Spielbericht, 11.04.2026

Wacker geschlagen – 88:97-Niederlage bei den Artland Dragons

Die Tigers Tübingen haben das Auswärtsspiel bei den Artland Dragons vor 1.963 Zuschauern in der […]

Die Tigers Tübingen haben das Auswärtsspiel bei den Artland Dragons vor 1.963 Zuschauern in der Artland Arena zu Quakenbrück mit 88:97 (42:46) verloren. Die Mannschaft von Trainer Eric Detlev zeigte gegen den Favoriten aus dem Artland insgesamt eine ordentliche Leistung. Dennoch lagen die Schwaben in der Partie nie in Front, die Niedersachsen hatten beim 40:26 nach 15 Minuten die höchste Führung inne. Gleichzeitig war es der sechste Sieg in Serie für die Niedersachsen. Hendrik Gruhn, Trainer der Artland Dragons, setzte alle zwölf Akteure ein und probierte viel aus. Immer wenn sich die Schwaben gefährlich näherten, konnten die Niedersachsen wieder einen Gang zulegen. In Minute 32 verkürzten die Raubkatzen den Rückstand beim Stand von 46:48 auf zwei Zähler. Der Sieger wurde angeführt von Amir Hinton (23 Punkte) und Benjamin Burnham (20 Zähler). In kritischen Phasen übernahmen die zwei Leistungsträger des Tübinger Kontrahenten das Zepter. Isaiah Sanders war für die Tigers Tübingen mit 22 Zählern bester Punktesammler. Die Rebounds (33:46) waren erneut ein großes Problem bei den Gästen. Ganze 16 Rebounds am offensiven Brett schnappten sich die Gruhn-Schützlinge. Aus der Distanz trafen die Schwaben zehn von 28 Würfen (36 Prozent), die Quote wurde im letzten Viertel noch drastisch verbessert. Fünf Treffer sollten bei zehn Versuchen (50 Prozent) gelingen. In der Tabelle stehen die Tigers Tübingen mit elf Siegen und 20 Niederlagen weiterhin auf dem 14. Platz, die Artland Dragons festigen mit 19:12-Erfolgen Platz fünf im Classement.

Kommissarin: Sabrina Roßbach; Schiedsrichter: Milutin Jelenic, Aleksandar Rogic, Eva-Marie Bohn

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Am kommenden Samstag, den 18. April 2026, treten die Tigers Tübingen nach drei Wochen wieder vor dem eigenen Publikum an. Hochball ist um 19:30 Uhr in der Paul Horn-Arena. Gegner sind die EPG Baskets Koblenz, die am morgigen Sonntag (17 Uhr) im Heimspiel auf die BAYER GIANTS Leverkusen treffen. Mit zwölf Siegen und 18 Niederlagen sind die Moselstädter aktuell auf Rang 13 im Tableau notiert. Tickets gibt es im Onlineshop sowie am Spieltag ab 18:15 Uhr an der Abendkasse.

Erstes Viertel (27:19):

Die Niedersachsen starteten perfekt ins Spiel. Alle sechs Würfe saßen für die Gruhn-Schützlinge. Bei 7:08 Minuten auf der Uhr führten die Artland Dragons bereits mit 12:4, Detlev musste früh eine Auszeit nehmen. Jordan Johnson steuerte alle vier Tübinger Zähler bei. In Minute vier netzte Timo Lanmüller den ersten Dreier der Begegnung zum 15:6 ein, die ehemalige Raubkatze war schon bei sieben Punkten angelangt. Dazu kümmerte sich der 25-Jährige von Beginn an um Johnson in der Verteidigung. Insgesamt war der Druck auf die Schwaben vom Start an hoch. Eine Minute später traf Melkisedek Moreaux den ersten Dreier für die Gäste zum 9:17-Zwischenstand. Liga-Topscorer Hinton setzte in der sechsten Minute ein Dreipunktspiel zum 20:9 auf das Parkett. Im weiteren Verlauf kamen die Schwaben etwas besser ins Spiel. Gruhn nahm bei 2:21 Minuten auf der Uhr beim Spielstand von 20:11 seine erste Auszeit. Viel zu bemängeln dürfte der junge Trainer der Quakenbrücker Basketballer aber nicht gehabt haben. Bei den Rebounds hatten die Niedersachsen zumeist die Nase vorne. In der Schlussminute verkürzte Sanders per Dreier auf 17:24. Final gingen die Artland Dragons nach einem Buzzer Beater von Fynn Lastring aus der Distanz mit einer 27:19-Führung in die erste kleine Pause. Lanmüller und Hinton für die Hausherren sowie Moreaux für die Raubkatzen waren mit jeweils sieben Zählern die besten Schützen des Spiels. Die Rebounds gingen mit 10:9 an die Niedersachsen, wenngleich dies optisch für die Hausherren höher ausfiel.

