Tigers wollen in Paderborn zurück in die Erfolgsspur finden

18 Okt 2018

“We will fall, we will stand up and we will come back stronger than ever”, verspricht Tigers-Kapitän Tyler Laser in einem Saison-Trailer der Tübinger Zweitliga-Basketballer. Genau diese Mentalität ist am Samstag (19:30 Uhr) gefragt, wenn die Raubkatzen bei den Uni Baskets Paderborn gastieren. Nach zwei enttäuschenden Leistungen und Niederlagen in Folge will die Mannschaft von Trainer Aleksandar Nadjfeji in Nordrhein-Westfalen wieder auf die Siegerstraße zurückkehren. Den Gastgebern soll das Leben mit einer intensiven und stark verbesserten Verteidigung schwer gemacht werden. Schließlich hatten die Tigers zuletzt vor allem in der Defensive einige Probleme, weshalb man sich beim Duell mit den Uni Baskets Paderborn von einer anderen Seite zeigen will. airtango überträgt die Partie des fünften Spieltags am Samstag live und exklusiv ab 19:15 Uhr aus dem Sportzentrum am Maspernplatz.

Der Gegner im Porträt:

Offizielle Bezeichnung: Uni Baskets Paderborn
Spielstätte: Sportzentrum Maspernplatz (3.000 Plätze)
Trainer: Uli Naechster
Platzierung 2017/2018: 13.
Entfernung von Tübingen: 356 Kilometer (Luftlinie)
Heimspiel am: Sonntag, 3. März 2019
Auswärtsspiel am: Samstag, 20. Oktober 2018

Seit dem Abstieg aus der easyCredit in die BARMER 2. Basketball Bundesliga im Jahr 2010 liefen die Paderborn Baskets unter drei verschiedenen Namen auf: Bis 2012 nannte man sich webmoebel Baskets, bevor der Club von Beginn der Saison 2012/2013 bis 2016 als finke baskets an den Start ging. Mit der Universität Paderborn befindet sich nun ein nicht unbedingt alltäglicher Namenssponsor in der offiziellen Bezeichnung der Uni Baskets Paderborn. Zu dieser Partnerschaft kam es, da bereits davor zahlreiche gemeinsame Projekte durchgeführt wurden und Basketball im Umfeld der Universität schon lange fest verwurzelt ist. Die Uni sieht sich durch die Paderborner Korbjäger bundesweit bestens vertreten und möchte ihren Bekanntheitsgrad in den entsprechenden Zielgruppen durch die Baskets steigern. Da es an Universitäten üblicherweise sehr viele sportaffine Studenten gibt, könnte die seit 2016 laufende Partnerschaft sicherlich auch ein Grund für die steigenden Zuschauerzahlen sein. 2015/2016, in der letzten Spielzeit als finke baskets, kamen gerade einmal durchschnittlich 1.034 Zuschauer zu den Heimspielen im Sportzentrum Maspernplatz. In der vergangenen Runde waren es immerhin schon 1.375 Menschen, auch wenn die Hallenauslastung von 46 Prozent sicherlich noch weiteres Potenzial nach oben mit sich bringt.

Die aktuelle Form:

Vier Partien hat der kommende Gegner der Tigers Tübingen in dieser Spielzeit bislang absolviert. Am ersten Spieltag startete das Team von Head Coach Uli Naechster mit einer deutlichen 59:81-Heimniederlage gegen den Aufsteiger FC Schalke 04 Basketball in die aktuelle Saison. Danach folgte ein starker Auftritt beim Playoff-Aspiranten MLP Academics Heidelberg, jedoch konnte man sich nicht belohnen und unterlag mit 65:73. Die gute Leistung aus dieser Begegnung konnte der aktuelle Tabellensiebte in die nächsten Spiele konservieren, resultierend in einem wichtigen 85:74-Erfolg am dritten Spieltag gegen die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau. Am vergangenen Sonntag gastierten die Naechster-Schützlinge beim ambitionierten Aufsteiger ROSTOCK SEAWOLVES und konnten einen Überraschungssieg feiern. Hauchdünn mit 83:82 setzte sich man sich bei den im Vorfeld favorisierten Seewölfen durch. Dabei überragend in Reihen der aktuell formstarken Paderborner: Grant Benzinger. Der Rookie-Guard avancierte mit 33 Punkten und acht erfolgreichen Dreiern zum Matchwinner. Überhaupt ist der US-Amerikaner bestens in der ProA angekommen und legt bislang durchschnittlich 14,0 Zähler, für einen Guard überragende 7,5 Rebounds sowie 3,3 Assists auf. Auch Power Forward Matt Klinewski (12,5 ppg, 3,3 rpg) und der seit 2014 in Paderborn unter Vertrag stehende Ivan Buntic (9,0 ppg, 4,8 rpg, 3,3 apg) überzeugen bisher. Auf der Gegenseite wollen die Tigers Tübingen an die offensiven Leistungen der ersten drei Begegnungen anknüpfen, müssen jedoch deutlich besser auf den Ball aufpassen und dem Gegner das Punkten schwieriger machen. Nach zwei Niederlagen in Folge gegen Hamburg (80:103) und gegen Nürnberg (82:92) soll dringend der zweite Saisonsieg eingefahren werden.

Stimme zum Spiel:

“Wir müssen in der Defensive aggressiver und insgesamt physischer auftreten. Zeitweise spielen wir bereits guten Basketball, aber dann verfallen wir wieder in unkonzentrierte Phasen. Das müssen wir abstellen und über 40 Minuten konstant sein. Außerdem hat Paderborn gute Guards, die wir in den Griff bekommen müssen.” (Bozo Djurasovic, Spieler Tigers Tübingen)

 

Gut zu wissen!

  • Einen in Basketball-Fachkreisen bekannten Nachnamen trägt Uni Baskets-Center Martin Seiferth. Der 28-Jährige ist der jüngere Bruder von Nationalspieler Andreas Seiferth, der seit 2016 beim Bundesligisten medi bayreuth unter Vertrag steht.
  • Die Uni Baskets Paderborn scheinen bereits zu einem frühen Zeitpunkt in der Saison gut eingespielt zu sein: 20,8 Assists pro Spiel verteilen die Nordrhein-Westfalen – momentan bester Wert der ProA. Mit durchschnittlich 19,3 Vorlagen belegen die Tigers in dieser Kategorie aktuell ligaweit einen guten vierten Rang.
  • Mit Demetrius Ward verfügt der Tabellensiebte über einen physisch sehr starken Point Guard. Der US-Amerikaner bringt bei einer Körpergröße von 1,88 Metern ein stolzes Gewicht von 102 Kilogramm auf die Waage. Als größte Stärken des Playmakers haben sich im bisherigen Saisonverlauf die Übersicht (4,5 apg) sowie ein gutes Gespür für Ballgewinne (2,8 spg) hervorgetan.
von Daniel Bauer