Bild: Pressefoto Ulmer / Markus Ulmer

U19: Young Tigers Tübingen starten mit Niederlage in die Saison

12 Okt 2020

Nach vielen schweißtreibenden Trainingseinheiten in den letzten Wochen ging es am Sonntag für das NBBL-Team von Head Coach Kris Borisov endlich los. Das erste Saisonspiel stand auf dem Programm und das direkt gegen einen Titelfavoriten. Der FC Bayern München, in den letzten Jahren stets ein Stammgast beim NBBL Final 4, empfing den Tigers-Nachwuchs zum Season Opener.

Auf den ein oder anderen Spieler musste Coach Borisov am Sonntag noch verzichten. Allen voran die fehlende Spielberechtigung von Lucas Schiebelhut schmerzte im Nachhinein. Der aus Mallorca im Sommer nach Tübingen gekommene Schiebelhut soll neben Timo Fischer, Nik Schlipf und Kilian Fischer zu den Anführern beziehungsweise Leistungsträger des Teams gehören. Aktiv am Spielgeschehen mitwirken konnte der Spanier mit deutschem Pass noch nicht, trotzdem war der 1,94 Meter große Guard mit nach München gefahren, um sein Team zu unterstützen.

Zu nervös, sei man in die Partie gestartet, berichtete Borisov nach der Partie. Die Intensität habe über weite Strecken zwar gestimmt, aber der Respekt vor dem großen Namen des Gegners hat den ein oder anderen Spieler eher gehemmt. Entsprechend ging´s mit einem hohen Rückstand in die Halbzeitpause (30:56). Ein weiteres Problem ist rein physischer Natur. Bis auf Guard Maxi Charlier kratzt kein einziger Spieler der Young Tigers an der zwei Meter Marke. Über das Spiel hinweg gesehen, krallten sich die Bayern so 25 Rebounds mehr. Davon etliche offensive Rebounds die immer wieder zu zweiten Wurfchancen führten. Doch damit müssen die Tübinger diese Saison leben. „Wir gehören zu den kleineren Teams der Liga. Das heißt, wir müssen härter als alle anderen Mannschaften für den Rebound kämpfen. Am Ausbox- und Reboundverhalten müssen wir in den nächsten Wochen weiter hart arbeiten“, so Borisov über das klar verlorene Reboundduell.

In der zweiten Halbzeit zeigten sich die Gäste dann von einer anderen Seite. Von Nervosität keine Spur mehr. Es wurde aggressiver verteidigt und im Angriff konsequenter zu Werke gegangen. Allen voran die beiden Youngster Charlier (2003) und Lino Duarte (2004) wussten mit schönen Aktionen zu überzeugen. Beide Spieler kamen am Ende auf eine zweistellige Punktausbeute von 14 beziehungsweise elf Zählern. Timo Fischer und Kilian Fischer hingegen, müssen als Leistungsträger noch mehr in Erscheinung treten. Den beiden NBBL-Routiniers bescheinigte Borisov eine ordentliche Leistung mit Luft nach oben.

Am Ende verloren die Tübinger die Partie deutlich mit 69:94. Für Trainer Borisov aber kein Grund zur Sorge, denn: „Alles in allem bin ich zufrieden mit dem Auftreten meiner Mannschaft“, waren die letzten Worte des bulgarischen Übungsleiters.