U18-Qualifikationsturnier zur Regionalliga mit Folgen
Das U18-Team der Young Tigers Tübingen hat beim Qualifikationsturnier zur Regionalliga-Saison 2026/2027 am Sonntag in […]
Das U18-Team der Young Tigers Tübingen hat beim Qualifikationsturnier zur Regionalliga-Saison 2026/2027 am Sonntag in […]

Das U18-Team der Young Tigers Tübingen hat beim Qualifikationsturnier zur Regionalliga-Saison 2026/2027 am Sonntag in Karlsruhe zwei Begegnungen absolviert. Zunächst setzte sich das Team von Trainer Manu Pasios im Halbfinale gegen die VfL Kirchheim Knights mit 68:63 durch. Der Tübinger Nachwuchs stand folglich im Finale um die direkte Qualifikation für den neuen Wettbewerb. Doch wenige Minuten nach Beendigung der Partie wurde den Young Tigers Tübingen mitgeteilt, dass die Partie mit 0:20 gegen den Sieger des Spiels gewertet wird. Was war passiert? Beim Tübinger U18-Team spielten zwei Akteure mit, die am Vortag mit ihrem Stammverein an der Qualifikation zur U18-Oberliga teilnahmen.
Folgender Absatz in der Spielordnung wurde angewandt: „An einem Turnierwochenende (dies sind BBW-Meisterschaften, JOL/JRL-Qualifikation, Pokal) besteht Teilnahme- und Einsatzberechtigung nur in einer Altersklasse. Bei Zuwiderhandlung gilt der Spieler/die Spielerin beim zweiten Einsatz als nicht einsatzberechtigt, gemäß Jugendspielordnung JSO § Abs. 4.“ Dieser Sachverhalt ist jedoch hinfällig, da die beiden Qualifikationsturniere der Tübinger Spieler in der gleichen Altersklasse (U18) absolviert wurden.
„Diese Entscheidung war von unserer Seite überhaupt nicht nachzuvollziehen“, betont Pasios. Die Folge am Spieltag war, dass Tübingen innerhalb kürzester Zeit das Spiel um Platz drei und nicht das Finale bestreiten musste. „Moralisch, körperlich und psychisch war dies von meiner Mannschaft natürlich nicht zu bewerkstelligen“, so Pasios. Kurios: Gegner in der zweiten Partie waren die PS Karlsruhe LIONS, die sich gegen die SG Mannheim souverän mit 98:71 behaupten konnten. Doch auch die Badener erhielten wegen des gleichen Sachverhalts eine 0:20-Wertung. Die Partie zwischen Tübingen und Karlsruhe endete mit 60:86. Als sportlicher Sieger gingen zunächst die VfL Kirchheim Knights mit einem 99:55-Erfolg gegen die SG Mannheim des Turniers hervor.
Jugendkoordinator Hans Georg Kienzle war seit Montag in zahlreichen Telefonaten und Mails im Austausch mit dem Verband, um den Tübinger Standpunkt nachdrücklich zu platzieren. Nach einer schriftlichen Stellungnahme nahm der Verband am Mittwochnachmittag wegen des besagten Formfehlers in den Regularien die Wertungen gegen Tübingen und Karlsruhe zurück.
Das ursprüngliche Spiel um Platz drei zwischen Tübingen und Karlsruhe wird nachträglich als Finale gewertet. Somit lautet das Ranking: Karlsruhe gewinnt das Qualifikationsturnier vor Tübingen, Kirchheim und Mannheim. Im anderen Qualifikationsturnier in Kornwestheim sicherte sich BBU 01 Ulm den Turniersieg vor den PKF Titans Stuttgart, den SZ GIANTS Kornwestheim und der SG Heidelberg-Kirchheim. Mannheim und Heidelberg-Kirchheim spielen zukünftig in der U18-Oberliga. Das zweite Qualifikationsturnier am Samstag, den 25. Juli 2026, wird in Tübingen ausgetragen. Die Begegnungen lauten Tübingen gegen Kornwestheim (11 Uhr, Uhlandhalle) und Stuttgart gegen Kirchheim (12:45 Uhr). Die beiden Gewinner der Partien erhalten einen Startplatz für die neue Spielzeit 2026/2027 in der U18-Regionalliga. Die beiden Verlierer erhalten einen Startplatz in der U18-Oberliga. Um 15 Uhr spielen noch die beiden Verlierer des zweiten Qualifikationsturniers gegeneinander. Der Sieger würde bei einem Rückzug eines Teams in die U18-Regionalliga nachrücken.
Doch für die Tübinger Verantwortlichen um Kienzle und Pasios war die Entscheidung des Verbands nicht akzeptieren. „Die ganzen Geschehnisse nach unserem Sieg gegen Kirchheim – samt ihren Folgen – wollten wir so nicht hinnehmen. Das ist einfach nicht gerecht“ erläutert Kienzle. Als faire Lösung wurde dem Verband am gestrigen Mittwoch vorgeschlagen, die U18-Regionalliga im neuen Wettbewerb einmalig auf zwölf Mannschaften zu erweitern und die drei Erstplatzierten der beiden Qualifikationsturniere mit einem Startplatz auszustatten. Dieser Vorschlag hat der Verband jedoch am Donnerstagvormittag final abgelehnt. Die Young Tigers Tübingen müssen jetzt am Samstag das Spiel gegen Kornwestheim gewinnen, um sich für die U18-Regionalliga zu qualifizieren. „Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert, um das Spiel zu gewinnen“, betont Kienzle. Die Mannschaft wird am Samstag von Trainer Philipp Braun und Tigers-Kapitän Till Jönke betreut.