersten Viertel auf Augenhöhe, mit kleinen Vorteilen für die Hausherren. Pelote hatte erneut ein heißes Händchen und erzielte aus der Distanz das 22:16 – Ignjatovic nahm bei 2:41 Minuten auf der Uhr die erste Auszeit des Spiels. Direkt nach Wiederaufnahme der Partie legte Lukas Milner per Korbleger zum 24:16 nach. Es war zudem ein 7:0-Lauf der Raubkatzen. Auf Tübinger Seite war Pelote nicht zu stoppen. Der 23-Jährige markierte 104 Sekunden vor dem Ende des ersten Abschnitts per Dreier das 27:18. Nach Foul von Luis König Figge zeigte sich Pelote auch von der Freiwurflinie sicher und erhöhte mit zwei Treffern auf 29:18. Der US-Amerikaner war mit 13 Punkten Topscorer des ersten Viertels. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die erste Pause. Die Hessen hatten bei fünf Versuchen aus der Distanz noch keinen Erfolg jenseits der 6,75-Meter-Linie.
Domagoj Vuković beendete den negativen Lauf der Gäste und erzielte nach 30 Sekunden den ersten Treffer aus der Distanz zum 21:29. Vuković legte in der Folgeminute mit zwei Freiwürfen nach und verkürzte auf 23:29. Die Sonko-Truppe hatte ihrerseits in den ersten Minuten Ladehemmung. Milner erzielte per Korbleger bei 7:44 Minuten auf der Uhr die ersten Zähler für die Schwaben zum 31:23 im zweiten Abschnitt. Doch Gießen war nun besser in der Partie. Die Hessen waren nach fast exakt drei Minuten beim fünften Teamfoul angelangt. Wood legte beide Freiwürfe in den Gießener Korb zum 33:25-Zwischenstand ab. Auch Tention für Tübingen zeigte seine Qualitäten aus der Distanz und war beim Dreier zum 36:27 in der 14. Minute erfolgreich. Spieler des Tages war weiterhin Pelote für die Tigers. Der nächste Dreier saß zum 41:31 nach 16 Minuten. 18 Zähler hatte der Leistungsträger der Schwaben schon auf dem Konto und zudem noch kein Foul kassiert. Tigers-Kapitän Jönke zeigte immer totalen Einsatz und kämpfte um jeden Ball und jeden Rebound. Nach zwei Punkten von Castlin (zwölf Zähler) zum 35:41 orderte Sonko seine Spieler zum ersten Mal für eine Auszeit auf die Bank. Die Hessen pirschten sich Schritt für Schritt heran. Bei 2:24 Minuten auf der Uhr war auch Jönke per Dreier zum 44:37 erfolgreich und sorgte dafür, dass der Vorsprung nicht knapper wurde. Die Stimmung im Tübinger Dschungel war super. Das Pendant auf Gießener Seite zu Pelote war Castlin, der in der 19. Minute das 40:44 aus der Distanz erzielte. Der US-Amerikaner war auch schon bei 15 Punkten angelangt. Mit diesem Spielstand verabschiedeten sich auch beide Kontrahenten in die Halbzeitpause. Positiv: Pelote mit 18 Zählern und Wood mit 15 Punkten hatten noch keine Foulprobleme.
