Allgemein, 17.07.2026

Zwischen Fußball und Basketball – Trainer Félix Bañobre Carballo im Interview

Trainer Félix Bañobre weilt aktuell in der spanischen Heimat im Urlaub. Doch für Trainer gibt […]

Trainer Félix Bañobre weilt aktuell in der spanischen Heimat im Urlaub. Doch für Trainer gibt es bekanntlich nie freie Tage, tagtäglich dreht sich das Geschehen um Basketball. Der 56-Jährige ist aktuell noch auf der Suche nach einem weiteren Importspieler auf der Position vier. Im Interview spricht Bañobre dazu aktuell rund um die Fußball-Weltmeisterschaft, die anstehende Vorbereitungszeit der Tigers Tübingen und gibt ein Profil für den letzten Profi im Kader der Schwaben für die neue Spielzeit 2026/2027 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Félix, sprechen wir aktuell über die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexico. Wie hast du die Spiele insgesamt verfolgt?

Ich habe viele Partien mit meinen Eltern, meinem Schwager und meinem Neffen, der auch mein Patenkind ist, in der spanischen Heimat verfolgt. Für mich war es spannend, den Weg von Spanien und England durch das Turnier zu verfolgen, da ich ja beide Staatsbürgerschaften besitze.

Beinahe wäre es zum Finale zwischen Spanien und England gekommen. Nun trifft Spanien als amtierender Europameister auf den aktuellen Weltmeister Argentinien. Was ist das Erfolgsgeheimnis von Spanien, wie ist deine Vorhersage für das Finale?

Ich finde, Spanien hat sich im Laufe des Turniers gesteigert und spielt aktuell seinen besten Fußball. Wenn die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente so auftritt wie gegen Frankreich, hat sie meiner Meinung nach wirklich gute Chancen, das Finale zu gewinnen und den zweiten Weltmeistertitel zu feiern.

Zurück zum Basketball. Wie lautet bisher deine Einschätzung über die neu zusammengestellte Mannschaft?

Ich bin zufrieden damit, wie wir den Kader zusammengestellt haben. Unsere Priorität lag darauf, einen starken deutschen Kern zu bilden. Das ist uns ganz gut gelungen. Vor allem die Rückkehr von Melkisedek Moreaux hatte für uns oberste Priorität. Bei den Importspielern kommen mit Aiden Warnholtz und Tim Smith zwei erfahrene ausländische Spieler, Isaac Haney und Creighton Morisch sind zwei junge Akteure mit Potenzial. Es ging vor allem darum, eine Identität zu schaffen, die auch in den kommenden Jahren Bestand hat.

Am 10. August startet die Vorbereitung. Worin wird der Schwerpunkt liegen?

Wir werden ein nahezu komplett neues Team haben, das wird Zeit benötigen. Der Schwerpunkt in der Saisonvorbereitung liegt auf unserer Identität. Jeder Spieler hat eine klar definierte Rolle im Team. Es ist wichtig, dass jeder diese Rolle versteht und annimmt. Wir wollen ein Team mit starkem Zusammenhalt, guter Chemie und einer klaren Identität schaffen. Von da an gehen wir Schritt für Schritt vor.

Es fehlt noch ein Importspieler auf der Position vier. Welche Kriterien muss dieser Spieler erfüllen?

Es muss ein Spieler sein, der zu unserer Identität passt und die bereits bestehende Gruppe voranbringt. Ich glaube nicht, dass ein einzelner Spieler der Schlüssel zum Erfolg ist. Jeder hat seine Rolle, und der Erfolg entsteht immer durch das Kollektiv, nicht durch das Individuum. Seine Aufgabe wird es sein, dem Team zu helfen, besser zu werden. Der Spieler muss ein klassischer Power Forward mit entsprechender Größe, Härte und Vielseitigkeit sein. Defensiv sollte er in der Lage sein, bei Blöcken zu switchen, verschiedene Gegenspieler zu verteidigen und uns beim Rebound zu unterstützen. Offensiv muss er das Spielfeld breit machen, über ein gutes Spielverständnis verfügen, den Ball laufen lassen, Vorteile für das Team kreieren und mannschaftsdienlich agieren. Er muss das Umschaltspiel beherrschen, in jedem Ballbesitz vollen Einsatz zeigen und das Team an erste Stelle setzen. Es spielt für mich keine Rolle, ob er erfahren oder ein Rookie ist.

Tobias Fischer
Von Tobias Fischer
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