Zweites Viertel (19:23):

Dreier Nathan Petrone, Dreier Sanders – nach 66 Sekunden stand es 30:22 für die Artland Dragons, die das Spiel weiter klar im Griff hatten. Der Druck auf Johnson war im Spielaufbau der Schwaben enorm, wonach man in der Offensive große Probleme hatte. Nach dem nächsten Dreier von Lanmüller zum 35:23 bat Detlev bei 7:14 Minuten auf der Uhr seine Schützlinge zum nächsten Gespräch auf die Bank. Bei den Raubkatzen war Bernard Pelote noch überhaupt nicht in der Begegnung angekommen. In der 14. Minute traf der US-Amerikaner von der Freiwurflinie seinen ersten Punkt zum 26:37-Zwischenstand. Petrone erhöhte für die Gruhn-Truppe in der nächsten Minute per Dreier auf 40:26 – der US-Amerikaner prägte mit den Spielverlauf zehn Punkten im zweiten Viertel. Gruhn wechselte für die Artland Dragons personell viel durch und probierte viele Varianten aus. Bis zur 18. Minute gelang den Raubkatzen ein 7:0-Lauf zum 37:42-Zwischenstand. Die Detlev-Truppe war nach einigen Fehlern des Gegners nun besser im Spiel. Elijah Ndi verkürzte den kleinen Tübinger Run per Dreier zum 45:37 bei noch 104 zu spielenden Sekunden vor der Halbzeitpause. In der Schlussminute markierten Kaya Bayram und Patrick Emilien, der erneut einen guten Auftritt zeigte, mit jeweils zwei Zählern den 42:46-Halbzeitstand. Emilien und Moreaux waren mit elf Zählern die besten Punktesammler für die Tigers Tübingen. Bei den Artland Dragons kamen Lanmüller und Petrone als beste Schützen auf jeweils zehn Zähler. Die Rebounds gingen mit 22:20 weiter knapp an die Niedersachsen.

Drittes Viertel (24:16):

In den ersten 89 Sekunden erzielte Johnson vier Punkte in Folge und drückte den Rückstand auf 46:48. Doch die Niedersachsen konnten im Anschluss wieder einen Gang höher schalten. Mit einem 7:0-Lauf wuchs der Tübinger Rückstand nach 24 Minuten wieder auf neun Zähler an – Spielstand: 46:55. Pelote gelang eine Minute später sein erster Korb aus dem Feld zum 48:55. Bis dahin war die Feldquote der Schwaben aber noch mehr als ausbaufähig. In der Defense spielte man immer wieder mit einer Zone, was den Niedersachsen nicht unbedingt schmeckte. Nach einem Dreier von Bayram zum 53:57 nach 26 Minuten toppte ihn Lanmüller für den Gegner. Der 25-Jährige netzte in der Folgeminute zwei Distanzwürfe in Folge zum 63:53-Zwischenstand ein – der Vorsprung für das Gruhn-Team war wieder zweistellig. Die Schwaben schlugen sich gegen den Favoriten trotzdem recht wacker. Der Ball bei den Artland Dragons war jetzt nun vermehrt in den Händen von Hinton. Der US-Amerikaner steuerte in Minute 28 fünf Zähler zum 68:56-Zwischenstand bei. Gegen die Dynamik des 29-Jährigen fanden die Schwaben kaum ein Mittel. Final ging der Gastgeber mit einem 70:58-Vorsprung in das letzte Viertel. Hinton war für die Niedersachsen mit 16 Zählern neuer Topscorer der Begegnung, Moreaux kam für die Gäste als bester Schütze auf 13 Punkte. Mit dem Gewinn des dritten Viertels führte das Gruhn-Team bei den Rebounds nun mit 36:26. Bei den Raubkatzen sollte der Dreier nicht wirklich fallen, zu viele Bälle fanden nicht das Ziel.

Viertes Viertel (27:30):

Pelote nahm sich nach 86 Sekunden ein Herz. Der US-Amerikaner zog zum Korb und versenkte den Ball mit einem krachenden Dunking zum 62:72. Gruhn nahm umgehend eine Auszeit. Mit Erfolg: Der gute Petrone versenkte umgehend nach Wiederaufnahme des Spiels den nächsten Dreier zum 75:62-Zwischenstand. Die Dominanz der Artland Dragons spiegelte sich aber dennoch nicht so richtig im Spielergebnis wider. Die Niedersachsen lagen weiter komfortabel in Front. Dennoch wünschte Gruhn nach einem Dreier von Pelote zum 68:79 bei 7:01 Minuten auf der Uhr eine weitere Auszeit. Den Rückstand konnten die Detlev-Schützlinge aber im weiteren Spielerlauf nicht entscheidend verringern. Im letzten Abschnitt nahmen nun Hinton und vor allem Burnham das Heft für den Favoriten in die Hand. Burnham steuerte bis zur 38. Minute ganze neun Zähler in Folge für den Playoff-Teilnehmer bei – die Artland Dragons führten mit 86:79. Die Raubkatzen kämpften weiter und zeigten gegen den Favoriten eine kämpferisch gute Leistung. Bei 2:16 Minuten auf Uhr konnte Sanders per Dreier den Rückstand beim 82:86 nochmals auf vier Zähler drücken. Zu mehr sollte es in der verbleibenden Zeit aber nicht mehr reichen. Die letzte Spielminute war noch leicht kurios. Detlev nahm noch zwei Auszeiten, diese innerhalb von knapp sieben Sekunden. Dazu erzielten beide Kontrahenten noch jeweils sechs Punkte. Die Zuschauer erlebten satte 57 Zähler im letzten Viertel dieser Partie. Nach 40 Minuten setzten sich die Niedersachsen schließlich verdientermaßen mit 97:88 durch.