Pelote erzielte die ersten Tübinger Punkte mit einer feinen Einzelleistung nach 34 Sekunden zum 46:42. Nicht weniger schön waren die ersten Zähler von Melkisedek Moreaux zum 48:43. Die Begegnung nahm gleich wieder an Fahrt auf. Gießen spielte nun aggressiver. Benzing verkürzte in Minute 23 mit einem Zweiter auf 48:49. Die Raubkatzen erlaubten sich nun ein paar Fehler zu viel im eigenen Spiel. Die Partie stand nun auf Messers Schneide. König Figge sorgte in Minute 24 mit zwei Punkten für die erste Führung der Gäste zum 50:49. Im direkten Gegenzug war es Moreaux, der mit dem ersten Dunking der Begegnung das 51:50 für die Schwaben besorgte. Pelote spielte auch noch mit und nagelte in der 25. Minute den nächsten Distanzwurf für die Raubkatzen zum 56:52 durch die Gießener Reuse. Es ging nun hin und her. Die Hessen waren nach der Pause das leicht griffigere Team. Aiden Warnholtz verkürzte in Minute 27 auf 57:58. Kein Kontrahent konnte sich in dieser Phase absetzen. Bei den Rebounds gab es kein Ungleichgewicht, beide Mannschaften konnten ihre Korbabpraller holen. Castlin war bei der Ignjatovic-Truppe weiter bester Akteur auf dem Feld. Der US-Amerikaner erzielte in Minute 29 mit einem Zweier das 59:60 und war gleichzeitig schon bei 19 Zählern angelangt. Wood brachte sich wenig später wieder in Aktion und traf aus der Distanz zum 63:61. Die Führung wechselte nun mehrfach hin und her, dazu war das Spiel 76 Sekunden vor Ende des dritten Abschnitts durch zwei Freiwürfe von Maier beim Stand von 63:63 ausgeglichen. Die eigenen Fans unterstützen die eigene Mannschaft weiterhin exzellent. Castlin beendete das dritte Viertel per Dreier zum 66:63. Pelote war mit 23 Punkten bester Punktesammler, gefolgt von Castlin mit 22 Zählern.
Wood glich die Begegnung per Dreier nach 20 Sekunden zum 66:66 aus. Die Zuschauer sahen auf jeden Fall ein spannendes Spiel. Castlin bekamen die Raubkatzen aber weiter nicht in den Griff, der US-Amerikaner erzielte per Zweier das 68:66 – gespielt waren 32 Minuten. Sonko spielte an der Außenlinie gefühlt mit und gab alles für seine Mannschaft. Beide Teams agierten weiter komplett auf Augenhöhe. Wood holte mit einem Korbleger zum 72:70 nach 34 Minuten die erste Führung im letzten Viertel für die Schwaben. Moreaux gelang in der 35. Minute die bisher schönste Einzelleistung in der Begegnung und legte den Ball artistisch per Korbleger zum 76:72 in den Gießener Korb, Ignjatovic nahm bei 5:04 Minuten auf der Uhr eine weitere Auszeit in Anspruch. Nach genau 36 Minuten stand es 76:75 für die Tigers Tübingen, die letzten Minuten mussten nun die Entscheidung bringen. Beide Kontrahenten hätten den Sieg verdient gehabt. Tübingen und Gießen leisteten sich nun vermehrt Fehler, offensive Aktionen waren Mangelware. Wood gelang bei 2:17 Minuten auf der Uhr ein artistischer Wurf unter dem Korb zum 78:75 – Auszeit Gießen. Die Schlussphase führte zum Höhepunkt der Partie: 53 Sekunden vor dem Ende erzielte Wood das 81:77 per Dreier, Castlin konterte bei noch 36 Sekunden auf der Uhr per Zweier zum 79:81, Tention traf bei 20 Sekunden Restzeit auf der Uhr nur einen von zwei Freiwürfen zum 82:79 – Auszeit Gießen. Und weil dieses Spiel so verrückt war, glich König Figge bei 14 Sekunden per Dreier zum 82:82 aus – Auszeit Tübingen. Die Entscheidung führte Kapitän Jönke herbei: 1,2 Sekunden vor der finalen Sirene setzte der Routinier mit einem Sprungwurf den Ball zum 84:82-Sieg in den Gießener Korb. Gießen konnte nun nicht mehr kontern, Moreaux sicherte sich den Rebound.
