Tigers zu Gast beim starken Aufsteiger aus Leverkusen

07 Nov 2019

Die Tigers Tübingen stehen vor der nächsten schweren Aufgabe in fremden Gefilden. Am Samstagabend sind die Schwaben beim Aufsteiger BAYER GIANTS Leverkusen zu Gast. Mit sechs Siegen bei drei Niederlagen stehen diese für so manchen Experten etwas überraschend auf dem sechsten Tabellenrang. Einen Platz vor den Tübinger Raubkatzen, die ebenfalls drei Niederlagen auf dem Konto haben, jedoch ein Saisonspiel weniger absolvierten. Sprungball in der Ostermann Arena ist um 19:30 Uhr – www.airtango.live überträgt ab 19:15 Uhr live und kostenlos aus Leverkusen.

Die Riesen aus Leverkusen sind bestens aufgelegt. Denn mit vier Siegen in Folge kann die Mannschaft von Head Coach Hansi Gnad mit breiter Brust auftreten. Vor allem vor heimischen Publikum darf man die Nordrhein-Westfalen derzeit nicht unterschätzen. Lediglich am ersten Spieltag verloren die Leverkusener vor heimischer Kulisse: Damals waren die derzeit zweitplatzierten Eisbären Bremerhaven zu Gast. Seither blieb man in eigener Halle vier Mal unbesiegt und behielt unter anderem gegen die ROSTOCK SEAWOLVES oder die Nürnberg Falcons die Oberhand.

Starke Offensive, solide Defensive

Prunkstück der Giants ist bislang sicherlich die Offensive. Mit durchschnittlich 83,8 erzielten Punkten zählt Leverkusen zu den stärkeren Teams im Angriff. Zeitgleich kann man auf eine solide Defensive bauen. Zwar sind 82,9 Gegenpunkte im Schnitt kein überragender Wert, zeugen aber von einer über weite Strecken aufmerksamen Leistung in der Verteidigung. Guten Einsatz zeigen die Leverkusener auch bei der Arbeit unter den Brettern. Mit durchschnittlich 37,3 Rebounds sind die Giants eines der aktivsten Teams beim Rebound. Hier müssen die Tigers besonders aufmerksam sein und konsequent ihre Gegenspieler ausboxen. Denn mit im Schnitt 12,7 Offensiv-Rebounds ist Leverkusen das zweitbeste Team, was zweite Chancen betrifft. Und diese können gerade in engen Spielen am Ende den Ausschlag geben. So verwundert es nicht, dass die drei Top-Scorer der Leverkusener auf den großen Positionen agieren.

Nicholas Hornsby erzielt nicht nur starke 15,1 Punkte, sondern schnappt sich auch 5,3 Rebounds und verteilt 4,8 Vorlagen. Der 24-Jährige kann dabei sowohl auf der Position des Small Forwards als auch des Power Forwards eingesetzt werden. Ähnlich Colter Lasher: Der US-Forward ist mit 13,7 Punkten zweitbester Punktesammler im Team der Giants und mit 4,1 Rebounds immer hellwach. Center Dennis Heinzmann räumt derweil direkt unter den Körben auf. Neben durchschnittlich 12,0 Zählern schnappt sich der 28-Jährige auch starke 8,2 Rebounds pro Begegnung. Für die Tigers gilt es jedoch, nicht nur unter den Körben aufmerksam zu sein. Leverkusen ist ein ausgeglichenes und vor allem eingespieltes Team. Der Kern der Mannschaft trug bereits im Aufstiegsjahr das rote Trikot: „Es ist keine Überraschung, dass Leverkusen die letzten vier Spiele gewonnen hat. Das Team kennt sich bereits aus dem vergangenen Jahr und ist dementsprechend eingespielt“, berichtet Head Coach Doug Spradley.

Ausgeglichener Kader

Dies zeigt sich auch darin, dass gleich sechs weitere Akteure zwischen 4,8 und 8,2 Punkten erzielen und jeder im Team seine Rolle zu kennen scheint und ausfüllt. „Sie sind sehr breit aufgestellt und jeder Spieler hat seine Rolle im Mannschaftsgefüge. Hinzu kommt bei solch einem positiven Lauf dann auch eine gewisse Euphorie. Vor allem in der eigenen Halle, mit den eigenen Fans im Rücken weckt das zusätzliche Kräfte. Das ist nicht ungefährlich“, warnt Spradley. Wichtig für die Schwaben wird deshalb sein, von Beginn an auf beiden Seiten des Feldes ins Spiel zu finden und die eigenen Stärken auszuspielen. Dann ist der sechste Saisonsieg auch bei den starken Aufsteigern aus Leverkusen möglich.

von Johannes Beyer