Bild: ROSTOCK SEAWOLVES

Tigers vor schwerer Aufgabe in Rostock

07 Feb 2020

Bereits am Sonntag (16 Uhr) steht für die Tigers Tübingen bei den ROSTOCK SEAWOLVES die nächste schwere Aufgabe auf dem Programm. Nach der herben 74:94-Heimniederlage gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier steht die Mannschaft von Head Coach Andy Hipsher dabei unter Zugzwang. Denn erneut treffen die Raubkatzen dabei auf einen direkten Gegner im Rennen um die Playoffs. Die Partie (16 Uhr) aus der StadtHalle Rostock wird wie gewohnt auf www.airtango.live übertragen.

Im Hinspiel konnten sich die Tübinger in der heimischen Paul Horn-Arena noch mit 96:87 gegen die Hansestädter durchsetzen. Für die Tigers damals der vierte Saisonsieg im fünften Spiel. Für Rostock hingegen die vierte Niederlage in Serie. Bis Ende Oktober sollten die SEAWOLVES drei weitere Spiele verlieren und hingen mit sieben Niederlagen und ohne Punktgewinn im Tabellenkeller fest. Seither hat sich tabellarisch und personell bei beiden Mannschaften jedoch einiges geändert.

Bauermann neuer Trainer in Rostock

Mit jeweils zehn Siegen liegen die beiden Teams mittlerweile punktgleich auf dem zehnten und elften Tabellenplatz. Was bei den Tigers Grund zur Sorge ist, macht in Rostock Hoffnung, noch in die Playoffs einzuziehen. Und das nicht zu Unrecht. Denn der Trend der letzten Monate kann den Norddeutschen Mut machen. Gewannen die Tübinger seit November nur noch fünf ihrer insgesamt 14 Spiele, konnten die Rostocker mit zehn Erfolgen doppelt so viele Siege einfahren.

So unterschiedlich der Saisonverlauf der beiden Kontrahenten seit ihrem ersten Aufeinandertreffen verlief, entschieden sich die Verantwortlichen beider Teams, nahezu zeitgleich, für einen Trainerwechsel. In Rostock übernahm dabei mit Dirk Bauermann ein großer Name. Der einstige Erfolgstrainer der Brose Bamberg und langjährige Bundestrainer trat am 7. Januar 2020 die Nachfolge von Milan Skobalj an. Mit Power Forward Henry Pwono sowie Shooting Guard Zachary Lofton kamen zudem gleich noch zwei neue Spieler. Vor allem Lofton konnte in seinen ersten beiden Partien mit 30 Punkten gegen Leverkusen und 22 Zählern gegen Jena voll überzeugen. Mit Kalidou Diouf (13,6 ppg, 5,3 rpg) und Tony Hicks (13,1 ppg, 3,9 apg), der seit November für die SEAWOLVES aufläuft, verfügen die SEALWOLVES somit über ein brandgefährliches Trio.

Jordan vor Debüt

Die Tigers Tübingen, bei denen Neuzugang John Jordan vor seinem Debüt steht, erwartet im Vergleich zum Hinspiel somit ein anderer Gegner, der unter Bauermann auch einen anderen Spielstil verfolgt. Vorteile dürften die Schwaben im Rebound haben und auch beim Ballvortrag scheinen die Tübinger mehr Sicherheit auszustrahlen. Gegen die erstarkten Rostocker braucht es in der StadtHalle zu Rostock aber einer perfekten Leistung, um zu bestehen.

“Die jüngste Niederlage gegen Trier tat natürlich sehr weh. Jedoch haben wir bereits wenige Tage danach die Möglichkeit, uns von einem besseren Gesicht zu zeigen. Vor allem vor dem eigenen Publikum ist Rostock sehr stark, mit Zachary Lofton hat das Team jetzt auch noch einen bekannten, sehr guten Spieler dazubekommen. Entscheidend wird sein, dass wir unsere Fehler minimieren und alle Anstrengungen darauf hinlegen, damit wir das Spiel kontrollieren können. Wir wissen alle, dass wir besser spielen können. Wir müssen konzentriert und ruhig bleiben sowie unsere Chancen besser nutzen.” (Diante Baldwin, Tigers Tübingen)

von Johannes Beyer