Henrik Sonko (Trainer Tigers Tübingen): „Das war ein großer Sieg gegen einen guten Gegner mit einem starken Trainer in Person von Branislav Ignjatovic. Wir haben den Ausfall von Isaiah Sanders im Kollektiv aufgefangen und defensiv sehr stark gespielt. Wenn unser Kapitän Till Jönke sagt, er will den Ball, dann gibst du ihm den Ball. Er ist eine unglaubliche Persönlichkeit. Ich bin stolz auf die Leistung der gesamten Mannschaft. Sie hat alles gegeben und sich den Sieg verdient, wenngleich dieser nach dem Spielverlauf und der letzten Aktion natürlich auch glücklich war. Vielen Dank an unsere Fans, die für eine tolle Atmosphäre gesorgt haben.“
Branislav Ignjatovic (Trainer GIESSEN 46ers): „Sport ist nicht immer schön, manchmal ist er sehr gnadenlos. Wir haben uns sicherlich etwas ganz anderes vorgestellt, aber am Ende musst du eine Entscheidung treffen. Die Mannschaft hat gut gekämpft, gut gefightet. In meinen Augen haben wir im ersten Viertel nicht so gespielt wie wir das wollen. Wir haben uns offensiv viel erspielt, obwohl wir in der Zone relativ viel liegen gelassen haben. Und dann kam dieses verdammte Ende, wir haben uns dazu entschieden zu verteidigen und nicht auf Foul zu spielen. Dann bekommt Till Jönke einen für mich leichten Wurf und trifft ihn mit seiner ganzen Erfahrung. Verdient hätte das Spiel wahrscheinlich eine Verlängerung, aber trotzdem natürlich Glückwunsch an Trainer Henrik Sonko und sein Team.“
Update zum Personal: Die Raubkatzen mussten wie bekannt auf Isaiah Sanders verletzungsbedingt verzichten. Der 26-Jährige wird mit einen Innenbandverletzung im rechten Knie mindestens sechs Wochen nicht zur Verfügung stehen. Die Ausfalldauer kann sich je nach Heilungsverlauf auch noch über weitere Wochen ziehen. Da die Schwaben derzeit einige verletzte und angeschlagene Spieler in der physiotherapeutischen Behandlung bei Benedikt Cords (ZAR Tübingen), Johannes Katzmaier (praxis für physio- und myoreflextherapie) und Kai Kemmler haben, wird Sanders bei Physiotherapeutin Diana Fröschke für sein hoffentlich baldiges Comeback arbeiten. Fröschke war bis 2018 über ein Jahrzehnt Physiotherapeutin der Tigers Tübingen mit dem Start ihrer Selbständigkeit war eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr möglich. Der Kontakt ist jedoch nie abgerissen. Bereits in der Vergangenheit hat Fröschke in Einzelfällen immer wieder ausgeholfen, so bei Aatu Kivimäki oder auch Tigers-Kapitän Till Jönke. Nun hat Fröschke erneut ihre Hilfe angeboten. Herzlichen Dank hierfür! Connor Nelson stand nach seiner Sprunggelenksverletzung zwar wieder im Kader, kam wegen erneuter Schmerzen nicht zum Einsatz. Aaron Ogunjobi bereitete sich zeitgleich mit den SV 03 Tigers Tübingen im Training auf das Heimspiel in der zweiten Regionalliga gegen KKK Haiterbach vor. Bei den Hessen fehlte Martin Junaković (Hüfte).
Neuer Mittelkreis, neuer Seniorpartner: Mit dem Heimspiel der Tigers Tübingen gegen die GIESSEN 46ers war der Mittelkreis erstmalig nicht mehr mit dem Logo der Raubkatzen abgebildet. Diese zentrale Fläche auf dem Parkettboden nimmt ab sofort unser neuer Seniorpartner Bürger aus Ditzingen ein. Der Marktführer in Sachen Maultaschen mit sämtlichen Variationen stellt den Tigers Tübingen auch Produkte zur Verfügung. So gibt es nun auch den Maultaschen-Burger in einer Fleisch- sowie einer vegetarischen Version. Auch im VIP-Bereich werden zukünftig die hochwertigen Produkte von Bürger angeboten. Herzlichen Dank für die Unterstützung!
Alpi-Fanfahrt nach Kirchheim: Für die Alpi-Fanausfahrt am Sonntag zum Auswärtsspiel nach Kirchheim gibt es noch freie Plätze. Abfahrt ist am Sonntag, den 9. November 2025, um 14:30 Uhr vom Tübinger Busbahnhof, um 14:45 Uhr kann an der Paul Horn-Arena zugestiegen werden. Für Mitglieder kostet die Fahrt sowie die Eintrittskarte 35 Euro, der ermäßigte Preis ist 32 Euro. Nicht-Mitglieder zahlen jeweils fünf Euro mehr. Auf der Fahrt gibt es zudem Produkte von unserem Bierpartner Alpirsbacher. Anmeldungen werden noch bis Sonntag per Mail unter tigers-away@mail.de angenommen. Jetzt anmelden und die Mannschaft der Tigers Tübingen beim Derby in Kirchheim unterstützen!