Die Stimmen zum Spiel:

Eric Detlev (Trainer Tigers Tübingen): „Es fällt mir noch schwer, das Spiel einzusortieren. Im Moment überwiegt noch die Enttäuschung. Ich finde nicht, dass wir so aufgetreten sind, wie wir das hätten machen wollen. Wir haben nie so richtig in das Spiel gefunden, vor allem auch am Anfang. Positiv ist, dass wir gekämpft haben. In der Offense und in der Defense haben wir nicht zu unserem Spiel gefunden. Wir haben es aber dennoch geschafft, das Spiel offen zu halten. Glückwunsch an die Artland Dragons zu diesem Sieg.“

Hendrik Gruhn (Trainer Artland Dragons): „Tübingen hat uns das Leben heute über weite Strecken sehr schwer gemacht. Sie haben ein gutes Spiel absolviert. Für uns war es schwer, heute gut zu performen. Wir haben ein wahnsinnig gutes erstes Viertel gespielt, dazu haben wir ein sehr solides drittes Viertel absolviert. Über das zweite und vierte Viertel müssen wir etwas reden. Wir haben Tübingen durch eine gute Defense zwar zu einigen schwierigen Würfen gezwungen, dazu hatten wir jedoch einige Unkonzentriertheiten. Daran müssen wir arbeiten. Ich bin natürlich froh über den Sieg.“

Dschungelgeflüster – der etwas andere Blick rund um das Spiel:

Update zum Personal: Die Tigers Tübingen konnten beim Spiel in Quakenbrück auf zehn Akteure zurückgreifen. Lukas Milner ist gesundheitlich weiterhin geschwächt, sodass ein Einsatz keine Option war. In den letzten zwei Wochen konnte der Tübinger Center nicht trainieren. Die Genesung geht jedoch voran. Der US-Amerikaner soll in der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen. Nicht dabei war auch Connor Nelson, der weiter über Kniebeschwerden klagt. Auf den Einsatz von Joshua Schwaibold und Aaron Ogunjobi wurde zudem verzichtet. Die Langzeitverletzten JaCobi Wood und Larry Thomas (beide Sprunggelenk) werden in den verbleibenden drei Spielen nicht mehr für die Tigers Tübingen zum Einsatz kommen.

Blick auf zwei ehemaligen Raubkatzen: Mit Timo Lanmüller (2020-2024) und Robert Oehle (2012-2014) stehen bei den Artland Dragons gleich zwei ehemalige Tübinger Akteure unter Vertrag. Der inzwischen 37-jährige Oehle kam wegen verletzungsbedingt nicht zum Einsatz – so wie bereits im Hinspiel. In den bisherigen 22 Begegnungen markierte der Center 2,6 Punkte und 2,1 Rebounds. Lanmüller absolvierte unterdessen eine starke Partie. In 23:56 Minuten erzielte der 25-Jährige starke 16 Punkte, holte sich vier Rebounds und verteilte einen Assist. Dazu verwandelte der österreichische Nationalspieler vier von acht Distanzwürfen (50 Prozent) und machte das Leben von Jordan Johnson auf Tübinger Seite durch eine aggressive Verteidigung enorm schwer.

Noch zwei Heimspiele: Noch sind drei Partien in der laufenden Runde der Saison 2025/2026 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga zu absolvieren. Die Tigers Tübingen haben dabei noch zwei Heimspiele und ein Auswärtsspiel bei den Paderborn Baskets zu bestreiten. Für die beiden Partien gegen die EPG Baskets Koblenz am 18. April 2026 (19:30 Uhr, Paul Horn-Arena) und am letzten Spieltag gegen die Eisbären Bremerhaven am 2. Mai (19:30 Uhr, Paul Horn-Arena) gibt es ein Kombiangebot von 25 Prozent auf Tickets der jeweils gleichen Kategorie. Die Tigers Tübingen benötigen vor allem bei den Heimspielen die Unterstützung der Fans, um mit weiteren Siegen den Klassenerhalt zu schaffen.

Tobias Fischer
Von Tobias Fischer
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